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Die attraktive Helen wird gerade von einem
Verehrer beturtelt, als plötzlich ein Auto mit einem schmierigen Typ hält.
Die junge Frau gibt dem verdutzten Schüchterling einen Korb und steigt in
das Auto, um kurze Zeit später von dem groben Fahrer vergewaltigt zu
werden.
Allerdings spielt sich merkwürdiges ab: Der Vergewaltiger verschwindet
spurlos, als er zum Höhepunkt kommt. Nur seine Klamotten sind noch da.
Später macht sich Helen dann auf den Weg zu ihrem Frauenarzt, der ebenfalls
nichts Gutes mit ihr im Sinn hat. Er betäubt sie und macht sich dann über
die Schlafende her. Als diese aus ihrer Narkose erwacht findet sie nur noch
die Kleidung des Arztes und ein gefülltes Kondom.
Helen ahnt, dass mit ihrer Vagina etwas nicht in Ordnung ist und ihr
Unterleib meldet sich auch wenig später mit den hungrigen Worten: „FEED
ME!!“… |
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Regisseur Wolfgang Büld ist einer dieser
Menschen, die sich erst spät im Leben outen. Vormals bekannt geworden mit
Punk-Dokus quotenreichen Klassikern wie „Und tschüß“ [TV-Serie], „Go
Trabi Go 2“, „Manta, Manta“, „Der Formel Eins Film“ oder auch „Gib
Gas - Ich will Spaß!“ mit den damals äußerst populären Nena und
Markus, brach er 2003 mit dem „normalen“ Film und machte sich auf, eine
kleine, Genreübergreifende independent Produktion in den Kasten zu bringen.
Sein geringes Budget brachte er in England zusammen und drehte dort auch „Penetration
Angst“.
Die Story ist wirklich harter Tobak. Eine männerfressende Muschi, die schon
mal mit einer leckeren Bockwurst oder Säure zur Ruhe gebracht wird. Trash
pur. Gepaart mit mehr oder weniger Szenen, die unweigerlich das Wort
Sexploitation nach sich ziehen. Klar, wenn man wenig Geld, dafür aber eine
nett anzusehende, freizügige Darstellerin hat, liegt das ja auch auf der
Hand. Aber Bülds Film ist mehr als nur ein kleiner, unbedeutender
Schmuddelstreifen. Er ist erstaunlicherweise sehr unterhaltsam, da er auch
noch einen Nebenplot zu der Geschichte rund um Helens Freudenspalte mit sich
bringt. Da geht es zum Beispiel um Sex mit Siamesischen Zwillingen und einer
Zwangstrennung mit dem elektrischen Brotmesser. Das dargestellte ist
äußerst schräg und zumeist auch mit einem sehr besonderen Humor versehen.
Atmosphärisch ist das Ganze sehr dicht und stets mit einer bedrückenden
Stimmung versehen. Trotz einiger lustigen Einlagen. Büld versteht es sehr
gut einer andere Seite der Gesellschaft darzustellen, die,
zugegebenermaßen, sehr übertrieben in den Kasten kommt. Aber dennoch zum
Nachdenken animiert.
Aber sicherlich ist in „Penetration Angst“ nicht alles Gold was glänzt.
Der Anfang ist zwar kurios, beinhaltet aber auch einige Szenen, die etwas
langweilig und nichts sagend sind. Wer möchte das einem Amateur-Werk
respektive einer Untergrundproduktion aber böse nehmen? Für
Ottonormalverbraucher dürfte „Penetration Angst“ sowieso ein Film sein,
der nach kurzer Zeit abgeschaltet, oder aufgrund der Thematik erst gar nicht
zugelegt wird. Fans des weniger normalen Film dürften aber durchaus ihre
Freude haben, da es hier etwas nicht Alltägliches zusehen gibt.
Darstellerisch wird einem ein breites Band präsentiert, das von sehr
schlecht bis solide reicht. Hautdarstellerin Fiona Horsey spielt ihre Rolle
passabel. Ihr kommt natürlich zu gute, dass sie extrem zeigefreudig ist und
in diese Hinsicht auch etwas zu bieten hat. Neben entblößten Menschen gibt
es auch einige Horror-Einlagen, die bis auf eine Ausnahme aber nicht
sonderlich brutal sind.
„Penetration Angst“ ist ein extrem außergewöhnlicher Film, der sowohl
gemocht als auch verspottet wird, was ihn nicht unbedingt uninteressant
macht. |