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THE RIVER OF NO RETURN: Das Aufeinandertreffen
von drei ungleichen Pärchen gestaltet sich ziemlich ungemütlich: Der
Mediziner Nobb und seine Frau Sylvia wollen einfach nur versuchen, durch
einen Abenteuerurlaub in Form einer Flussfahrt ihre Ehe zu retten. Daniel,
auf Bewährung, und Walter, auf Hafturlaub, wollen einfach nur relaxen und
auf andere Gedanken kommen. Linda und Phil wollen einfach nur ihrer
Philosophie nachkommen: ein paar Leute killen...
Nach dem Fund einer Leiche wird jeder zum Verdächtigen. Nach und nach
scheint jeder einzelne unter dem Druck der Situation zu zerbrechen... |
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Olaf Ittenbach, seines Zeichens Deutschlands
Horror- und Splatterregisseur Nr. 1 ist mal wieder für eine neue
Überraschung gut: Nachdem er trotz (oder gerade wegen?.) der
Beschlagnahmung seines BURNING MOON, mit PREMUTOS in Sachen Gore das
Schneidblatt der Guillotine noch um einige Köpfe verbreitert hat (und
dieser Film glücklicherweise von der BPS auch als die Satire, die er sein
sollte, angesehen wurde, somit einer Zensur und Restriktion entgangen ist),
waren die Erwartungen für den neuen "Ittenbach" natürlich sehr
hoch gesteckt: Welche im Film bisher noch nicht zu bewundernden anatomischen
Erkenntnisse über den Menschen sollten sich diesmal ergeben?
Doch wer ein weiteres Splatter- Happening erwartet hat, wird sicherlich
enttäuscht sein: RIVERPLAY ist ein subtiler Thriller, der seinen Horror
(neben einigen wenigen, wenn auch blutigen Splatterszenen) aus der
verschachtelten und mit überraschenden Wendungen aufwartenden Handlung
bezieht.
RIVERPLAY greift (und intensiviert!) als Hommage Elemente von Klassikern wie
"Beim Sterben ist jeder der Erste" (Flußabenteuer wird zum
Horrortrip) oder "Evil Dead" (Kameraführung, insbesondere bei den
Szenen im Wald) auf. Insbesondere aber scheint "Good Old Olaf" den
Meister des Suspense Sir Alfred Hitchcock studiert zu haben: Entgegen dem
herkömmlichen Schema "Wer mag wohl der Täter sein?", wird dieser
dem Zuschauer direkt am Anfang des Film präsentiert. Gerade dadurch erlangt
der Film aber seine eigentliche Spannung. Die Handlung kann mitunter als ein
psychologisches Beispiel dienen, wie sich der Charakter einer Person in
einer Streßsituation wandeln kann.
Im Gegensatz zu seinen Frühwerken erscheint Riverplay ziemlich ausgereift,
ja schon richtig professionell. Besonders positiv zu erwähnen ist die
Tatsache, dass Olaf Ittenbach diesmal richtige Schauspieler gefunden hat und
zudem die Synchronisation wesentlich besser abgestimmt ist.
Zur DVD:
Die DVD von Laser Paradise wartet neben zwölf anwählbaren Kapiteln mit
interessanten Extras auf, die das Herz eines Ittenbach- Fan höher schlagen
lassen. Zu bewundern sind nicht nur diverse Trailer für Riverplay, sondern
auch ein Making Of, sowie die spektakuläre Fälschung der Alienautopsie von
Roswell, die Olaf Ittenbach im Auftrag von Stern TV gedreht hat. Einfach
genial!!
Fazit: Olaf Ittenbach auf Abwegen: Statt Blut und Gedärm bietet Riverplay
als Psychothriller kurzweilige Spannung in stimmiger Atmosphäre. |