Amityville 3

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 1983
Laufzeit ca. 90 Minuten
Regie Richard Fleischer
Darsteller Tony Roberts Tess Harper Robert Joy Candy Clark u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 18
Amityville 3

Story

Das Haus in Amityville steht nach den Ereignissen aus der Vergangenheit jahrelang erfolglos zum Verkauf. John Baxter ist Journalist und zusammen mit seiner Kollegin Melanie einer Betrügerbande im Amityville-Anwesen auf den Schlichen. Als er den Betrugsfall aufdeckt beginnt sich John für den angeblichen Spuk im Haus zu interessieren. Weil er nicht daran glaubt. Er kauft das Haus für einen Spottpreis und ebnet damit den Weg für neue Schreckenstaten, was als erster der Immobilienmakler am eigenen Leib erfahren soll. Doch er soll nicht das einzige Opfer des Spuks bleiben, denn im Keller des Hauses scheint es einen unersättlichen Höllenschlund zu geben…

Amityville 3  Amityville 3

Kritik

Nachdem die Geschichte um das Horror-Haus im Jahre 1979 einen recht großen Erfolg feierte und das Sequel 1982 auch noch ganz passabel lief, entschied man sich, auch im Jahre 1983 einen Teil der Amityville-Serie in den Kasten zu bringen. Später sollten noch fünf Teile folgen, ein Remake gedreht werden und etliche Dokumentationen mit dem Phänomen auf den Markt kommen. Doch in diesem Bericht soll es um Teil 3 gehen. Teil 3 in der ungeschnittenen 3D-Version.

Das die eigentliche Story nicht viel Neues bietet, muss dem Betrachter vor dem Gucken klar sein. Die Geschichte bildet an sich ja auch ein eigenes Subgenre. Allerdings haben die Macher um Regisseur Richard Fleischer (u.a. „Der Frauenmörder von Boston“, „John Christie, der Frauenwürger von London“, „Conan – Der Zerstörer“) ein wenig an dem ein Jahr vorher erschienen „Poltergeist“ orientiert. Wahrscheinlich um neue Elemente einzufügen und am Zahn der Zeit zu sein. Aber trotz das es nicht allzu viel Neues gibt, kann man das Geschehen interessiert verfolgen. Der Film ist handwerklich gut umgesetzt und verfügt über einige Elemente, die Grusel-Filme gruselig machen. Man darf aber auch nicht verschweigen, dass die Geschichte nicht über die komplette Spielzeit gut zu überzeugen weiß. „Amityville 3“ ist sehr dialoglastig und die Geschichte verfügt über die ein oder andere Logikschwäche. Zudem ist die Anzahl der Höhepunkte nicht sehr hoch.

Dies führt zwangsweise dazu, dass sich die Spannung in Grenzen hält. „Amityville 3“ ist sicher kein Langweiler, dennoch gibt es spannendere Filme mit vergleichbarer Story. Die Atmosphäre macht allerdings einige Schwächen im lockeren Spannungsbogen wett. Hier wurde gute Arbeit geleistet. Mit düsteren Szenen, der guten Hauskulisse und einigen „Old-School-Effekten“ wird hier für schaurige Stimmung gesorgt. Die Effekte sind zwar „nur“ auf dem Niveau der 80er Jahre, der Filmfreund erfreut sich im Zeitalter von CGI & Co an einem Feuer, was auch wirklich brennt und Masken sowie Effekte, die noch mit Liebe modelliert wurden.

In Sachen blutiger Effekte bekommt der geneigte Betrachter nicht allzu viel auf dem Bildschirm präsentiert. Der Film ist zwar erstmals uncut auf dem deutschen DVD-Markt, bietet aber keinerlei Grundlage für ein blutiges Gemetzel. Auch in Sachen 3D-Effekte herrscht eher Sparflamme. Es gibt zwar einige räumliche Effekte, man bekommt aber nicht viel mehr zu sehen, als in ähnlichen Produktionen wie beispielsweise „Und wieder ist Freitag der 13.“, „Der weisse Hai“ oder auch der 2006 produzierte „Night Of The Living Dead“.

Im Bezug auf die Darstellerriege bekommt man dahingegen durchaus sehenswertes zu sehen. Nicht bei Hauptdarsteller Tony Roberts („Skinner …lebend gehäutet“) der seine recht leblose Rolle anagiert in den Kasten bringt. Und auch nicht bei den anderen Darsteller, mit Ausnahme der jungen Meg Ryan, welche die Rolle der jungen Lisa übernommen hat. Ryan spielt zwar auch nicht sonderlich auffällig und passt sich wie die Masse der soliden Darstellung an, die mittlerweile berühmte Hollywood-Darstellerin hat von der deutschen Synchronisation einen ganz besondere Stimme bekommen. Reibeisenmäßig könnte man sie beschreiben. Hört sich echt spannend an.

Unterm Strich ist „Amityville 3“ ein solide gemachter Film, der nicht als Kracher, nicht als Blutgemetzel und nicht als Effektfeuerwerk über den Bildschirm flackert. Den man aber bedenkenlos gucken kann, wenn man bock auf einen Haunted-House-Horror-Film hat.

Amityville 3  Amityville 3

DVD

Im netten DVD-Menü, welches einen schön auf einen 80er Jahre Film einstimmt, gibt es neben einer Trailershow einen weitern Trailer und die 3D Fassung. Aufgrund des Datenaufkommens können die Extras somit als üppig bezeichnet werden. Eine 3D-Brille gibt es obendrein.

Das Bild geht für einen Film dieses Alters in Ordnung. Viel mehr als gute Video-Qualität darf ein verwöhnter DVD-Betrachter aber nicht erwarten. Der Ton ist auch okay. Wenn an einigen Stellen auch etwas unglücklich abgemischt. Der Übergang von leisen und lauten Abschnitten will nicht immer passen.

Bewertung

Splatter Amityville 3
Spannung Amityville 3
Story Amityville 3
Ekelfaktor Amityville 3
Atmosphäre Amityville 3
Tonqualität Amityville 3
Bildqualität Amityville 3
Zusatzmaterial Amityville 3
Gesamteindruck Amityville 3

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