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Grover City ist eine kleine
Stadt, in der es eher ruhiger zugeht. Doch die Dinge sollen sich
von einem auf den anderen Tag dramatisch verändern. Das Städtchen
wird von untoten Kreaturen heimgesucht. Zombies, die nach Blut
gieren. Viele der Bewohner überleben den ersten Kontakt mit der
hungrigen Meute nicht. Nur einer Gruppe Jungendlicher gelingt es,
sich relativ sicher zu verschanzen. Doch es muss ein Weg aus der
von Zombies überfüllten und belagerten Stadt gefunden werden, da
hier ein längeres Überleben unmöglich scheint... |
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Zombies sind ein gern
verfilmtes Thema im Horror-Film. Regelmäßig kommen neue Beiträge
zum Subgenre auf den Markt und versprechen das Blaue vom Himmel.
So auch ein neuer Beitrag namens „Run For Blood“, im Original
„Automaton Transfusion“, dessen Vorderseite der DVD-Hülle der
kernige Spruch: “One of the best zombie films in decades“ schmückt.
Da denkt man sich vor dem Gucken schon, dass das wahrscheinlich
nichts wird, mit einem anständigen Film. Aber geirrt: „Run For
Blood“ ist ein besserer Zombie-Film, als das man das vermuten
darf.
Denn die Voraussetzungen sind nicht gut. Viel Budget haben die
Macher offensichtlich nicht zur Verfügung gehabt und eine
richtige Idee hatten sie wohl auch nicht. Die Story ist dünn.
Sehr dünn. Bei Zombie-Filmen sollte das prinzipiell nicht
verwundern.
Warum in „Run For Blood“ plötzlich Zombies rumrennen, erfährt
man erst gegen Ende. Zumindest dann, wenn man die Geschichte, die
hinter dem Streifen steckt, nicht schon auf der Rückseite der
DVD-Verpackung abgelesen hat. Den Text da abzudrucken war mit
Sicherheit nicht die allerschlauste Idee. Aber da kann der Film an
sich ja nicht für. Auf jeden Fall muss lange warten, wenn man
Antworten auf Fragen bekommen möchte.
Glücklicherweise versteht es der Film aber, auch ohne eine
richtige Geschichte zu unterhalten. Gleich zu Beginn geht es
ordentlich zur Sache und während der gesamten Spielzeit gibt es
nur wenige Atempausen. Action wird groß geschrieben. Ebenso die
Spezialeffekte, die überaus blutig daherkommen. Es gibt jede
Menge Splatter, der von der Kettensäge, über den Splitter im
Kopf bis hin zur Schrotflinte geht. Bäuche werden geöffnet,
Unterkiefer abgerissen und, und, und... Die Effekte sind dabei
recht professionell geraten. Nicht immer 100%ig glaubwürdig und
beispielsweise in der „Baby-Szene“ auch ziemlich dumm
installiert, aber sie sind technisch okay.
Nicht viel mehr als okay sind auch die Zombie-Masken. Hier hat
offensichtlich auch der geringe Geldfluss dafür gesorgt, dass
nicht genug Schminke gekauft werden konnte. Bei den Unmengen
Zombies dürfte das aber auch niemanden verwundern. Diesen
Unmengen laufen im Film dann auch ziemlich fix. Dies sollte aber
sicherlich nicht als Verwunderungs- sondern als Stilmittel
eingesetzt werden. Denn seitens der Macher hat man versucht die
Optik von „28 Days Later“ umzusetzen. Sprich: Wackelkamera,
großkörnige Filter und unkonventionelle Aufnahmen. Dies wird
auch vor dem Film angekündigt, sodass sich niemand extra
erschrecken muss.
Darstellerisch wird meist Mittelmaß geboten. Mit einigen kleinen
Ausschlägen nach unten und oben. Es stört etwas, dass sich
niemand der angegriffenen Darsteller so richtig Mühe macht, sein
Leben zu erhalten. Da hat man schon ganz andere Dinge im Film
gesehen. Diese Aktionen sind aber wahrscheinlich unter Anweisung
passiert. Diese Anweisungen dürfte wohl Zombie-Fan Steven C.
Miller gegeben haben. Es ist Millers erster Film und unter diesem
Hintergrund muss man ihn schon loben. Er hat wichtige Elemente in
seinen Film eingebaut, die gut funktionieren und „Run For Blood“
zu einem kurzweiligen Horror-Spaß machen.
Denn unterm Strich ist dieser Film gut. Man muss natürlich
wissen, dass es sich um einen B-Movie handelt. Allerdings setzt er
sich qualitativ von vielen seiner Budget-Kollegen ab. Man merkt es
nicht die ganze Zeit, dass hier wenig Geld vorhanden war. Nur halt
in einigen Szenen. Da bereits angekündigt wurde, dass es noch
einen zweiten und dritten Teil von „Run For Blood“ geben soll,
werden vielleicht ein paar Geldgeber hellhörig und unterstützten
die talentierte Crew, die für den Film verantwortlich ist. Und
wenn man sich vorstellen würde, was mit mehr Geld möglich wäre,
könnte man nicht nur einen weiteren Highschool-Zombie-Film
erwarten, sondern einen großen Wurf, der etwas mehr an George A.
Romero erinnert.
Für Freunde des Zombie-Films ist „Run For Blood“ auf jeden
Fall sehenswert. Er ist mit seinen knapp 75 Minuten sehr
kurzweilig, sehr blutig und bietet solide Spannung und eine ebenso
solide Atmosphäre. Es gibt zudem einen netten Soundtrack, der
Leuten mit etwas härterem Musik-Geschmack gefallen dürfte. |