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Die junge May Canady ist alles andere als ein
Mädchen, dass man als normal bezeichnen würde. Seit frühster Kindheit
lebt sie zurückgezogen und Kontakt zu anderen Menschen mag sie nicht
sonderlich. Dies liegt daran, dass sie einen leichten Augenfehler hat und
sich deswegen nicht so gerne unter die anderen Leute gemischt hat. Einzig
und allein ihre Stoffpuppe hat ihr all die Jahre die Treue gehalten und war
so etwas wie die einzige Freundin für das schüchterne Mädchen.
Allerdings hat es May geschafft, sich einen Job bei einem Tierarzt zu
besorgen. Sie assistiert ihm bei Operationen ist besonders zuverlässig,
wenn mal das Blut spritzt und alle anderen wegrennen.
Eines Tage trifft May den Mann ihrer Träume, der auf den Namen Adam hört.
Sie überwindet ihre Schüchternheit und versucht eine Beziehung zu ihm
aufzubauen. Dies gelingt allerdings nicht ganz problemlos und nach einigen
Streitigkeiten will er nichts mehr von ihr wissen. Nach dieser Geschichte
trauert May zwar noch ein bisschen, sie wird aber aufgeheitert als sich ihre
Arbeitskollegin an sie ranmacht. Doch diese Beziehung soll auch nicht so
enden, wie es sich das junge Mädchen gewünscht hat, denn sie entdeckt die
Geliebte mit einer anderen Frau im Bett.
Ihre Versuche, sich in die Gesellschaft zu integrieren und dadurch etwas
Zärtlichkeit zu bekommen, scheitern also bitterlich und so muss May zu
anderen Mitteln greifen, um endlich eine Bezugsperson zu finden. Irgendwie
fand sie an einigen Menschen etwas besonders gut und mit Nadel und Faden
kann sie umgehen... |
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"May - Die Schneiderin des Todes"
ist die erste Regiearbeit des Drehbuchautors Lucky McKee und kann sich
wirklich sehen lassen. Auf dem FFF feierte er einen großen Erfolg, doch in
den Himmel loben kann man diesen Streifen sicherlich nicht. Dafür ist er
einfach zu viel Drama als Horrorfilm, zu sehr dialoglastig als
handlungsaktiv und zu sehr ein Italoabklatsch als eine Eigenkomposition.
Das McKee sehr von Argento beeinfluss wurde, sieht man nicht nur an einer
Szene, wo Adam May ungläubig anguckt, weil sie den Film „Trauma“ nicht
kennt, man merkt es auch an der aufgebauten Atmosphäre und der Stimmung des
Films. Bei einem ganz großen des Genres abzukupfern ist zwar sicherlich
nicht schlecht, es gibt dem Film aber einen negativen Touch, da man ständig
den italienischen Großmeister im Hinterkopf hat und Vergleiche anstellt.
Die Geschichte der May wird in verschiedenen Etappen gezeigt, die nahtlos
ineinander übergehen. Erst ist sie das extrem schüchterne und
zurückgezogene Mädchen, dann das forsche, liebesbedürftige junge Frau und
letztlich die eiskalte Psychopathin, die nichts so sehr liebt wie Blut,
Schmerz und das Aneinandernähen von Körperteilen. Bis die junge Frau aber
ins letzte Stadium kommt, vergeht schon einiges an Zeit. Die erste Stunde
des Films wird eigentlich nur dazu genutzt, die Gefühlswelt offen zu legen,
die verschiedenen Beziehungen zu durchleuchten und die Gründe zu suchen,
warum May kein normales Mädchen ist. Dieser Teil ist sehr dialoglastig und
es kommt zu einigen Stellen, die sich etwas ziehen. Dann geht es aber nett
zur Sache und das Ende versöhnt dann diejenigen, die bis dahin vergebens
auf die schneiderischen Fähigkeiten der May gewartet haben.
Nach den 60 Minuten kommen dann endlich die Freunde Spezialeffekte auf ihre
Kosten. Das gezeigte Material ist aber nicht überdurchschnittlich hart und
meist auch nur angedeutet. Zudem kommt es bei den Szenen immer wieder zu
kunstvollen Rückblenden, die zwar nicht schlecht sind, einem aber nach der
Zeit auf den Senkel gehen.
Schauspielerische Höchstleistungen werden hier weder verlangt, noch
geboten, allerdings fällt Anna Faris (Scary Movie) etwas aus der Rolle und
das nicht unbedingt positiv. Sie spielt ihre Rolle total überdreht und
wirkt alles andere als natürlich, der Rest der Crew hinterlässt aber einen
ganz ordentlichen Eindruck. Angela Bettis (Girl Interrupted) spielt die
Rolle der May recht glaubwürdig und Jeremy Sisto (Wrong Turn) spielt den
Freund und somit den dritten Protagonisten im Gefühlsmischmasch.
"May - Die Schneiderin des Todes" ist zwar ein netter Horrorfilm,
allerdings schafft er es nicht, mehr als das zu sein. Glücklicherweise
bietet er keine Story a la „Scream“ (Was heutzutage schon fast etwas
Besonderes im Genre ist), seine Story ist aber nicht so gut, da zu
charakterlastig, dass er es mit Genregrößen aufnehmen könnte. |