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New York hat bekanntermaßen ein riesiges
Rattenproblem, dass auch schon in einigen Filmen horrortechnisch verwurstet
wurde. Doch nun kommt mit "Mullberry Street" ein neuer Streifen
mit altbekannter Thematik auf die Matschscheibe und lehrt uns mehr als zuvor
das Fürchten.
Jim Mickle hat in seinem Langfilmdebüt ein überaus interessantes Thema
aufgenommen, dass in dieser Form generationenübergreifend Anklang finden
wird. Nicht nur Freunde des "28 Day Later"-Horror mit schnellem
Schnitt und schnellen Tod kommen auf ihre Kosten, auch Fans der guten, alten
"Riffs" werden bestens unterhalten. Klaustrophobisch,
atmosphärisch und spannend kommt dieser Low-Budget-Film daher und weiß
über die gesamte Spielzeit bestens zu unterhalten. Mit kurzen Szenen und
solide agierenden Darstellern wissen die einzelnen Teilabschnitte zu
überzeugen, ohne das längere Szenen ohne viel Unterhaltungsfaktor
vorkommen. Das Haus in der Mulberry Street wird zum Dreh- und Angelpunkt des
Films. Zu einem Fluchtpunkt ohne viel Aussicht auf Überlebenschancen.
Die verschiedenen Rollen werden dazu gezwungen einen Überlebenskampf zu
führen, bei dem jeder auf sich alleine gestellt ist. Durch eine gute
Charakterzeichnung wird besonders der Kampf der Alten und Schwachen gut
dargestellt. Man leidet als Betrachter förmlich mit ihnen, hat aber auch
die Gelegenheit einen filmtypischen Helden auf der Matschscheibe zu
beobachten. Die Dialoge sind recht logisch gehalten und unterhaltsam
geraten, was in Filmen dieser Kategorie leider nicht zum Standard gehört.
Trotz der Anlehnung hat "Mulberry Street" nicht wirklich viel mit
den bekannten Zombie-Filmen zu tun. Klar, die gewollten Parallelen werden
erkannt, die typische Atmosphäre wird aber nicht gestreut. "Mulberry
Street" erlangt seine Stimmung eher aus der leichten Klaustrophobie und
dem unsagbaren Leid der Leute. Und durch einige Splattereffekte, die
technisch einwandfrei und mit einem guten Timing gestreut werden.
Regisseur Jim Mickle hat diesen Film zwar bierernst inszeniert, dennoch
streut er die ein oder andere ironische Szene ein. Auf den sehenswerten
Schluss soll an dieser Stelle natürlich nicht eingegangen werden, der eine
ebensolche Szene beinhaltet. In anderen Szenen mit ironischen Andeutungen
ist es aber nett zu beobachten, wie einige Leute von der Schnelligkeit der
mutierten Menschen überrascht werden. Offensichtlich haben sie alle die
alten Romero-Filme gesehen und geglaubt, dass "ihre" Zombies sich
ähnlich verhalten müssten.
"Mulberry Street" ist durchaus ein besonderes Filmchen. Eins das
ohne viel Story gut zu unterhalten weiß und technisch gut in den Kasten
gebracht wurde. Wer kein Problem mit guter Unterhaltung, B-Movies und
rennenden Zombies hat, der darf sich diese B-Perle auf keinen Fall entgehen
lassen. |