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Nachdem das fatale Rage-Virus (ein Virus, das
seine Opfer zu blutgierigen Zombies mutieren lässt) in England zugeschlagen
hat, gibt es kaum noch Überlebende. Nahrung wird knapp und noch immer gilt
äußerste Vorsicht, da schier überall noch Zombies auf leichte Beute
lauern.
Don und Alice Harris haben sich zusammen mit einigen Überlebenden auf einer
kleinen Farm auf dem Land verschanzt. Die beiden vermissen ihre Kinder sehr
und hoffen, dass sie vom Virus verschont geblieben sind und es ihnen gut
geht. Die Kinder befanden sich zum Zeitpunkt des Virusausbruchs im Ausland.
Als eines Tages ein kleiner Junge an ihre Tür klopft nimmt das Schicksal
seinen Lauf... eine Horde Zombies ist dem kleinen Kind gefolgt und macht
sich nun über die wenigen Überlebenden her. Don gelingt schließlich die
Flucht, indem er seine Frau im Stich lässt und buchstäblich um sein Leben
rennt.
28 Wochen später scheint London bereits wieder sicher zu sein, das Militär
regiert die Stadt und es herrschen hohe Sicherheitsbestimmungen, einreisen
darf nur, wer vorher gründlich durchgecheckt worden ist. Auch Don hat es
bis hierher geschafft und arbeitet inzwischen als Hausmeister in einem
Hochhaus. Die ersten Flugzeuge fliegen wieder und bringen Menschen zur
Wiedereinbürgerung Londons her. Tammy und Andy Harris - Dons Kinder werden
ebenfalls wieder nach London eingeflogen und es kommt zu einem stürmischen
Wiedersehen der kleinen Familie. Doch Don trägt noch immer sein Geheimnis
mit sich und verschweigt seinen Kindern, dass er seine Frau einst im Stich
ließ.
Trotz Militärkontrollen gelingt es den Geschwistern zu ihrem alten
Elternhaus zu gelangen, das außerhalb der Sicherheitsverwahrungen liegt um
dort noch einige persönliche Gegenstände mitzunehmen. Plötzlich steht
ihre vermeintlich tote Mutter vor ihnen. Sie scheint zunächst unverletzt,
jedoch apathisch und sehr verängstigt. Das Militär taucht auf und steht
ebenfalls vor einem Rätsel. Alice wird sofort in Quarantäne gesteckt und
gründlich untersucht. Sie zeigt keinerlei Anzeichen des Virus und dennoch
ist sie damit infiziert. Ihr Körper scheint genetisch immun dagegen zu
sein, ansteckend ist sie jedoch dennoch und schon sehr bald eskaliert die
Situation... |
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Da
Sequels allgemein sehr in Mode sind, war es auch bei "28 Days
Later" (2002) nur eine Frage der Zeit bis eine Fortsetzung her musste.
Regisseur des 1. Teils Danny Boyle ("The Beach",
"Trainspotting") nahm dieses Mal jedoch lediglich auf dem
Produktionsstuhl Platz und überließ die Regie einem andern - Juan Carlos
Fresnadillo ("Intacto"), der meiner Meinung nach eine sehr gute
Fortsetzung lieferte.
Die Story setzt hervorragend da an, wo "28 Days Later" aufhört.
Sie zeigt die unheimliche, bedrückende Stimmung im Land nach dem
Virus-Ausbruch. Die Einsamkeit der wenigen Überlebenden, die versuchen mit
der Situation klar zu kommen und ihren Alltag zu meistern, die Angst, doch
noch zum Opfer zu werden ist allgegenwärtig! Dann 28 Wochen später scheint
langsam wieder alles sich zu "normalisieren", eine Art
Flüchtlingscamp und zugleich Wiederaufbau geht Mitten in London vonstatten.
Das Virus scheint unter Kontrolle und die Menschen außerhalb Londons alle
tot - verhungert oder Opfer des Virus geworden. Die Überlebenden befinden
sich in einem Militärstaat. Das Szenario ist bestens inszeniert und
dargestellt. Sehr gut ausgeführt finde ich auch die Situation, als die
eigentlich zu Beschützenden plötzlich selbst zu Opfern ihres eigenen
Sicherheitsregimes degradiert werden und im Zuge einer
"Schadensbegrenzung" dezimiert werden, was einen schon recht
nachdenklich stimmt. Mitten im Blickwinkel der Zielfernrohre sieht man
schließlich wie das Militär wirr um sich schießt und dabei nicht mehr
zwischen Zivilist und Zombie unterscheidet.
Genau wie bereits im 1. Teil bekommt man auch hier wieder eine neue
Generation von Zombies vorgesetzt, keine langsamen, orientierungslosen,
lebenden Leichen bilden hier die Gefahr, sondern äußerst schnelle,
unberechenbare Killermaschinen, die wie aus dem Nichts auftauchen und ihren
Opfern einfach überall auflauern um dann blitzschnell zuzuschlagen. Auch
die Verwandlung zum Zombie geht wesentlich schneller vonstatten als gewohnt.
Ein Biss oder Speichelkontakt und schon verwandelt sich das Opfer auf der
Stelle ebenfalls in eines der Monster. Getreu dem Motto "Fressen und
gefressen werden" wird gnadenlos jagt auf alles Lebendige gemacht.
Waren George A. Romeros Ur-Zombies einst nur auf der Suche nach
"Gehirn" so genügt dies der neuen Generation von Zombies bei
weitem nicht mehr aus, sie nehmen was sie bekommen können, was teilweise
auch in recht blutigen Szenen endet. Für jeden Horrorfreak natürlich
schön anzusehen, für Milieufremde eher ekelerregend. Aber was soll's, wer
bei "28 Weeks Later" eine Liebesschnulze Marke seicht und
langweilig erwartet, ist hier ohnehin im falschen Film! Es geht zur Sache
und das schier permanent!
Die Darsteller wurden recht gut ausgewählt, sind mir jedoch allesamt bisher
unbekannt. Sie passen sich jedoch ihren Charakteren an und spielen sie sehr
überzeugend. Besonders ins Auge sticht Robert Carlyle (Don), da er einen
sehr guten Zombie spielt und mich des Öfteren auch an Stephen Kings
"Shining" erinnert: "Daddy ist da!".
Ebenfalls äußerst empfehlenswert ist die stets passende Musik, die gerade
bei den Kampfszenen ihren eigenen Beitrag zur Verdeutlichung der Szenarien
leistet. Sie erweitert die ohnehin schon vorhandene Spannung und setzt
dieser noch eines drauf... beängstigend, traurig und aussichtslos lässt
sie durchaus eine leichte Gänsehaut zurück!
Mein einzigstes Manko, obwohl es wohl auch schon zu erwarten war, das Ende
bleibt weiterhin offen. Zwar gibt's es schon einen kleinen Abschluss dieses
Teiles, jedoch bleiben weiterhin viele Fragen und die Möglichkeit auf eine
weitere Fortsetzung offen! "28 Months Later" kann also kommen!
Meiner Meinung nach eine recht gelungene Fortsetzung von "28 Days
Later". Story, Darsteller, Atmosphäre, Musik etc. geben eine
hervorragende Mischung ab. Leute die kein Blut sehen können, sollten einen
großen Bogen um dieses Horror-Endzeit-Szenario machen! Nicht unbedingt
erforderlich ist es, dass man den 1. Teil bereits kennt, da es sich bei
"28 Weeks Later" um einen eigenständigen Film handelt. Die
wichtigsten Grundzüge des 1. Teiles werden ohnehin erklärt. Fans des
Horrorgenre dürften voll auf ihre Kosten kommen! |