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Drei
Personen, zwei Männer und eine Frau, finden sich plötzlich in
einem abgedunkeltem Raum wieder. Ohne zu wissen wer der jeweils
andere ist und was sie gemeinsam hier machen. Im Raum gibt es
keine Fenster. Keine Türen oder sonstige Ausstiegsmöglichkeiten.
Innen gibt es nur ganz wenige Utensilien. Eins davon ist eine
Metallkiste, die mit Buchstaben bedruckt ist, welche sich merkwürdig
verhalten.
Den Dreien ist klar, dass ihr Aufenthalt und ihr eventuelles
Verschwinden aus dem Raum mit der Kiste zu tun hat. Es gibt also
ein Rätsel zu lösen. Zu dem Rätsel gehören offenbar
Erinnerungen. Erinnerungen die nach und nach wieder kommen und
sich Stück für Stück in die vorbestimmte Ablaufkette
eingliedern. Allerdings sorgen die Informationen nicht gerade dafür,
dass es untereinander harmonischer wird. Je höher das Wissen der
Gefangenen ist, umso unwahrscheinlicher scheint eine unversehrte
Flucht... |
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Was
macht man, wenn man die Ausgaben für einen Film so klein wie nötig
halten will/muss? Klar: Man schnappt sich ein paar Schauspieler,
sperrt sie in einen kleinen Raum und entwickelt dann eine
Geschichte drum herum. So ähnlich hat das damals ja auch schon
beim Film „Cube“ funktioniert. „Schadow Play“ greift
dieses Prinzip auf, minimalisiert es und versucht das Spiel der
ahnungslosen Kandidaten so interessant wie möglich zu gestallten,
ohne dabei über Mittel zu verfügen, die Interessantes schaffen können.
Prinzipiell kann so etwas nicht funktionieren. Sollte man
zumindest meinen. „Cube“ und seine Ableger sind längst
bekannt und in Filmen wie „Saw“ hat man auch schon
eingesperrte Menschen gesehen, die größere Probleme lösen
mussten. Daher erstaunt es eigentlich, dass „Shadowplay“
durchaus unterhaltsam über den Bildschirm flimmert. Zumindest
wenn man bereits vor der Betrachtung gewisse Abstriche bezüglich
der oben erwähnten Filme macht, die auch auf dem Cover des Films
angepriesen werden: Ein Mystery-Thriller in der Tradition von CUBE
und SAW“.
Der sehr sterile Hauptspielplatz und die unbekannten, aber dennoch
solide agierenden Darsteller versetzten den Zuschauer in den Bann,
dass erfahren zu wollen, was im Unklaren ist. Dies funktioniert
auch eine ganze Zeit lang, ohne das qualitativ hochwertige
Informationen zu Tage gefördert werden. Man beobachtet die
leidgeplagten Protagonisten einfach bei dem was sie tun und harrt
der Dinge, die da noch kommen werden. Die deutsche Synchronisation
stört zwar etwas, da sie nicht als durch und durch gelungen
betrachtet werden kann, dem Unterhaltungswert schadet dies aber
nur wenig. Interessant gestaltet wird das Geheimnis und eine
mysteriöse Kiste. Hier wird mit minimalsten Mitteln über einen
recht langen Zeitraum Spannung erzeugt. Was auch gut rüberkommt
sind die Szenen, in denen sich die Hauptdarsteller an ihr Leben
vor dem Raum erinnern. Allerdings kann man auch nicht
totschweigen, dass das Gezeigte mit zunehmender Spieldauer nicht
mehr so zu überzeugen weiß. Auf Dauer wird es einfach zu
monoton.
Auf Spezialeffekte jedweder Form hat man verzichtet. Es gibt weder
Effekte noch blutige Szenen. Hier und da wird es zwar mal etwas
ruppig, insgesamt muss man sich aber fragen, warum der Film die
KJ-Einstufung bekommen hat. Die wahrscheinlichste Antwort hierfür
wäre wohl, dass er gar nicht zur Prüfung angetreten ist.
Was man sich des weiteren Fragen muss ist warum der Film 87
Minuten dauert. Nach knapp 72 Minuten ist alles vorbei. Schluss.
Wer in der Schule in Mathe einigermaßen aufgepasst hat, wird
feststellen das da ziemlich genau eine Viertelstunde fehlt. Weil
den Machern wahrscheinlich auch das Geld dafür gefehlt hat, die
knapp 90 Minuten Filmmaterial zu füllen, hat man einfach einen
Zeitlupen-Abspann hinten drangehangen, der sage und schreibe 15
Minuten dauert. Zwar ist die Musik, die mitläuft, nett, dennoch
muss man den Verantwortlichen Etikettenschwindel vorwerfen. Dem
Filmfan kann das an sich egal sein. Denn 15 Minuten mehr Story hätten
den Film sicherlich mit einigen Längen aufgebläht. Nur muss man
beim Betrachten klug genug sein, um nicht zu meinen das da nach
oder im Nachspann eventuell noch etwas kommen kann.
Es wird sicherlich niemanden wundern, dass „Shadowplay“ mit
seinen offensichtlichen Vorbildern „Cube“ und „Saw“ nicht
mal im Ansatz mithalten kann. Es ist halt ein sehr
minimalistischer Film, der dem nicht gefallen wird, der nichts mit
B-Movies anfangen kann. Wer dies allerdings kann, für den wird
„Shadowplay“ zu einem netten, klaustrophobischen
Zeitvertreib. |