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Der
geistig zurückgebliebene Buster (William Forsythe) ist ein liebenswürdiger
und friedvoller Einzelgänger, der als Clown verkleidet in seinem Eiswagen
durch die Gegend tuckert und allen Kindern mit seinen Köstlichkeiten und
seinen Zaubertricks ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Doch eine Clique von
Jugendlichen, die sich "The West End Bunch" nennt, will dem
unbeholfenen und stotternden Mann einen Streich spielen, der jedoch gehörig
nach hinten losgeht. Statt ihn zu demütigen, kostet der Scherz Buster das
Leben.
Die Jahrzehnte vergehen und aus den Kindern von damals werden
Familienväter, die mit dem Geschehenen so gut es nun mal geht abgeschlossen
haben. Eines Tages verschwinden plötzlich zwei Mitglieder der Ehemaligen
Clique spurlos. Als dann immer wieder ein altbekanntes Eiswagengebimmel zu
hören ist, wird Layne (Lee Tergesen), einem der Verantwortlichen von damals
und mittlerweile Vater zweier Kinder,
klar, dass Buster aus dem Jenseits zurückgekehrt ist, um eine alte Rechnung
zu begleichen... |
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Neben vielen
anderen bekannten Regisseuren aus dem Horrorbereich ließ sich auch ein
gewisser Tom Holland auf den Regiestuhl bitten, um eine Episode für die
zweite Staffel der erfolgreichen "Masters of Horror" Reihe zu
realisieren. Holland ist in diesem Metier alles andere als ein Unbekannter,
auch wenn er sich für "We All Scream for Ice Cream" aus einem
langen Ruhestand holen ließ. Nachdem er in den 80ern die durchaus
erfolgreichen Streifen "Chucky" und "Fright Night"
realisierte, folgten einige unbedeutendere Streifen, bevor sich Holland
Mitte der 90er an die Stephen King Adaptionen "Langoliers" und
"Thinner" wagte, mit denen er es sich bei vielen verscherzte und
sich damit selbst aus dem Filmgeschäft beförderte. "We All Scream for
Ice Cream" ist nach all den Jahren zwar alles andere als ein
überragendes Comeback, reiht sich aber zumindest in die Mittelklasse der
sonstigen "Masters of Horror" Folgen ein.
Die Story erinnert
zu Beginn leicht an eine der bekanntesten Geschichten Stephen King's. Ein
mörderischer Clown, eine Gruppe erwachsener Männer, die sich ihrer
Vergangenheit stellen muss, all das hat der erfolgreiche
Horror-Schrifststeller bereits in seinem ebenfalls verfilmten "Es"
verarbeitet. Dennoch fällt ein direkter Vergleich zwischen King's
Mammutwerk und dem nur 57 minütigen Horror-"Kurzfilm" von Tom
Holland alles andere als leicht, da beide andere Wege einschlagen und sich
"We All Scream for Ice Cream" zudem weitaus weniger ernst nimmt.
Damit wäre allerdings auch schon eines der größten Probleme dieser
"Masters of Horror" Folge angesprochen, denn sie schafft es über
die komplette Laufzeit leider nicht, ein Gefühl des Horrors entstehen zu
lassen. Die Geschichte
wird flüssig, nach gewohnten Mustern und niemals wirklich langatmig
erzählt, doch das war es dann auch schon. Ein spannender Horrorfilm sieht
sicherlich anders aus.
Der interessante
Kern der Story gerät durch die altbackene Erzählweise schnell zum
vorhersehbaren Durchlaufen alter Klischees, die zwar auch bei der x-ten
Präsentation noch irgendwie schmecken, ihren eigentlichen Sättigungswert
aber längst verloren haben. Schade ist dies aus dem Grund, da man aus den
vorliegenden Möglichkeiten wesentlich mehr hätte machen können. Der
Clown, dessen Anwesenheit sich stets durch ein rapides Abfallen der
Temperatur ankündigt und dessen nebelschwadenumhüllter Eiswagen durchaus
das gewisse Etwas mit sich bringt, will nicht so recht für Angst und
Schrecken sorgen, daran ändert auch das solide Schauspiel von William
Forsythe unter dem dicken MakeUp nichts. Wesentlich besser gelang es da, die
sympathische Seite des Clowns zu Lebzeiten einzufangen. Vielleicht liegt es
gerade daran, dass man dem anfänglich überaus liebenswürdigen,
stotternden und kinderlieben Eisverkäufer die spätere Transformation zum
bösen Rächer aus dem Jenseits nicht ganz abkaufen möchte.
Die Erzählung kommt
ohne viele Überraschungen aus und trumpft lediglich im Finale so richtig
auf. Die Rache des Clowns ist zwar kreativ und einfallsreich, so verteilt er
Eis-Voodoopuppen an die Kinder seiner ehemaligen Peiniger, hätte aber
durchaus mehr Spielraum für blutige Effektarbeiten geboten. Dass es das
Team um Tom Holland verstand, überzeugende FX in den Kasten zu bringen,
wird in einer Sequenz deutlich, in der eines von Busters Opfern regelrecht
blutig in sich zerschmilzt, allerdings hätte man sich als Zuschauer mehr
als nur einen derartigen Effekt gewünscht. Auch die Spannung hält sich
großteils dezent in Grenzen, da man mit Lee Tergesen nicht wirklich den
charmantesten Sympathieträger für die Hauptrolle besetzte und auch alle
anderen Rollen eher blass bleiben.
"We All Scream
for Ice Cream" liefert solide Unterhaltung, nicht mehr und nicht
weniger. Was der Zuschauer hier serviert bekommt, ist sicherlich nicht das
Schlechteste, was die "Masters of Horror" bislang hervorgebracht
haben, hätte aber durchaus auf mehr hoffen lassen. Die Geschichte um den
zombiefizierten Eiswagenfahrer und seine frostige Rache hätte noch sehr
viel mehr Spielraum für Spannung und Horror geboten, was leider deutlich zu
kurz kommt. Dennoch werden all jene, die Spaß an derartigen
Horror-Kurzfilmen haben, hier immerhin auf durchschnittlichem Niveau
bedient, als Totalreinfall ist "We All Scream for Ice Cream"
keinesfalls zu betrachten.
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