Shogun’s Ninja

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Informationen

OT:Ninja bugeicho momochi sandayu

ca.118 Minuten

Japan 1980

Regie

  • Norifumi Suzuki
Darsteller

  • Hiroyuki Sanada
  • Sonny Chiba
  • Etsuko Shihomi
  • Yuki Ninagawa
  • u.a.

Shogun

Story

Japan im 16. Jahrhundert: Der machtgierige Fürst Hideyoshi ist hinter dem versteckten Goldschatz des Momochi- Clans her. Da der Weg zum Schatz auf den Klingen zweier Schwerter eingraviert ist, beauftragt Hideyoshi den grausamen Samurai Shogen, den Clan der Momochi zu vernichten und die Schwerter zu stehlen.

Der junge Takamura kann dem Blutbad entkommen und eines der beiden Schwerter in Sicherheit bringen. Zusammen mit seinem Onkel flieht er nach China. Dort lernt er die Kampfkunst.

20 Jahre später kehrt Takamura in seine Heimat zurück. Bereit zur Rache versammelt er die Ninja- Clans um sich. Ein Ninja- Meister lehrt ihm die Kunst des Tötens und überreicht ihm das zweite Schwert zum Schatz. Bald ist der Tag der Abrechnung mit Shogen gekommen. Aber da ist auch noch Hanzo, ein mächtiger Ninja, der auch nach dem Goldschatz trachtet…

Kritik

Ninja? Shogun? – Ja was denn nun? Die Antwort muss lauten: Beides!

"Shogun‘ s Ninja" ist weder ein typischer Ninja-Film, wie man ihn aus der Schmiede Joseph Lau’s und Tomas Tang’s kennt, noch ein klassischer Samurai-Schwertkampf-Film. Vielmehr ist er eine Mischung aus beidem. Ein qualitativ hochwertiger Mix aus traditionellem Chambara – Schwertkampf-Film und moderner westlich orientierter Action.

Ninja-Filme gab es in den 80er Jahren wirklich zuhauf. Und wohl kaum ein anderes Film-Genre jenseits des Horrorfilms war so mit Vorurteilen belastet, wie eben die Sparte um die "menschlichen Waffen". Allein das Wort "Ninja" im Titel eines Films war seinerzeit wohl schon Anlass genug, einen Film als jugendgefährdend einzustufen. Doch in den meisten Fällen diente der edle Gedanke des Jugendschutz wohl eher als Schutz vor filmischen Blödsinn. Die meisten dieser Filme erweisen sich schließlich eher als Trash-Raketen vor dem Herrn, als dass sie unbescholtene Kiddies zum Amoklauf bewegen.

Wären ALLE Ninja- Filme wirklich so ernsthaft umgesetzt wie "Shogun’s Ninja" so könnte man diese Vorurteile diesem Genre gegenüber schon eher verstehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern des asiatischen Schwertkampf-Films, werden hier die Auswirkungen scharfer Klingen und sonstiger unangenehmer Utensilien mehr als deutlich gezeigt. Da rollen Köpfe, fliegen Arme, Menschen werden von Pfeilen oder Gewehrkugeln durchlöchert. Im Prinzip bietet Shogun Ninja also das, was man sich aufgrund der ganzen Gerüchte und Vorurteile von einem RICHTIGEN Ninja-Film verspricht.

Sonny Chiba spielt den finsteren Samurai Shogen. Leider hat er nur eine ziemlich kleine Rolle und daher auch nur wenig Gelegenheit, sein Können zu präsentieren. Das ist wirklich schade, schließlich handelt es sich bei Sonny Chiba gewissermaßen um DEN japanischen Martial Arts Star schlechthin!! Mit seinen finsteren Blicken und den vereinzelten Kostproben seiner Kampfkunst überzeugt er aber auch hier.

Viel mehr zu sehen gibt es da schon von Hiroyuki "Henry" Sanada in der Rolle des Takamura. Er kann wirklich zeigen, warum er zu Recht neben Sonny Chiba als einer der ganz großen Schauspieler des japanischen Kinos gilt. Der Star unzähliger Ninja- und Samurai-Filme spielt den Rächer. Nicht knallhart, sondern mit Gefühl. Dann ist da noch Etsuko "Sue" Shiomi. Eine der berühmtesten Ladies des japanischen Action- Kinos gibt sich die Ehre und haut ordentlich auf den Putz. Eine wahre Augenweide. Gleiches gilt übrigens auch für ihre Kollegin Yuki Ninagawa.

Ganz edel, wie es sich für einen richtigen Chambara – Film gehört, treten die Schurken der Reihe nach gegen den Helden an. Schön geduldig, das Schwert in der Hand, warten sie darauf, als nächster vermöbelt zu werden. Das gleiche Prinzip, wie es die ganzen James Bond – Schurken ewig und 007 Tage lang (erfolglos) praktizieren: Bloß nicht unfair werden, im Kampf um die Weltherrschaft…

Sehr innovativ geht es zur Sache: Spider-Ninja, die gepflegt die Bäume hinaufkraxeln und meilenweit hüpfen können. Tückische Nagelfallen gegen Birkenstock-Sandalen und Ninja- Aldiletten. Als Folterinstrument dient ein Kochtopf. Und und und… Man sieht, Regisseur Norifumi Suzuki, von der BPJM für seinen "Exzesse im Folterkeller" zwar als Lump dargestellt, hat sich nicht lumpen lassen…

Folterkeller ist da schon eher bei der absolut unpassenden 70er Jahre Musik angesagt. Wie einem Blaxploitation-Italo-Sleaze-Crime-Horror-Schmuddler entliehen, "untermalt" sie vereinzelte Kampfszenen. Man kann nur hoffen, dass es sich dabei um einen schlechten Scherz eines tauben Tontechnikers gehandelt hat. Zum Glück werden die wirklich sehr stilvollen melancholischen Szenen des Films durch diese musikalischen Auswürfe nicht verdorben. Wirklich ganz starke gefühlvolle Bilder bietet Shogun’s Ninja beispielsweise beim traditionellen Selbstmord von Takamaru’s Mutter. Wow! DAS ist wirklich großes Gefühls-Kino!!

Insgesamt gesehen, ist "Shogun‘ s Ninja" wirklich ein Highlight des Ninja- Schwertkampf- Films.Trotz einer Laufzeit von knapp zwei Stunden kommt keine Langeweile auf!!

Fazit: Perfekter, harter Mix aus klassischem Schwertkampf- und Ninja- Film!! Sonny Chiba, Henry Sanada – Das sagt eigentlich schon alles… Auch Eastern- Hasser sollten mal einen Blick riskieren!! 😉

Bewertung

Splatter 4.gif
Spannung 4.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 3_5.gif
Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

  • Silberfaust der Shaolin

Ninja Revenge

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Informationen

OT:Ninja Vengeance

ca.90 Minuten

USA 1988

Regie

  • Karl Armstrong
Darsteller

  • Craig Boyett
  • David Lord
  • u.a.

Ninja Revenge

Story

Auf dem Weg zu einem Ninjitsu-Wettkampf macht Chris Rast in einem kleinen Südstaaten-Städtchen. Hier regiert der rassistische Ku-Klux-Klan. Kaum angekommen, beobachtet Chris, wie ein Schwarzer von den Rassisten ermordet wird. Als er den Mord beim Sheriff meldet, wird er selbst eingesperrt, da der Gesetzeshüter ebenfalls Klan-Mitglied ist. Doch die Freundin des Ermordeten befreit Chris, um sich gemeinsam mit ihm auf die Suche nach den Mördern zu machen. Bald eskaliert die Gewalt. Chris bleibt nur eine Chance: Er muss sich dem Kampf stellen…

Kritik

Was sich heutzutage alles „Ninja“ nennen darf. Unglaublich…

Ein blonder Milchbubi der Marke John-Boy-Walton-meets-Luke-Skywalker cruist auf seinem Moped durch den sonnigen Süden Amerikas, trinkt sich in einer Snack-Bar gepflegt seinen (wahrscheinlich entkoffeinierten) Kaffee und wird dabei Zeuge, wie ein paar dümmliche Rednecks, samt Sheriff, einen intellektuellen Schwarzen schikanieren. Selbstverständlich greift Blondie NICHT ein, hilft lieber der Sheriffs-Freundin bei der Autopflege. Er geht nämlich jedem Streit aus dem Weg. Nicht, weil er Pazifist, Pfadfinder oder Messdiener ist. Nein: Er weiß, dass er den anderen überlegen ist. Ein Schlag genügt, und jeder weitere Treffer wird zur Leichenschändung. Denn Blondie ist ein NINJA!!!

Zumindest will das Drehbuch dies dem Zuschauer nicht nur weiß machen, sondern geradezu eintrichtern: Da fliegt beim Einchecken im Motel direkt als erstes das Taschenbuch-für-kleine-Ninjas auf das Bett. Kamerazoom: NINJA!! Wir wissen Bescheid. Doch damit nicht genug. Blondie liefert einen regelrechten Ninja-Striptease: Ying-und-Yang-Kette aus dem Kaugummiautomaten, Wurfsterne aus goldener Ess-Pappe, alles fliegt auf’s Bett. „Seht her! Ich bin’s, der Ninja von nebenan!“ Im Vergleich zu derart aufgesetztem Ninjakult erscheinen die schmucken „Ninja“-Stirnbänder in den Godfrey Ho-Krachern wie dezenter traditioneller Trachtenlook..

Allerdings hat es sich bei „Ninja Revenge“ dann schon mit der ganzen Ninja-Herrlichkeit. Schwerter? Wurfsterne? Krallenhände? – Fehlanzeige! Vielleicht ein bisschen Handkantenakrobatik? – Zuviel verlangt! Stattdessen bloß ein paar Rückblenden: Training mit dem Meister. Ein bisschen Rumgehüpfe im Sand. Karate-Kid lässt grüßen. Oder doch eher die Teenage-Mutant-Ninja-Turtles??

Warum also der Titel „Ninja Revenge“?? Eine Frage, die vielleicht nicht einmal die Verantwortlichen des Films beantworten können, sofern sich denn überhaupt jemand im nüchternen Zustand zu diesem Film bekennen sollte.

Der Hauptdarsteller ist wirklich nicht zu beneiden. Wahrscheinlich hat er sich beim Casting verlaufen, wollte eigentlich im Remake von „Saturday Night Fever“ tanzen. Dumm gelaufen. Nun muss er hier den harten Hund mimen. Dass er allein schon optisch nicht wirklich zum heldenhaften Hecht oder gar Publikumsmagnet taugt, hat dann der deutsche Video-Verleih auch bemerkt. Ein bisschen Mogeln und schon ziert der eigentliche Fiesling des Films das Video-Cover. Dieser hat zwar ein paar Muckis mehr am Balg, talentierter wirkt er dadurch aber auch nicht. Seine Rolle macht es ihm aber auch nicht wirklich einfach. Ein Nachwuchs-Sheriff, der gerade der Pubertät entsprungen zu sein scheint, dazu noch Chef vom Ku-Klux-Klan! Au weia. Diesen Part hätte besser der Polizeichef übernommen. Einem alten Sack mit Zwei-Meter-Zigarre auf dem Zahn und grauem Pornobalken im Gesicht würde man diese Rolle eher abnehmen, als einem Baywatch-Boy mit FoKuHiLa.

Man sieht: Wenn hier schon die Ninjas zu kurz kommen, werden wenigstens Klischees bedient werden. Die Mutter des ermordeten Schwarzen ist dann auch so eine typische Film-Südstaaten-Madka: Klein, dick, mit verwaschenem Kittel, rauchiger Stimme und großem Herz. Ein Blick in die Augen des tatverdächtigen Helden und die Dame weiß: „Nein, Du bist nicht der Mörder meines Sohnes!“

Schwarz-Weiß-Denken (im wahrsten Sinne des Wortes) prägt die Handlung. Die Bösen sind doof, dreckig und als Ku-Klux-Klan-Mitglieder mit ihren bescheuerten Kapuzen auch eindeutig als Finsterlinge zu erkennen. Die Guten sind die unterdrückten Schwarzen. Um sie zu retten, bedarf freilich erst der Hilfe eines milchgesichtigen weißen Möchtegern- Ninjas. Sehr fragwürdig das Ganze. Und leider wohl typisch für den (white) american dream…

Während viele ähnlich stumpfe Schnellschüsse wenigstens mit einigen (trashigen) Kampfszenen oder anderem Klamauk aufwarten können und dadurch einen gewissen Unterhaltungswert besitzen, ist „Ninja Revenge“ schlichtweg nur dämlich.

Von Ninjas ist in diesem Film zudem keine Spur. Gleiches gilt für schauspielerisches Talent. Daher verwundert es auch wenig, dass dieses Machwerk für die Haupt-„Darsteller“ Craig Boyett und David Lord offensichtlich der gescheiterte Versuch blieb, in der Filmwelt Fuß zu fassen. Es scheint eben doch noch so etwas wie Gerechtigkeit zu geben…

Fazit: Etikettenschwindel par excellence, dazu talentfreie Darsteller und ein dummdreistes Drehbuch. Ein Tiefschlag.

Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 2.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 1.gif
Gesamt 1.gif

Ähnlicher Film:

Kunoichi – Lady Ninja

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Informationen

og_title OT: Kunoichi ninpô chô Yagyû gaiden: Edobana jigoku-hen
origin_date
  • Japan
  • 1998
duration ca. 74 Minuten
Regie Hitoshi Ozawa
Darsteller Yûko Moriyama Hitoshi Ozawa Momoka Saeki Kaoru Okawa
Bildformat
  • 1
  • 85:1
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Japanisch Dolby Digital 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel Deutsch
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
Kunoichi - Lady Ninja

Story

Auf Befehl des dunklen Fürsten Akinari überfallen sieben dämonische Krieger ein Nonnenkloster, töten die Bewohner und Brennen das heilige Haus nieder. Nur sieben Töchter des Clans überleben das Massaker. Sieben weibliche Ninjas, Meisterinnen des Schwertkampfs, ausgestattet mit tödlichen Tricks. Gemeinsam mit dem Samurai Jubei machen sie sich auf, dem Shogun und seinen Dämonen das Handwerk zu legen…

06_2007_Kunoichi_1_1.jpg06_2007_Kunoichi_1_2.jpg

Kritik

Frauen an den Herd das Schwert!

Bis Ende der 80er Jahre, konnte man(n) meinen, Ninja-Filme seien ausschließlich Männer-Filme. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. den genialen Trash-Perlen "Geheimkommando D.E.A.T.H." oder "Das Frauenlager der Ninja") war es seinerzeit den Richard Harrisons, Sho Kosugis, Stuart Steens oder Paulo Tochas der Filmwelt überlassen, das Plastikschwert zu schwingen, Rauchbomben zu werfen und mit Stirnband und Schlafanzug durch den Wald zu hüpfen. Dann schlug Anfang der 90er Jahre endlich die Stunde der Kunoichi, der weiblichen Ninjas. Der Regisseur Masara Tsushima setzte gleich in einer ganzen Reihe von Ninja-Filmen Frauen als tapfere Kriegerinnen in Szene.Kunoichi – Lady Ninja ist nun Hitoshi Ozawas Beitrag zum fernöstlichen Furien-Fest. Rasant inszeniert, legt der Film weniger wert auf eine solide Story oder leicht nachvollziehbare Handlung. Hier regieren Action, schnelle Schnitte, abgedrehte Charaktere und Rockmusik. Die Heldinnen verfügen über Zauberkräfte, die den Tricks der Schurken in nichts nachstehen. Irgendwie kommt Kunoichi – Lady Ninja schon fast wie eine Art Real-Anime rüber. Die Story um die Ninja-Bräute, die sich gemeinsam mit ihrem Lehrmeister Jubei Yagyu auf den Kriegspfad gegen dämonische Schurken ist nicht gerade weltbewegend innovativ und dient eigentlich nur als Aufhänger für Schwertkämpfe, Wire-Fu-Einlagen und allerlei obskure Actionszenen.

Wenn ein Film allerdings versucht, in erster Linie von Action und Bildgewalt zu leben, dann sollte den Verantwortlichen für entsprechende Szenen auch das nötige Budget und Knowhow zur Verfügung stehen. Dies scheint offensichtlich beim Dreh von Kunoichi nicht der Fall gewesen zu sein. Die Spezial-Effekte der Actionsequenzen bewegen sich auf billigstem TV-Niveau und werden nur noch von den wirklich grausigen CGI-Animationen in negativer Hinsicht getoppt. Für eine Film-Produktion aus der Zeit der Jahrtausendwende ein ziemliches Armutszeugnis. Da lobt man sich doch eher die klassische Handarbeit alter Eastern oder Ninja-Filme aus den 70er oder 80er Jahren, die entweder perfekt (z.B. bei Regisseuren wie King Hu oder Chang Cheh) oder zumindest unterhaltsam dilettantisch (à la Godfrey Ho) war. Apropos klassisch: Die Figur des einäugigen Samurai Jubei Yagyu dürfte Eastern-Fans bekannt sein. Bereits Jahre zuvor trat Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba u.a. in Fukasaku Kinjii’s "Samurai Reincarnation" (Makai tenshô) als energischer Krieger mit Augenklappe und Schwert gegen allerlei Dämonen und Schurken an. In Kunoichi – Lady Ninja übernimmt Regisseur Hitoshi Ozawa persönlich den Part des großen Samurai. Seine Darstellung wird jedoch durch den Auftritt der Ninja-Ladies in den Schatten gestellt, allen voran Yuko Moriyama. Die zierliche Action-Lady, die unter anderem zuvor in der "Zeiram"-Serie (1991-1993) ihre Frau stand macht als Anführerin der Kunoichi mit Minirock und rotem Haarband eine aufregende Figur. Schade, dass ihre Auftritte als Schwertkämpferin in dem Film ein bisschen zu kurz kommen. Sie ist leider keine zweite "Azumi".Ein zweiter "Azumi" ist dann auch der ganze Film nicht. Ihm fehlt trotz Blutfontänen, Action und schneller Schnitte einfach die Coolness und Bildgewalt von Ryûhei Kitamura’s Meisterwerk aus dem Jahre 2003. Ein weiteres Manko stellt zudem die teilweise wirklich ätzende Synchronisation dar. Die Schurken quietschen, kreischen und zischen, dass man sich Sorgen um sein Gehör machen muss. Bevor der Tinnitus einsetzen kann ist der Film nach 74 Minuten Spielzeit allerdings vorbei.Fazit: Ein Film wie ein Comic. Poppiges Action-Kino ohne Tiefgang. Sieben Ninja-Frauen unterhalten ganz gut, sind aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

06_2007_Kunoichi_1_3.jpg

DVD

So minimal wie die Handlung und die Länge des Films, ist leider auch der Umfang der DVD-Extras. Die Silberscheibe bietet nichts außer den Standard-Funktionen, wie Menü und Kapitelauswahl. Immerhin gibt es den japanischen Originalton. Deutsche Untertitel sind optional einblendbar.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Extras 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif

Kunoichi – Lady Ninja

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Informationen

og_title OT: Kunoichi ninpô chô Yagyû gaiden: Edobana jigoku-hen
origin_date
  • Japan
  • 1998
duration ca. 74 Minuten
Regie Hitoshi Ozawa
Darsteller Yûko Moriyama Hitoshi Ozawa Momoka Saeki Kaoru Okawa
Bildformat
  • 1
  • 85:1
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Japanisch Dolby Digital 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel Deutsch
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
Kunoichi - Lady Ninja

Story

Auf Befehl des dunklen Fürsten Akinari überfallen sieben dämonische Krieger ein Nonnenkloster, töten die Bewohner und Brennen das heilige Haus nieder. Nur sieben Töchter des Clans überleben das Massaker. Sieben weibliche Ninjas, Meisterinnen des Schwertkampfs, ausgestattet mit tödlichen Tricks. Gemeinsam mit dem Samurai Jubei machen sie sich auf, dem Shogun und seinen Dämonen das Handwerk zu legen…

06_2007_Kunoichi_1_1.jpg06_2007_Kunoichi_1_2.jpg

Kritik

Frauen an den Herd das Schwert!

Bis Ende der 80er Jahre, konnte man(n) meinen, Ninja-Filme seien ausschließlich Männer-Filme. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. den genialen Trash-Perlen "Geheimkommando D.E.A.T.H." oder "Das Frauenlager der Ninja") war es seinerzeit den Richard Harrisons, Sho Kosugis, Stuart Steens oder Paulo Tochas der Filmwelt überlassen, das Plastikschwert zu schwingen, Rauchbomben zu werfen und mit Stirnband und Schlafanzug durch den Wald zu hüpfen. Dann schlug Anfang der 90er Jahre endlich die Stunde der Kunoichi, der weiblichen Ninjas. Der Regisseur Masara Tsushima setzte gleich in einer ganzen Reihe von Ninja-Filmen Frauen als tapfere Kriegerinnen in Szene.Kunoichi – Lady Ninja ist nun Hitoshi Ozawas Beitrag zum fernöstlichen Furien-Fest. Rasant inszeniert, legt der Film weniger wert auf eine solide Story oder leicht nachvollziehbare Handlung. Hier regieren Action, schnelle Schnitte, abgedrehte Charaktere und Rockmusik. Die Heldinnen verfügen über Zauberkräfte, die den Tricks der Schurken in nichts nachstehen. Irgendwie kommt Kunoichi – Lady Ninja schon fast wie eine Art Real-Anime rüber. Die Story um die Ninja-Bräute, die sich gemeinsam mit ihrem Lehrmeister Jubei Yagyu auf den Kriegspfad gegen dämonische Schurken ist nicht gerade weltbewegend innovativ und dient eigentlich nur als Aufhänger für Schwertkämpfe, Wire-Fu-Einlagen und allerlei obskure Actionszenen.

Wenn ein Film allerdings versucht, in erster Linie von Action und Bildgewalt zu leben, dann sollte den Verantwortlichen für entsprechende Szenen auch das nötige Budget und Knowhow zur Verfügung stehen. Dies scheint offensichtlich beim Dreh von Kunoichi nicht der Fall gewesen zu sein. Die Spezial-Effekte der Actionsequenzen bewegen sich auf billigstem TV-Niveau und werden nur noch von den wirklich grausigen CGI-Animationen in negativer Hinsicht getoppt. Für eine Film-Produktion aus der Zeit der Jahrtausendwende ein ziemliches Armutszeugnis. Da lobt man sich doch eher die klassische Handarbeit alter Eastern oder Ninja-Filme aus den 70er oder 80er Jahren, die entweder perfekt (z.B. bei Regisseuren wie King Hu oder Chang Cheh) oder zumindest unterhaltsam dilettantisch (à la Godfrey Ho) war. Apropos klassisch: Die Figur des einäugigen Samurai Jubei Yagyu dürfte Eastern-Fans bekannt sein. Bereits Jahre zuvor trat Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba u.a. in Fukasaku Kinjii’s "Samurai Reincarnation" (Makai tenshô) als energischer Krieger mit Augenklappe und Schwert gegen allerlei Dämonen und Schurken an. In Kunoichi – Lady Ninja übernimmt Regisseur Hitoshi Ozawa persönlich den Part des großen Samurai. Seine Darstellung wird jedoch durch den Auftritt der Ninja-Ladies in den Schatten gestellt, allen voran Yuko Moriyama. Die zierliche Action-Lady, die unter anderem zuvor in der "Zeiram"-Serie (1991-1993) ihre Frau stand macht als Anführerin der Kunoichi mit Minirock und rotem Haarband eine aufregende Figur. Schade, dass ihre Auftritte als Schwertkämpferin in dem Film ein bisschen zu kurz kommen. Sie ist leider keine zweite "Azumi".Ein zweiter "Azumi" ist dann auch der ganze Film nicht. Ihm fehlt trotz Blutfontänen, Action und schneller Schnitte einfach die Coolness und Bildgewalt von Ryûhei Kitamura’s Meisterwerk aus dem Jahre 2003. Ein weiteres Manko stellt zudem die teilweise wirklich ätzende Synchronisation dar. Die Schurken quietschen, kreischen und zischen, dass man sich Sorgen um sein Gehör machen muss. Bevor der Tinnitus einsetzen kann ist der Film nach 74 Minuten Spielzeit allerdings vorbei.Fazit: Ein Film wie ein Comic. Poppiges Action-Kino ohne Tiefgang. Sieben Ninja-Frauen unterhalten ganz gut, sind aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

06_2007_Kunoichi_1_3.jpg

DVD

So minimal wie die Handlung und die Länge des Films, ist leider auch der Umfang der DVD-Extras. Die Silberscheibe bietet nichts außer den Standard-Funktionen, wie Menü und Kapitelauswahl. Immerhin gibt es den japanischen Originalton. Deutsche Untertitel sind optional einblendbar.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Extras 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif

Kunoichi – Lady Ninja 2

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Informationen

og_title OT: Kunoichi ninpô chô Yagyû gaiden: Aizu yuki jigoku hen
origin_date
  • Japan
  • 1998
duration ca. 74 Minuten
Regie Hitoshi Ozawa
Darsteller Yûko Moriyama Hitoshi Ozawa Momoka Saeki Kazuki Takeda
Bildformat
  • 1
  • 85:1
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Japanisch Dolby Digital 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel Deutsch
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
Kunoichi - Lady Ninja 2

Story

Der Kampf der weiblichen Ninjas und ihrem männlichen Gefährten Jubei geht in die nächste Runde. Noch sind nicht alle Feinde besiegt, und das Böse rüstet selbst zur finalen Schlacht. Mit Intrigen und Fallen rücken die Schergen des Shogun den tapferen Kriegerinnen zu Leibe. Doch mit ihren Ninja-Kräften wissen sich die Kriegerinnen im Kampf für das Gute zu behaupten…

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Kritik

Kunoichi macht da weiter, wo Teil 1 endete. Nach einer kurzen Einführung in das bisher Geschehene, geht es auf ins Getümmel.Viel Neues gibt es von der Ninja-Front nicht zu berichten. Die Damen der Zunft geben auch hier wieder ein schönes Bild ab, wirbeln durch die Luft und bohren ihre Schwerter in die Gegner. Blutfontänen, Wire-Fu-Einlagen, Rockmusik inklusive. Die Schurken sind auch weiterhin ziemlich schräg drauf und verfügen über unterschiedliche Kampftechniken und Stärken. Glücklicher Weise ist die Synchronisation nicht mehr so ganz nervtötend wie in Teil eins. Wahrscheinlich hat im Eifer des Gefechts ein Tontechniker die Höhen ein wenig heruntergedreht und so die Stimmen auf Normal-Level gepolt. Das Gequietsche oder Gezische der Schurken hält sich wohltuend in Grenzen.Leider bewegen sich dafür die Special- Effects auch im Sequel auf sehr bescheidenem TV-Niveau. Als Ausgleich sind die Ninja-Ladies nun mit weiteren atemberaubenden Zauberkräften ausgerüstet. War es im ersten Teil noch der Brustwarzen-Blitz, mit dem die Kriegerinnen für Furore und Zerstörung sorgten, so wird hier noch tiefer in die Trickkiste geballter Frauenpower gegriffen. Diesmal können die Ladies nicht nur vom Tode auferstehen oder Laserschwerter aus dem Nichts herbeizaubern. Die Zauberkraft der Ninja-Ladies verlagert sich dabei sogar unter die Gürtellinie: Die Beine gespreizt saugen sie Energieblitze auf, um sie aus ihrem Mund wieder zurück zu speien. Das "Tal-Echo" aus der Ledengegend der Damen schallt den Schurken dann nicht nur um die Ohren, sondern zerfetzt sich gleich. Zugegeben, ein ziemlich interessanter und abgedrehter Einfall von Regisseur Ozawa (der auch hier wieder den Samurai Jubei Yagyu spielt). Man dürfte gespannt sein, welche Körperteile und -öffnungen im Falle eines dritten Teils für Zaubertricks herhalten müssen…Allerdings kranken auch im zweiten Teil die ganzen Actionszenen und Spezialeffekte an der mangelhaften, um nicht zu sagen billigen Umsetzung. Die CGI-Effekte wirken wie aus dem RTL-Vorprogramm von 1985 und bei den Wire-Fu-Szenen hat man die Schauspieler offensichtlich vor einer Bluescreen durch die Luft segeln lassen. Wirklich enervierend ist allerdings, dass die Ninjas ihre Tricks vor der Ausführung immer ankündigen. In bester "Go, Go, Gadgetto go!" -Inspektor Gadget-Manier heißt es da "Ninja-Technik: Tal Echo", "Ninja-Technik: Augen raus", "Ninja-Technik: Wirbelwind" und dergleichen. Da mag so mancher Zuschauer schnell die "Ninja-Technik: Vorspultaste" bemühen. Generell gilt für Kunoichi 2 dasselbe wie für seinen Vorgänger. Wie schon beim ersten Teil setzt Regisseur Ozawa den Schwerpunkt auf Action und Optik und versucht dadurch mangelnde Dramatik und eine leicht konfuse Story auszugleichen. Dies gelingt zwar nicht immer und macht den Film für Normalseher nicht gerade interessanter. Eastern- und Ninja-Fans, die einem flotten Film ohne Tiefgang nicht abgeneigt sind, sollten durchaus mal einen Blick riskieren.

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DVD

Duplizität der Ereignisse: Wie schon bei Teil 1 glänzen auch hier die DVD-Extras mit Abwesenheit. Soll heißen: Standardfunktionen wie Menü und Kapitelauswahl, sonst Nichts. Zu Gute halten muss man AFN, dass sie auch hier wieder den japanischen Originalton und deutsche Untertitel mitliefern.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Extras 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif

Ähnlicher Film:

Kunoichi – Lady Ninja

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Informationen

OT:Kunoichi ninpô chôYagyû gaiden: Edobana jigoku-hen

ca.74 Minuten

Japan 1998

Regie

  • Hitoshi Ozawa
Darsteller

  • Yûko Moriyama
  • Hitoshi Ozawa
  • Momoka Saeki
  • Kaoru Okawa
  • u.a.

Kunoichi - Lady Ninja

Story

Auf Befehl des dunklen Fürsten Akinari überfallen sieben dämonische Krieger ein Nonnenkloster überfallen, töten die Bewohner und Brennen das heilige Haus nieder. Nur sieben Töchter des Clans überleben das Massaker. Sieben weibliche Ninjas, Meisterinnen des Schwertkampfs, ausgestattet mit tödlichen Tricks. Gemeinsam mit dem Samurai Jubei machen sie sich auf, dem Shogun und seinen Dämonen das Handwerk zu legen…

Kritik

Frauen an den Herd das Schwert!

Bis Ende der 80er Jahre, konnte man(n) meinen, Ninja-Filme seien ausschließlich Männer-Filme. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. den genialen Trash-Perlen "Geheimkommando D.E.A.T.H." oder "Das Frauenlager der Ninja") war es seinerzeit den Richard Harrisons, Sho Kosugis, Stuart Steens oder Paulo Tochas der Filmwelt überlassen, das Plastikschwert zu schwingen, Rauchbomben zu werfen und mit Stirnband und Schlafanzug durch den Wald zu hüpfen.

Dann schlug Anfang der 90er Jahre endlich die Stunde der Kunoichi, der weiblichen Ninjas. Der Regisseur MasaraTsushima setzte gleich in einer ganzen Reihe von Ninja-Filmen Frauen als tapfere Kriegerinnen in Szene.

Kunoichi – Lady Ninja ist nun Hitoshi Ozawas Beitrag zum fernöstlichen Furien-Fest.

Rasant inszeniert, legt der Film weniger wert auf eine solide Story oder leicht nachvollziehbare Handlung. Hier regieren Action, schnelle Schnitte, abgedrehte Charaktere und Rockmusik. Die Heldinnen verfügen über Zauberkräfte, die den Tricks der Schurken in nichts nachstehen. Irgendwie kommt Kunoichi – Lady Ninja schon fast wie eine Art Real-Anime rüber.

Die Story um die Ninja-Bräute, die sich gemeinsam mit ihrem Lehrmeister Jubei Yagyu auf den Kriegspfad gegen dämonische Schurken ist nicht gerade weltbewegend innovativ und dient eigentlich nur als Aufhänger für Schwertkämpfe, Wire-Fu-Einlagen und allerlei obskure Actionszenen.

Wenn ein Film allerdings versucht, in erster Linie von Action und Bildgewalt zu leben, dann sollte den Verantwortlichen für entsprechende Szenen auch das nötige Budget und Knowhow zur Verfügung stehen. Dies scheint offensichtlich beim Dreh von Kunoichi nicht der Fall gewesen zu sein. Die Spezial-Effekte der Actionsequenzen bewegen sich auf billigstem TV-Niveau und werden nur noch von den wirklich grausigen CGI-Animationen in negativer Hinsicht getoppt. Für eine Film-Produktion aus der Zeit der Jahrtausendwende ein ziemliches Armutszeugnis. Da lobt man sich doch eher die klassische Handarbeit alter Eastern oder Ninja-Filme aus den 70er oder 80er Jahren, die entweder perfekt (z.B. bei Regisseuren wie King Hu oder Chang Cheh) oder zumindest unterhaltsam dilettantisch (à la Godfrey Ho) war.

Apropos klassisch: Die Figur des einäugigen Samurai Jubei Yagyu dürfte Eastern-Fans bekannt sein. Bereits Jahre zuvor trat Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba u.a. in Fukasaku Kinjii’s "Samurai Reincarnation" (Makai tenshô) als energischer Krieger mit Augenklappe und Schwert gegen allerlei Dämonen und Schurken an. In Kunoichi – Lady Ninja übernimmt Regisseur Hitoshi Ozawa persönlich den Part des großen Samurai. Seine Darstellung wird jedoch durch den Auftritt der Ninja-Ladies in den Schatten gestellt, allen voran Yuko Moriyama. Die zierliche Action-Lady, die unter anderem zuvor in der "Zeiram"-Serie (1991-1993) ihre Frau stand macht als Anführerin der Kunoichi mit Minirock und rotem Haarband eine aufregende Figur.

Schade, dass ihre Auftritte als Schwertkämpferin in dem Film ein bisschen zu kurz kommen. Sie ist leider keine zweite "Azumi".

Ein zweiter "Azumi" ist dann auch der ganze Film nicht. Ihm fehlt trotz Blutfontänen, Action und schneller Schnitte einfach die Coolness und Bildgewalt von Ryûhei Kitamura’s Meisterwerk aus dem Jahre 2003.

Ein weiteres Manko stellt zudem die teilweise wirklich ätzende Synchronisation dar. Die Schurken quietschen, kreischen und zischen, dass man sich Sorgen um sein Gehör machen muss.

Bevor der Tinnitus einsetzen kann ist der Film nach 74 Minuten Spielzeit allerdings vorbei.

Fazit: Ein Film wie ein Comic. Poppiges Action-Kino ohne Tiefgang. Sieben Ninja-Frauen unterhalten ganz gut, sind aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 2.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

  • Kunoichi 2

Kunoichi – Lady Ninja

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Informationen

og_title OT: Kunoichi ninpô chô Yagyû gaiden: Edobana jigoku-hen
origin_date
  • Japan
  • 1998
duration ca. 74 Minuten
Regie Hitoshi Ozawa
Darsteller Yûko Moriyama Hitoshi Ozawa Momoka Saeki Kaoru Okawa
Bildformat
  • 1
  • 85:1
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Japanisch Dolby Digital 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel Deutsch
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
Kunoichi - Lady Ninja

Story

Auf Befehl des dunklen Fürsten Akinari überfallen sieben dämonische Krieger ein Nonnenkloster, töten die Bewohner und Brennen das heilige Haus nieder. Nur sieben Töchter des Clans überleben das Massaker. Sieben weibliche Ninjas, Meisterinnen des Schwertkampfs, ausgestattet mit tödlichen Tricks. Gemeinsam mit dem Samurai Jubei machen sie sich auf, dem Shogun und seinen Dämonen das Handwerk zu legen…

06_2007_Kunoichi_1_1.jpg06_2007_Kunoichi_1_2.jpg

Kritik

Frauen an den Herd das Schwert!

Bis Ende der 80er Jahre, konnte man(n) meinen, Ninja-Filme seien ausschließlich Männer-Filme. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. den genialen Trash-Perlen "Geheimkommando D.E.A.T.H." oder "Das Frauenlager der Ninja") war es seinerzeit den Richard Harrisons, Sho Kosugis, Stuart Steens oder Paulo Tochas der Filmwelt überlassen, das Plastikschwert zu schwingen, Rauchbomben zu werfen und mit Stirnband und Schlafanzug durch den Wald zu hüpfen. Dann schlug Anfang der 90er Jahre endlich die Stunde der Kunoichi, der weiblichen Ninjas. Der Regisseur Masara Tsushima setzte gleich in einer ganzen Reihe von Ninja-Filmen Frauen als tapfere Kriegerinnen in Szene.Kunoichi – Lady Ninja ist nun Hitoshi Ozawas Beitrag zum fernöstlichen Furien-Fest. Rasant inszeniert, legt der Film weniger wert auf eine solide Story oder leicht nachvollziehbare Handlung. Hier regieren Action, schnelle Schnitte, abgedrehte Charaktere und Rockmusik. Die Heldinnen verfügen über Zauberkräfte, die den Tricks der Schurken in nichts nachstehen. Irgendwie kommt Kunoichi – Lady Ninja schon fast wie eine Art Real-Anime rüber. Die Story um die Ninja-Bräute, die sich gemeinsam mit ihrem Lehrmeister Jubei Yagyu auf den Kriegspfad gegen dämonische Schurken ist nicht gerade weltbewegend innovativ und dient eigentlich nur als Aufhänger für Schwertkämpfe, Wire-Fu-Einlagen und allerlei obskure Actionszenen.

Wenn ein Film allerdings versucht, in erster Linie von Action und Bildgewalt zu leben, dann sollte den Verantwortlichen für entsprechende Szenen auch das nötige Budget und Knowhow zur Verfügung stehen. Dies scheint offensichtlich beim Dreh von Kunoichi nicht der Fall gewesen zu sein. Die Spezial-Effekte der Actionsequenzen bewegen sich auf billigstem TV-Niveau und werden nur noch von den wirklich grausigen CGI-Animationen in negativer Hinsicht getoppt. Für eine Film-Produktion aus der Zeit der Jahrtausendwende ein ziemliches Armutszeugnis. Da lobt man sich doch eher die klassische Handarbeit alter Eastern oder Ninja-Filme aus den 70er oder 80er Jahren, die entweder perfekt (z.B. bei Regisseuren wie King Hu oder Chang Cheh) oder zumindest unterhaltsam dilettantisch (à la Godfrey Ho) war. Apropos klassisch: Die Figur des einäugigen Samurai Jubei Yagyu dürfte Eastern-Fans bekannt sein. Bereits Jahre zuvor trat Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba u.a. in Fukasaku Kinjii’s "Samurai Reincarnation" (Makai tenshô) als energischer Krieger mit Augenklappe und Schwert gegen allerlei Dämonen und Schurken an. In Kunoichi – Lady Ninja übernimmt Regisseur Hitoshi Ozawa persönlich den Part des großen Samurai. Seine Darstellung wird jedoch durch den Auftritt der Ninja-Ladies in den Schatten gestellt, allen voran Yuko Moriyama. Die zierliche Action-Lady, die unter anderem zuvor in der "Zeiram"-Serie (1991-1993) ihre Frau stand macht als Anführerin der Kunoichi mit Minirock und rotem Haarband eine aufregende Figur. Schade, dass ihre Auftritte als Schwertkämpferin in dem Film ein bisschen zu kurz kommen. Sie ist leider keine zweite "Azumi".Ein zweiter "Azumi" ist dann auch der ganze Film nicht. Ihm fehlt trotz Blutfontänen, Action und schneller Schnitte einfach die Coolness und Bildgewalt von Ryûhei Kitamura’s Meisterwerk aus dem Jahre 2003. Ein weiteres Manko stellt zudem die teilweise wirklich ätzende Synchronisation dar. Die Schurken quietschen, kreischen und zischen, dass man sich Sorgen um sein Gehör machen muss. Bevor der Tinnitus einsetzen kann ist der Film nach 74 Minuten Spielzeit allerdings vorbei.Fazit: Ein Film wie ein Comic. Poppiges Action-Kino ohne Tiefgang. Sieben Ninja-Frauen unterhalten ganz gut, sind aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

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DVD

So minimal wie die Handlung und die Länge des Films, ist leider auch der Umfang der DVD-Extras. Die Silberscheibe bietet nichts außer den Standard-Funktionen, wie Menü und Kapitelauswahl. Immerhin gibt es den japanischen Originalton. Deutsche Untertitel sind optional einblendbar.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Extras 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif