|
In dem vom Unheil
heimgesuchten Haus in Chicago kommt es nicht zur Ruhe. Der neue
Horror beginnt, als Jake, einziger Überlebender der vorherigen
Geister-Attacke, in seiner Psychiatrie-Zelle auf seltsame Weise zu
Tode kommt.
In dem Mietshaus versucht der finanzschwache Hausmeister derweil
die leergewordene Wohnung zu vermieten. Wohlweislich um die
Geschehnisse in dem Apartment. Seine kleine Schwester Rose benötigt
eine teuere Therapie und diese will er ihr unbedingt ermöglichen.
Als sich die junge Japanerin Naoko für die Wohnung bewirbt,
scheint es schon zu spät zu sein. Denn der Fluch hat erneut
begonnen.
Doch Naoko ist nach Chicago gereist, um den Fluch zu bannen. Sie
weiß wie man die Geister vertreiben kann. Allerdings ist das
Ritual nicht sicher und für alle kommt ihre aufopferungsvolle
Hilfe eh zu spät... |
|
Das Geschehen in „Der Fluch
– The Grudge 3“ reiht sich nahtlos an die Geschichte des Vorgängerfilms
an und bietet dem Zuschauer genau das, was er sich erhofft. Ein
gut gemachtes Filmchen mit gruseliger Story. Potential gibt es
noch genug für diesen dritten Teil der Grusel-Reihe um die
gurgelnden Geister mit den langen schwarzen Haaren. Und nachdem es
eine Zeit gab, wo man diese bleichgeschminkten Erscheinungen,
aufgrund der Marktfülle nicht mehr sehen wollte freut man sich
nun wieder auf die asiatischen Geistererscheinungen. Denn nachdem
in das japanischen Sub-Genre etwas Ruhe eingekehrt ist, kann man
sich mal wieder über eine gurgelnde Gestallt auf seinem
Bildschirm erfreuen.
Klar muss einem sein, dass die Geschichte keine wirklichen
Neuerungen mit sich bringt. Grundsätzliche Innovationen gibt es
nicht. Aber aus dem Material, was die Macher zur Verfügung
hatten, haben sie ziemlich viel rausgeholt. Der Film kann die
Atmosphäre aufbauen, die Grusel-Fans schätzen. Der Schnitt ist
großartig und die eingefangenen Bilder einwandfrei. Regisseur
Toby Wilkins, der sich bereits 2008 einen Namen mit dem soliden
Splatter-Streifen „Splinter“ machte, zeigt erneut, dass er
sein Handwerk beherrscht.
Gleich zu Beginn geht es zur Sache. Der Betrachter erhält quasi
gar keine Chance drüber nachzudenken, ob er einen Aufguss
serviert, oder ob er ein völlig neues Geschehen zu Gesicht
bekommt. Nach dem spannenden Start wird es ruhiger, aber
nicht ohne an Anziehungskraft zu verlieren. Zwischendurch geht es
aber auch mal etwas dialoglastig zu, die Szenen kann man mit etwas
Geduld aber problemlos überstehen.
„The Grudge 3“ spielt überwiegend in einem mittelgroßen
Mietshaus, was der Geschichte keinesfalls schadet. Der begrenzte
Platz bietet zwar keinen großen Spielraum, die vorhandenen
Lokalitäten werden aber bestens ausgenutzt. Als klein und fein
kann man auch die blutigen Spezialeffekte bezeichnen. Viele gibt
es nicht. Diejenigen, die aber da sind, können sich durchaus
sehen lassen. Sowohl in ihrer Darstellung als auch ihrer Härte.
Zu den wenigen Splatter-Einlagen gibt es auch noch ein paar
unblutige Spezialeffekte, welche zum Spannungsaufbau dienen und
ihren Zweck nicht verfehlen.
Was ebenfalls besondere Spannungsmomente mit sich bringt, ist eine
der Rollen. Im Skript wurde zum Glück drauf geachtet, dass der
Zuschauer die Möglichkeit bekommt mit den Rollen mitzufiebern. Im
positiven wie auch negativen Sinn. Auffällig ist dabei die kleine
Rose. Ein nettes, knuffiges, krankes Mädchen, dem man im Film
nichts schlechtes wünscht. Darstellerisch bewegt man sich auf
einem soliden Niveau, ohne kräftige Ausschläge in die ein oder
andere Richtung. Wirklich bekannte Gesichter bekommt man nicht zu
sehen.
„The Grudge 3“ ist unterm Strich ein Film, der zwar nichts
wirklich Innovatives mitbringt, den man sich aber sorgenfrei
angucken kann, wenn man sich mal wieder gruseln will. An das
Original kommt dieser dritte Teil zwar nicht ran, er steht ihm
aber auch nicht viel nach. Mit einer gradlinigen Story,
Sympathieträgern, einer guten Inszenierung und gruseligen
Momenten sorgt er für eine solide Geister-Unterhaltung. |