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Michael und
George, beide um die 10 Jahre alt, spielen gerade im Wohnzimmer,
als plötzlich die Tür aufspringt und ihr blutüberströmter
Onkel Anwar mit einem Hackebeil
hereinstürzt. Offensichtlich hat der Onkel nichts Gutes im Sinn,
da vor dem Haus bereits die Polizei lauert. Der Onkel schenkt
Michael und George jeweils ein Amulett, das von einer Kultur
stammt, die vor fünf Millionen (!!!) Jahren lebte und ihre Göttin
Sheetar verehrte. Nach diesem Kurzauftritt verlässt der Onkel das
Haus und wird von der Polizei erschossen.
20
Jahre später ist es für die beiden Jungen an der Zeit, die
Leiche ihres Onkels auszubuddeln und das Gehirn, dass
sensationeller weise noch komplett erhalten und funktionstüchtig
ist, zu bergen. Dies wird dann fachgerecht in einem Einmachglas
aufbewahrt. Das Gehirn kann sprechen und gibt den beiden Jungen
auch gleich den Befehl, Leichenteile zu besorgen, um die Göttin
Sheetar wieder zum Leben zu erwecken.
Michael
und George machen sich gleich daran, die Befehle auszuführen und
besorgen Körperteile von hübschen jungen Frauen. Alles was sie
von den Leichen nicht brauchen, können sie zum Glück in ihrem
vegetarischen Restaurant an den Mann bringen. Die neugestaltete
Speisekarte sorgt auch gleich dafür, dass das Restaurant jeden
Tag rappelvoll ist, weil den Gästen die neue Kost wunderbar
schmeckt. Doch die beiden Jungs müssen sich beeilen, denn der
Tag, an dem Sheetar erweckt werden kann, rückt immer näher...
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Yes! Endlich gibt
es mit „Blood Diner“ mal wieder einen richtig schön übertriebenen
Film für Freunde des Funsplatter. Der Film ist zwar nicht neu,
konnte aber in der alten Videofassung nie richtig überzeugen.
Diese war zwar von der Bundesprüfstelle indiziert worden, aber
man hat sie auch um einige Szenen erleichtert. Nun gibt es aber
endlich eine Uncutfassung („natürlich“ ab 16 freigegeben...)
und die hat es wirklich in sich.
Der
Plot beginnt gleich recht schräg, sodass der Betrachter erahnen
kann, was auf ihn zukommt. Erst ist da dieser Typ mit dem
Hackebeil und dann, einige Jahre später, wird er in einer Art und
Weise reanimiert, die doch stark an „Frankenhooker“ erinnert
(„Frankenhooker“ wurde allerdings erst drei Jahre später
gedreht). Und wie im eben genannten Film nimmt das Geschehen dann
seinen Lauf. Allerdings wird der vegetarische Gourmet sicherlich
hier und da einen Würgeanfall bekommen. Lustige Einlagen gibt es
während der gesamten Spielzeit und auch für Freunde des
Funsplatter gibt es genug zu sehen. Zum Beispiel wird in einer
Szene eine Person halbiert, wie man es bereits in „Ichi The
Killer“ betrachten durfte. Das Ganze kann man aber nicht
wirklich ernst nehmen und sorgt nur für einen weiteren Lacher.
Leichte Parallelen zu Troma-Filmen sind auch zu erkennen. In einer
Szene wird der Kopf einer Frau in ein siedendes Fettbad getunkt
und anschließend sieht dieser wie ein leckerer Kroketten-Ball
aus, der lustig durch ein Zimmer rollt und offensichtlich einen
schmackhaften Geruch verbreitet...
„Blood
Diner“ wurde zwar kostengünstig gedreht, er weiß es aber
trotzdem ohne Längen zu unterhalten und wirkt nicht trashiger als
er muss. Die Protagonisten spielen ihre Rollen schön übertrieben.
So wie es sein muss. Und viele abstruse Ideen sorgen dafür, dass
die Spielzeit im nu vorüber ist.
Für
Fans es Funsplatter ist „Blood Diner“ sicherlich ein absolutes
Muss und er kann sich durchaus mit Filmen wie „The Toxic Avenger“,
„Frankenhooker“ und ähnlichen Genrebeiträgen messen -
allerdings nur ungeschnitten.
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