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Bei „Shocking Asia III“ handelt es sich um
einen Dokumentationsfilm über seltsame Dinge im Fernen Osten. Da keine
wirkliche Story vorhanden ist folgt nur der Covertext:
„Was Sie hier sehen, wird in keinem Reiseführer über den geheimnisvollen
Fernen Osten auch nur ansatzweise erwähnt. Der Film blickt schonungslos
hinter die Kulissen, zeigt bizarre, sexuelle Praktiken und schockierende
Rituale – ungestellt, ungeschminkt, extrem. Ob Sie sich die provozierende
und nach unserem Verständnis oft abartigen Bilder dieses sensationellen
Film-Dokuments zutrauen, müssen Sie selbst entscheiden.“ |
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Oh ja! Endlich zeigt uns mal jemand Sachen,
die wir niemals sehen wollten!
Oder hat wirklich jemand Interesse an den sexuellen Neigungen unserer
asiatischen Freunde? Oder wie man dort feiert? Oder was man in asiatischen
Sexshops kaufen kann? Na ja... möglicherweise scheint es für solche Sachen
ein Publikum zu geben, ansonsten wäre wohl keine Veröffentlichung in
unseren Breitengraden zustande gekommen...
In „Shocking Asia III“ wird auf jeden Fall auf einige gewöhnliche und
ungewöhnliche Sachen eingegangen und es werden durchaus bizarre Bilder
gezeigt, die nicht immer appetitanregend sind. Während der Anfang mit
einigen langweilenden Worten und Bildern vom Karneval langweilt, geht es
wenige Minuten später das erste Mal in einen asiatischen Sexshop, wo sich
einige Herren die Vakuumverpackten Slips einiger Frauen zu kaufen, an denen
sie dann voller Genuss schnüffeln...
Etwas weniger genussvoll geht es dann in der nächsten Szene ab, da eine
thailändische Kuh gezeigt wird. Wie man sich denken kann, handelt es sich
bei dem Vieh natürlich um keinen gewöhnlichen Vertreter seiner Art,
sondern einen der fünf Hufen trägt. Wer sich bei diesem Anblick noch nicht
genug ekelt, kann dann den Worten des Sprechers lauschen, der irgendeinen
Müll von Teufel, Schlachten, und heiligen Kühen erzählt. Natürlich wird
das Tier auch solange mit der Kamera fixiert, bis es sich entledigen muss,
denn es handelt sich ja hierbei um eine durch und durch schockierende
Reportage...
Richtig schockierend wird es dann aber später, als es nach Tokio geht, wo
sich die Einheimischen ihrem Hobby hingeben. Das dort Karaoke an der
Tagesordnung steht ist ja nichts neues, aber sensationell und überaus
schockierend ist, dass die Männer und Frauen sich an den Beinen aufhängen
lassen und dann losträllern... Noch schockierender ist allerdings, dass es
offensichtlich Frauen gibt, die sich vorher keine Gedanken machen und im
Rock zum Auftritt gehen...
Und wo wir gerade beim Thema sind, wird gleich im Anschluss darüber
berichtet, wie asiatische Männer wildfremden Frauen in öffentlichen
Verkehrsmitteln unter die Röcke fassen. Ein Grabscher berichtet dann von
seinem schockierenden Grabschleben und ein Geschäftsmann präsentiert sein
Geschick, indem er ein Grabschlokal eröffnet in dem Männer, gegen ein
gewisses Entgeld, ihren Neigungen nachgehen können.
Richtig schockierend an der Sache ist aber, dass nach diesen Szenen erst ein
fünftel der Gesamtlauflänge des Videobandes vorüber sind und die
sensationellen Reportagen kein Ende zu nehmen scheinen. Man bekommt noch
Sachen wie versteinerte Leichen, Hühnerschlachtungen, Frauen die Schweine
säugen, Männer die sich Sachen unter Schmerz in den Körper schieben,
Alligatorkämpfe und natürlich eine Menge Sex zu sehen. Aber eine richtige
Unterhaltung will nicht aufkommen, da man die Sensationsgier der Macher
spürt, die nichts anderes als zusammenhanglose Bilder präsentieren, die
meist geschmacklos und wenig repräsentativ sind. Höchstwahrscheinlich
könnte man auch ein „Shocking Europe“ oder „Shocking Amerika“ (Was
die Teile von „Das ist Amerika“ ja durchaus sind) drehen, wobei wohl ein
gleicher Mist rauskommen würde.
„Shocking Asia III“ ist also ein Sparfilm (Da man ihn sich sparen kann)
und glücklicherweise wurde er für den deutschen Markt geschnitten. Man
erkennt zwar nicht unbedingt das Etwas fehlt und das FSK 18 ist aufgrund der
Sex- und Gewaltdarstellung in Ordnung, außerhalb unserer Bundesrepublik
gibt es aber eine Version, die acht Minuten länger dauert. Allerdings
wären diese acht Minuten sicherlich nur reine Zeitverschwendung, da „Shocking
Asia“ wirklich als filmischer Mist betrachtet werden darf. Es gibt keine
Spannung, keinen Unterhaltungswert und andauernd werden irgendwelche Bilder
gezeigt, die niemand sehen will.... |