Dark Waters

Informationen

OT:Dark Waters

ca.93 Minuten

USA 2004

Regie

  • Phillip J. Roth
Darsteller

  • Lorenzo Lamas
  • Simmone Mackinnon
  • Jeffrey Gorman
  • Bruce Gray
  • u.a.

Dark Waters

Story

Im Golf von Mexiko wird eine Bohrinsel von riesigen Haien attackiert und stark beschädigt, zwei Taucher und ein weiterer Mitarbeiter verlieren bei diesem tragischen Ereignis ihr Leben. Zur selben Zeit versucht der Meeresbiologe Dr. Dane Quatrell (Lorenzo Lamas) mal wieder einige reiche Investoren davon zu überzeugen, dass die versunkene Stadt Atlantis existiert und möchte so an möglichst viel Sponsorengelder kommen. Kurz darauf wird Quatrell zusammen mit seiner Partnerin Robin Turner (Simmone Mackinnon) entführt und zum Anwesen des Milliardärs Summerville (Bruce Gray) gebracht. Dieser unterrichtet sie von den Geschehnissen im Golf von Mexiko und bittet die Beiden, ihn und sein Team bei der Untersuchung der Haiangriffe zu begleiten. Da Quatrell und Turner das ihnen angebotene Geld schlecht ablehnen können, sagen sie zu. Blöd nur, dass die beiden Meeresbiologen im Voraus nicht über alle Einzelheiten unterrichtet wurden und schon kurz nach ihrer Ankunft an der Bohrinsel von monströsen Haien angegriffen werden. Dane, Robin und John Miklos (Jeffrey Gorman), ein Mitarbeiter Summerville’s, können sich noch mit knapper Not auf die ramponierte Bohrinsel retten, für alle anderen kommt jedwede Hilfe zu spät. Dane schafft es, mit letzter Kraft einen Notruf auszusenden, wodurch die Drei kurz darauf von einem Militär-U-Boot gerettet werden. Noch ahnen Dane, Robin und John nicht, dass das US-Militär, von dem sie zu einer versteckten Unterwasserbasis gebracht werden, für die Killerhaie verantwortlich ist und keine Zeugen gebrauchen kann…

Kritik

"Dark Waters" zählt sicherlich zu den unbekannteren Vertretern des Monsterhai-Horrors. Während den meisten Filmfans Streifen wie "Deep Blue Sea" und "Der Weiße Hai" sofort ein Begriff sind, kommen schon bei "Monster Shark" oder "Shark Attack" einige ins Wanken. "Dark Waters" dagegen ist ein Werk aus der sprichwörtlichen untersten Schublade, von einem Profi auf diesem Gebiet. Phillip J. Roth konnte, genau wie beispielsweise Kollege Jim Wynorski, schon einige Male beweisen, dass er zur Elite der kostengünstigen B-Unterhaltung zählt. Derart weltbewegende, filmhistorische Werke wie "Falcon Down – Todesflug ins Eismeer" oder "Alien Interceptors" gehen unter anderem noch auf sein Konto, die man allerdings nicht kennen muss. Obwohl "Dark Waters" der typische Albtraum eines jeden Cineasten ist, muss ich gestehen, dass ich mir nach dem Konsum des Filmes mal wieder die Frage stellte, was die Menschheit nur ohne derartige Low-Budget Produktionen machen würde. Meine Erwartungen im Voraus hielten sich eigentlich, wie meist immer bei Filmen dieser Richtung, in Grenzen, doch schon der erste Haiangriff überraschte mich dann durchaus positiv. Gerade als zwei Taucher tief unten im dunklen, bedrohlichen Meer etwas an der Außenseite der Bohrinsel reparieren sollen, schälen sich plötzlich riesige Konturen aus der Dunkelheit des Meeres und schon im nächsten Moment sehen wir, wie riesige, furchteinflößende Haie über die Taucher herfallen. Für einen derartig günstigen Film sehen die Monster überraschend gut aus, auch wenn ein Vergleich zu "Deep Blue Sea" natürlich nicht angestellt werden darf. Dennoch muss man sich immer das Budget eines Filmes vor Auge halten und angesichts dessen gibt es hier nichts zu meckern. Als Nächstes kommen wir allerdings zu einem erheblichen Negativpunkt und zwar der Story. Dane Quatrell wirkt mit seinem Aussehen und seinem Verhalten mehr wie ein Gigolo, als ein Meeresbiologe, was einem auch schnell bestätigt wird, als der Gute nach einem Vortrag mit zwei heißen Blondinen ins Bett steigt. Als diese ihn dann mithilfe eines präparierten Drinks außer Gefecht setzen und zu dem Milliardär Summerville schaffen, nimmt der Streifen noch unglaubwürdigere Züge an. Angeblich kennen sich Dane und Summerville bereits, da letztgenannter maßgeblich am Verschwinden von Dane’s Vater beteiligt war. Dieses Kindheitstrauma hat Dane bis heute nicht verarbeitet, was uns durch zahlreiche Albträume, in denen Dane von der Entführung seines Vaters träumt, verdeutlicht wird. Selbstverständlich dient dies nur dazu, eine gewisse Spannung zwischen den Hauptcharakteren zu schaffen, und selbstverständlich trifft Dane seinen Vater im späteren Verlauf des Filmes wieder. Lustigerweise ist Daddy nun einer der leitenden Köpfe des Forscherteams, die für die Killerhaie verantwortlich sind. Kluger Schachzug, um dem Publikum ein Ausruf des Erstaunens zu entlocken oder der lächerliche Versuch eines unvorhersehbaren Plot-Twists? It’s up to you.. Optische Schauwerte stehen hier ganz klar über Intelligenzbeanspruchung, doch das sollte niemanden wundern. Wie in jedem reinrassigen B-Movie wird hier ab einem gewissen Zeitpunkt reichlich geballert, selbstverständlich dürfen auch einige Haiattacken und etwas nackte Haut nicht fehlen. Die unlogische Storyentwicklung macht dabei klar, dass dies alles nur einem einzigen Zweck dient: Den Low-Budget Fans das zu geben, was sie sehen wollen. Wenn es hart auf hart kommt, mutieren die drei Forscher plötzlich zu Kampfexperten, die wesentlich besser mit Waffen umgehen können, als jahrelang trainierte Soldaten, doch über so etwas muss man hier einfach hinwegsehen, oder bestenfalls gleich im Voraus sein Hirn ausschalten. Wer sich von "Dark Waters" guten Horror erhofft, sollte die Finger von dem Machwerk lassen. Phillip J. Roth lieferte hiermit stumpfsinniges, actionlastiges und hirnloses Entertainment ab. Zwar werden hin und wieder mal ein paar Leute gefressen und die riesigen Haie wirken auf ihre Art schon sehr unheimlich, doch wahrer Horror sieht für mich gänzlich anders aus. "Dark Waters" ist nicht im Übermaß spannend, glänzt nicht durch neue Ideen und kann auch nicht durch überragende Schauspielerleistungen glänzen – doch wer solche Filme kennt und schätzt, weiß das ohnehin schon.

Filme wie "Dark Waters" gibt es wie Sand am Meer, dennoch machen Fans von anspruchslosem Tierhorror und B-Entertainment mit diesem Teil nichts falsch. Es ist ein blöder Film, keine Frage, ein Schundfilm. Doch wenn man sich damit anfreunden kann, oder sogar auf derartige Machwerke steht, dann sollte man "Dark Waters" auf keinen Fall verpassen. Es wird reichlich geschossen und gefressen, auch wenn ich mich hüten würde, den Film als übermäßig blutig zu bewerben. Durch seine Dämlichkeit ist er einfach auf seine Art unterhaltsam, auch wenn ich mir "Dark Waters" dank einiger langatmiger Passagen kein zweites Mal ansehen würde.

Bewertung

Splatter Dark Waters
Spannung Dark Waters
Story Dark Waters
Ekelfaktor Dark Waters
Atmosphäre Dark Waters
Gesamt Dark Waters

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