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Experiment |
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Story
Die junge Anna wird bewusstlos in Prag aus einem Auto geworfen. Als
sie wieder zu sich kommt hat sie keinen Schimmer wo, warum und wer
sie ist. Ohne Orientierung und feste Absicht irrt sie verwirrt durch
die Strassen der Stadt.
Zur gleichen
Zeit, im gleichen Land, erwacht der junge Morgan. Auch er ist ohne
Gedächtnis und ohne Orientierung. Zu seinem Glück wird er von
anderen Menschen umsorgt und kommt bald wieder zu Kräften. In
seiner Tasche findet der Erinnerungslose ein Foto von einer Frau.
Die ist ihm natürlich nicht bekannt, Morgan vermutet aber, sie aus
seiner Zeit mit Erinnerungen zu kennen. Er macht sich auf die Suche
und findet Anna schließlich.
Sie
kennen sich zwar nicht, wissen aber das sie zusammen gehören und
teilen ja auch das gleiche Schicksal. Die Beiden wollen ergründen,
warum sie die Vergangenheit verloren haben. Sie suchen nach Bruchstücken,
nach einfachen Kleinigkeiten, die ihnen Teile der Erinnerungen zurück
bringen können. Doch alles was sie finden sind Anzeichen für eine
unangenehme Wahrheit...
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Kritik
Wenn man im Falle von Regisseur Dan
Turner nur wenig Geld zur Verfügung hat um daraus einen Film zu
machen, ist es schon recht ungewöhnlich wenn man sich dann so ein
komplexes Thema zur Brust nimmt wie es in „Experiment“ der Fall
ist. Für sein Erstlingswerk hätte sich Turner sicherlich etwas
einfacheres aussuchen können, zum Beispiel einen Low-Budget
Horror-Film, wie es viele andere machen, doch der talentierte
Regisseur hatte offensichtlich zu viele gute Ideen im Kopf und genug
Mut diese auf die Leinwand zu bringen.
Das kann natürlich
in die Hose gehen, ist es aber glücklicherweise nicht.
„Experiment“ hat zwar mit einigen Schwächen zu kämpfen, kann
im Großen und Ganzen aber als ein gelungener Streifen der ungewöhnlichen
Art bezeichnet werden. Der Zuschauer hat lange Zeit keinen Schimmer,
worum es eigentlich geht. Genau wie die beiden erinnerungslosen
Protagonisten. Man kann zwar ahnen worum es gehen könnte, immerhin
heißt der Film „Experiment“, bis Licht ins Dunkel kommt dauert
es aber eine ganze Weile. Bis dahin darf man sich dann ein Bild von
den schauspielerischen Fähigkeiten der Darsteller Georgina
French als Anna und John Hopkins als Morgan machen. Sie spielen sich
unweigerlich in den Vordergrund, ohne allerdings durchgehen zu glänzen.
Aufgrund der Schwierigkeit ihrer Rollen ist das aber auch nicht
verwunderlich. Immerhin sind beide auch nicht gerade waschechte
Profis. Aber das Gezeigte ist wenigstens glaubwürdig, was ja auch
nicht unbedingt unwichtig ist.
Die Umsetzung des Drehbuches darf durchaus
als gelungen bezeichnet werden. Die Inszenierung ist intelligent,
hat aber auch einige Schwächen aufzuweisen, die sich in Form von
Langeweile äußern. Ob der Film jetzt unbedingt 95 Minuten dauern
muss, darf angezweifelt werden, da die Kamera doch an einigen
Stellen viel zu lange verweilt, auch wenn nichts dramatisches oder
interessantes passiert. Aber ansonsten wurde technisch sauber
gearbeitet. Es ist schon erstaunlich, was momentan an guten
Erstlingswerken aus dem großbritannischen Inselreich kommt.
Wahrscheinlich haben Forderer und Förderer begriffen, dass man in
Europa schnell zum Filmland Nummer 1 werden kann und haben
dementsprechend ihre Bemühungen intensiviert. Dem Filmfan kann das
natürlich nur recht sein.
Recht
sein kann es dem Betrachter auch, dass die Atmosphäre und die
Spannung auf einem guten Niveau sind. Bis auf die bereits
angesprochenen Szenen ist der Film durchgehend spannend inszeniert.
Aufgrund des Spannungsbogens und der Ungewissheit des Betrachters
ist der Film sehr intensiv und zwingt einen dazu, bis zum Ende
durchzuhalten. Die Auflösung des Ganzen ist dann auch sehr
ansehnlich und macht den Film zu seinem kleinen Geheimtipp, der auch
Freunden des Mainstream-Kinos gefallen dürfte. Man muss natürlich
schon bedenken, dass das digital gefilmte Material nicht etwas für
das verwöhnte Hollywood-Auge ist und das Kulissen und Darsteller
halt diesen gewissen, kostengünstigen Charme eines B-Movies haben.
Alles in allem weiß „Experiment“ aber zu gefallen.
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DVD
Die DVD ist relativ gut verarbeitet
worden. Das DVD.Menü ist schlicht gehalten, verfügt aber über
eine sehr gute Hintergrundmusik. Die Extras sind leider nicht sehr
vielfältig und bieten leider keine Informationen über die Hintergründe.
Es gibt lediglich den deutschen und den originalen Trailer, dazu
eine tonlose Bildergalerie und zu guter letzt eine Trailer-Show.
Bild-
und Tonqualität sind dem geringen Etat des Films entsprechend,
brauchen aber auch nicht vollends zu überzeugen. |
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| Alle Bilder
sind Eigentum des jeweiligen Studios |
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