Black Mirror II

Black Mirror II

Systemvoraussetzungen

  • Grafikkartentypen:ATI Radeon 9800, NVIDIA GeForce 6800
  • DirectX Version: 9.0c
  • Prozessor: P4 1.4 GHz, oder vergleichbar
  • Grafikkarte: DirectX kompatibel, 128MB, mit Vertex-Shader Support 2.0, mit Pixel-Shader Support 2.0
  • Arbeitsspeicher: 512 MB
  • Festplattenspeicher: 6.0 GB
  • Soundkarte: DirectX 8.1 kompatibel
Black Mirror II

Story

1993, zwölf Jahre nach den Geschehnissen des ersten Teils: Das Küstendorf Biddeford im US-Bundesstaat Maine leuchtet in den den Farben des Indian Summer. Hier arbeitet Darren, der Hauptcharakter aus Black Mirror 2, als Aushilfe in einem Fotoloaden. Der Physikstudent ist Anfang zwanzig, wirkt sehr verschlossen und wortkarg. Wäre das Fotografieren nicht seine große Leidenschaft, hätte er den schlecht bezahlten Job bei seinem schmierigen Chef Fuller längst gekündigt.

Eines Tages kommt Angelina, eine junge Engländerin, in den Laden und möchte Bilder von sich anfertigen lassen. Darren ist hin und weg von der fremden Schönheit. Nie hatte er so starke Gefühle empfunden. Doch plötzlich platzt Fuller in den Verkaufsraum und besteht darauf, die hübsche Kundin selbst zu bedienen. Den verdutzten Studenten schickt er unter einem Vorwand in die Stadt. Als Darren zurückkommt, schafft er es gerade noch, sich mit Angelina zu einem Fotoshooting zu verabreden.

Als Angelina den Fotoladen verlässt, beobachtet Darren einen Mann, der ihr heimlich folgt. Kurz darauf passiert etwas Schreckliches. Fuller hat damit zu tun, und er soll bezahlen, schwört sich Darren. In der nächsten Zeit plagen Albträume den jungen Mann. Er macht sich zu einer Reise auf, die nach Willow Creek in England führt: Dort steht Black Mirror Castle, der Schauplatz der Tragödie des ersten Teils.

Black Mirror II  Black Mirror II  Black Mirror II

Meinung

„Black Mirror 2“ – Endlich ist es da. Nachdem „Black Mirror – Der Spiegel der Seele“ bereits alle Point-&-Click-Adventure Fans in Faszination versetzte, kommt es im Jahre 2009 zur langersehnten Fortsetzung.

Diesmal schlüpfen wir in die Rolle von Darren, einem Physikstudenten aus Boston, der seine Semesterferien im Orte Biddeford, Maine, USA verbringt, da dort seine Mutter wohnt. Er arbeitet in einem Fotoladen für einen sehr seltsamen und aggressiven Mann, um sein leeres Portemonnaie ein wenig aufzufüllen. Doch schon bald passieren Dinge, die Darren am liebsten nie hätte erleben sollen.

Soviel zur sehr guten Story, von der an dieser Stelle nicht zu viel verraten werden soll. Denn die Geschichte ist die Seele dieses Spiels, und die sollte jeder für sich erforschen, sonst ist der Spielspaß eingeschränkt.

Liebevoll programmierte Point & Click Adventures wie jene von Lucas Arts wussten stets zu unterhalten: Spannung, Rätsel und eine gewisse Art von Humor gibt es auch hier. Die Rätsel sind logisch und auf Dauer gesehen nicht allzu schwer, da sie sich immer wieder ähneln, aber dennoch nicht leicht zu lösen. Wer die Story aufmerksam verfolgt, wird hierbei keine Probleme bekommen, da gewisse Zusammenhänge leicht zu erkennen sind – wenn man denn immer schön aufpasst. Für jene, denen die Rätsel nicht so viel bedeuten, gibt es auch einen etwas leichteren Modus, in dem die Rätsel leichter und offensichtlicher zu lösen sind.

Soweit wäre die Seele beschrieben, kommen wir zum Herzen: der Musik. Durch selbige wird hier nach und nach eine Atmosphäre aufgebaut, die zu begeistern weiß. Im Stile einer Klimax steigt die Spannung des Spiels von Kapitel zu Kapitel Hand in Hand mit der musikalischen Untermalung, die zu Beginn eher sanft und gegen Ende sehr düster klingt. Bei diesem Einklang von Herz und Seele fesselt es dich mit Ketten an deinen PC, bis nur noch die Müdigkeit dich vom Spielen abhalten kann.

Die Spannung steigt also wie eine Klimax, und genauso steigt auf dieser Leiter auch der Horror im Spiel von Kapitel zu Kapitel jeweils ein Sprösschen höher. Während man sich zu Beginn fragt, ob das wirklich ein Horrorspiel ist oder eher eine Art Krimi-Thriller-Detektiv-Spiel, weiß man spätestens wenn Darren nach England reist, dass „Black Mirror 2“ durchaus mit übernatürlichen Elementen bestückt ist. Richtige Horrorstimmung kommt allerdings nur selten an bestimmten Stellen auf, an denen Darren die Geister seiner Vorfahren im Spiegel sieht. Zu sehr erinnert dieses Spiel dann doch eher an einen Krimi voller Verschwörung, mit einem leichten übernatürlichen Touch, dem Fluch von Black Mirror Castle, oder eben dem Familienfluch der Gordons. Nicht wenig in „Black Mirror 2“ erinnert an die frühen Werke des Dario Argento. In den Reihen der Programmierer hat mindestens einer gesessen, der sich in seiner Jugend den Film „Profondo Rosso“ und die guten italienischen Giallo-Filmen zu Gemüte geführt hat.

An der Grafik gibt es nichts auszusetzen, eher sollte man sie loben. Sie erschafft zu Beginn ein Feeling des Wohlseins. Man würde am liebsten selbst mal nach Maine reisen (wenn da nicht so viele komische Personen rumliefen), und am Ende verstärkt sie die Spannung durch die düsteren Hintergründe.

Ein Kauf von Black Mirror 2 ist ein Muss für all jene, die Point & Click Adventures oder einfach nur geile Storys mögen. Wer Klassiker wie Monkey Island mag, oder auf Giallos steht, der wird sich mit diesem Spiel hier auch sehr schnell identifizieren können. Wenn er auch nicht so tollpatschig ist, erinnert der Protagonist an den allseits be- und geliebten Guybrush Threepwood und auch ein wenig an Indiana Jones, da er ein rätsellösender, humorvoller, sarkastischer Charakter ist, den eigentlich jeder mag. Die Person, an die er aber am meisten erinnert, ist MacGyver. Darren kann zwar nicht aus einem Kulli ´ne Atombombe machen, aber die Ideen, die ihn durch seine Probleme schweben lassen, erinnern doch sehr an den Allround-Techniker aus den 90ern.

Horror-Page.de wünscht viel Spaß!

Gameplay Black Mirror II  09 von 10
Grafik Black Mirror II  09 von 10
Sound Black Mirror II  10 von 10
Horror-Faktor Black Mirror II  08 von 10
Steuerung Black Mirror II  10 von 10
Gesamt Black Mirror II  09 von 10

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