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Romanautorin Tsui Ting-Yin ist für ihr junges
Alter schon sehr erfolgreich und kurz davor, der Star unter den
Jung-Schriftstellern zu werden. Ihr neues Werk "Re-Cycle" soll ein
Geisterroman werden, ist aber noch in der Entstehung. Als beim Schreiben
unerwartete Dinge geschehen entschließt sie sich, das Projekt abzubrechen
und sämtliche Dateien von ihrem Computer zu löschen, die sie zuvor
geschrieben hat. Doch irgendetwas scheint weiterhin nicht zu stimmen.
In ihrer Wohnung geschehen immer noch seltsame Sachen, die sich zuspitzen
als sie ihre Wohnung mit dem Aufzug verlässt und plötzlich in einer, ihr
nicht bekannten Ebene des Hauses landet. Ihr Erstaunen wird noch größer,
als sie den seltsamen Hinterhof des Hauses erblickt, der offensichtlich das
Tor in eine andere Welt darstellt.
Sie betritt die andere Dimension und sieht eine phantastische Landschaft,
die mit allem möglichen dekoriert ist, dass andere weggeworfen haben. Die
Müll-Welt ist aber nicht nur interessant zu betrachten, sie beinhaltet auch
viele Gefahren für Tsui, die unbedingt raus finden will wo sie sich
befindet und warum sie an diesem Ort ist... |
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Der durchaus innovative Hongkong-Movie „Re-Cycle“
ist ein ansehnliches Werk, dass von vielen Computeranimationen getragen
wird. Allerdings muss man feststellen, dass man wohl zu viel Wert auf die
Erstellung der Animationen gelegt und dabei die Story etwas vernachlässigt
hat. Es gibt wunderschöne Bilder, aber nur eine flache Geschichte, die erst
gegen Ende etwas Tiefgang bekommt. Die Story ist zwar alles in allem sehr
gut, aber es dauert halt viel zu lange, bis man sie als Betrachter auch
versteht. Der gewonnene Eindruck ist dann zwar durchaus befriedigend, man
fragt sich aber schon warum alles so künstlich aufgebläht wurde.
Der Genre-Mix, der sich keiner filmischen Unterkategorie eindeutig zuweisen
lässt, plätschert ein wenig daher, bis dann die ersten Animationen zu
bestaunen sind. Es wurde, mit Computer-Hilfe, eine fremde Welt erschaffen,
die sich technisch sehen lassen kann und eine ganz besondere Atmosphäre
erzeugt. Wenn man über weite Strecken einfach nur die Bilder aufnimmt und
nicht weiter nach dem Hintergrund fragt, ist das Ganze durchaus unterhaltsam
und in einigen Passagen sogar spannend. Die Surrealität weiß zu gefallen
und die außergewöhnlichen Schauplätze sorgen für viel Abwechslung. Die
Pang-Brüder („The Eye“) haben sich sichtlich Mühe gegeben, dem
Betrachter etwas Besonderes zu bieten, was auch teilweise gelingt, da sie
die Grundlagen zum Erschaffen eines guten Films meist berücksichtigen.
Mit Angelica Lee Sin Je („The Eye“) haben die Macher eine attraktive und
talentierte Darstellerin ins Boot geholt, die als Protagonistin zu
überzeugen weiß. Sie spielt ruhig und gelassen und scheint sich in ihrer
Rolle pudelwohl zu fühlen. Auch am Rest der Schauspiel-Crew gibt es nichts
auszusetzen. Einige Rollen werden zwar etwas schräg dargestellt, dass
gehört aber zur Story dazu. Ebenfalls positiv ist die Tatsache, dass die
Synchronisation gelungen ist, was ja nicht unbedingt die Regel bei Filmen
aus Fernost ist.
„Re-Cycle“ ist somit ein durchaus origineller und sehenswerter Film, der
zwar Schwächen in der Erzählweise hat, dies aber durch eine gekonnte
Aufklärung am Schluss und gelungenen Animationen zu kompensieren weiß.
Gegen Ende wird zwar etwas übertrieben auf die Tränendrüse drückt –
das thematisierte Geschehen, der Abschluss der Geschichte, ist aber auch
nicht gerade ein Thema, dass einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. „Re-Cycle“
ist sicherlich kein filmischer Überflieger, aber allemal einen Blick wert.
Besonders wenn man die 2-Disc-Edition von Splendid zur Verfügung hat. |