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Kurz vorweg muss man sagen,
dass es sich bei diesem Streifen um eine Dokumentation handelt, ohne eine
wirkliche Story.
Die Dokumentation zeigt einen Tag aus dem Leben des Budapester Pathologen
Kerserü. Er geht morgens zur Arbeit, wo er im Leichenkeller einen
verstorbenen Mann Obduziert. Jede Kleinigkeit dieses Vorgangs wird penibel
mit der Kamera festgehalten und die Obduktion bis zu Ende durchgeführt (
Ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen ).
Des weiteren wird sein Verhältnis zum normalen Leben mit der Familie
gezeigt. Er sitzt nach der Arbeit mit seiner Familie lachend am Tisch und
streichelt mit der Hand, die kurz vorher noch den Toten auseinandergenommen
hat, seine kleine Tochter ... |
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Die erste Frage, die sich mir
stellte war warum so etwas auf Video rausgebracht werden muss. Sicherlich
ist der Film lehrreich im Umgang mit dem Tod aber ist es nützlich wenn man
zeigt wie ein frisch verstorbener menschlicher Körper auseinandergenommen
wird... Selbst die Tatsache das es in der gezeigten Budapester Klinik
üblich ist alle Leichen zu obduzieren lässt mich über den Sinn der
gezeigten Bilder zweifeln.
In dieser Dokumentation wird ein Toter als leere Hülle dargestellt, die
zeigen soll wie der Pathologe seine Arbeit verrichtet und wie sich dies auf
seine Umwelt auswirkt. Der Tod wird hier also in zweierlei Hinsicht
betrachtet. Zum einen als Job und zum anderen wohl als Wahnvorstellung der
Betrachter. Der Gedanke das man hinterher mal selbst auf so einem
metallischen Tisch liegen könnte und etwas ähnliches mit einem
durchgeführt wird, hat bei mir ein wirklich komisches Gefühl
hervorgerufen.
Sicherlich ist der Tod stets gegenwärtig und ein Mitglied unserer
Gesellschaft und es gibt wohl viele, die sich intensive Gedanken über das
ultimative Ende machen. Auch ich habe mir schon die Frage gestellt ob der
Tod wirklich das Ende ist oder ob es etwas gibt, was danach kommt. Zu einem
eindeutigen Ergebnis bin ich logischerweise noch nicht gekommen. Der Film
animiert einen auf jeden Fall sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Allerdings muss man sich auch die Frage stellen ob das Gezeigte nicht etwas
hart ist. Ich denke das man nicht unbedingt die Entfernung eines Gehirns
oder ähnliches zeigen muss um Menschen zum nachdenken zu motivieren.
Für Jungmediziner kann dieser Film sicherlich empfehlenswert sein, da es ja
genau die Materie ist, mit der sie sich beschäftigen. Was er allerdings im
Videoverleih sucht kann ich beim besten Willen nicht erklären. Genauso
wenig kann ich erklären warum der Film komplett ohne Altersfreigabe ist.
Ich bin ja sicherlich kein Freund der Einschränkung, allerdings finde ich
das diese Dokumentation nicht von Kindern und Jugendlichen gesehen werden
sollte. Ein Warnhinweis der auf das Enthaltene hinweist wäre sicherlich
auch ratsam. Stattdessen wirb das Videocover mir Sprüchen wie : „Ein Film
ohne Tabus“ oder „Der grausigste Film des Jahres“
Meiner Meinung nach ist das alles nur Geldmacherei, die an die
Pseudodokumentationen von „Gesichter des Todes“ erinnert und im Sinne
der Vermarktung einfach nur geschmacklos ist. Die Grenze des Erträglichen
wird hier eindeutig überschritten!
Daher bin ich auch nicht gewillt eine Empfehlung auszusprechen. Ich stehe
zwar auf Horror aber realen brauche ich nicht! |