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In
einem weit abgelegenen Gebiet, in der Sahara Wüste, haben
Forscher eine Bohrstation errichtet und sich tief ins Erdreich
vorgearbeitet. Als von dem Team plötzlich nichts mehr zu hören
ist, wird Thomas Jackman vom GNE-Sicherheitsdienst in die Station
geschickt, um nach dem Rechten zu sehen.
Vor Ort findet Thomas, in der fast verwaisten Station, eine
lebende Frau, einige tote Männer und ein satanisches Pentagramm,
aus Schakal-Blut gemalt, vor. Es scheint sich etwas merkwürdiges
abgespielt zu haben. Die Frau behauptet von sich, Dr. Jennie
Christianson zu sein. Doch Thomas findet schnell heraus, dass bei
der Expedition keine weibliche Wissenschaftlerin gemeldet war. Mit
zunehmender Zeit wird alles mysteriöser. Was geht in der Station
vor und wer ist Dr. Jennie Christianson wirklich? |
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Wer bohrt ein ca.14.48 Kilometer
tiefes Loch in die Erdkruste? Ganz einfach, diejenigen, die sich
im Film „Nine Miles Down“ vorgenommen haben, nach irgendwas zu
suchen, um dann irgendwas anderes zu finden. Was sie finden weiß
man nicht ganz genau. Muss man auch nicht. Denn Regisseur Anthony
Waller („American Werewolf in Paris“) will in seinem Film den
Dingen freien Lauf lassen. Er will sich offensichtlich künstlerisch
ausleben, was ihm auch durchaus geling.
Wie zu erahnen ist bringt das den Nachteil mit sich, dass die
Story zu Nebensache wird. Und das ist mal wirklich schade. Die
ersten 30 Minuten, die sich an die Aufklärung der Umstände
herantasten, machen eine Menge Spaß. Alles ist mysteriös und man
freundet sich mit schönen Landschaftsaufnahmen und rasanten
Kamerafahrten an. Doch dann ebbt das Interesse ab. Der Stoff, der
gezeigt wird, wird und wirkt unwirklich. Nicht greifbar.
„Nine Miles Down“ mangelt es nicht an Spannung und auch
nicht an atmosphärischen Szenen. Das sind natürlich schon mal
gute Voraussetzungen. Man wird bei der Betrachtung aber trotzdem
nicht warm mit dem Film. Zumindest wenn man auf logisch
nachvollziehbare Kost steht. Es gibt immer wieder seltsame Einschübe,
die nur schwer zueinander passen wollen. Visionen, Halluzinationen
und Tagträume. Alles wirkt überladen. Auf Dauer wird das
Geschehen nur schwer erträglich. Als Betrachter möchte man
wissen, was vor sich geht. Was abläuft. Doch eine Aufklärung
scheint nie in Sichtweite.
„Nine Miles Down“ muss eigentlich in drei Abschnitte
aufgeteilt werden. Den ersten, der, wie bereits angesprochen, überzeugen
kann. Dann kommt die nächste halbe Stunde, die nicht so überzeugend
ist. Hier wird viel geredet und es kommt zu unsinnigen Szenen, wie
beispielsweise einer Liebesszene. Der letzte Teil bringt dann
wieder mehr Spannung und vor allem mehr Tempo mit sich. Man
versteht zwar nicht zwingend, was vor sich geht, ahnt aber, dass
mit dem Ende auch die große Erleuchtung einkehrt. Ob das so ist,
wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.
Zwischendrin gibt es auch einige Schockeffekte. Diese können sich
durchaus sehen lassen. Auch die Effekte der technischen Art gehen
in Ordnung. Hier wäre der mit dem Spiegel zu nennen, der wirklich
sehenswert ist. Blutige Effekte gibt es dagegen nicht. Das FSK16
geht in Ordnung. Regisseur und Autor Anthony Waller kann man eine
gute Arbeit attestieren. Beim Drehbuch natürlich nur mit einem
zugedrückten Auge. Bedingt gute Arbeit leisten die beiden
Hauptdarsteller. Adrian Paul („Highlander: Endgame“) gibt die
männliche Rolle glaubhaft wieder. Kate Nauta („Transporter -
The Mission“) wirkt als seine Gegenspielerin manchmal etwas überfordert.
„Nine Miles Down“ ist kein schlechter Film. Er ist eher ein
komischer, ein etwas anderer Film. Einer für das Guckvergnügen
der anderen Art. Wer auf seichte Horror-Unterhaltung oder wirre
Plots steht, ist hier auf jeden Fall nicht verkehrt. Zudem ist er
technisch interessant gemacht. |