|
Der Johnson ist Arzt und zudem sehr
experimentierfreudig. Seine neusten Forschungen drehen sich um die
Manipulation von menschlichen Embryonen, die mittels tierischer Gene
aufgewertet werden sollen. Seine Forschungen laufen nicht schlecht, als aber
die Ärztekammer von seiner Arbeit erfährt, klagt sie Dr. Johnson an. Der
Arzt verliert schließlich seine Approbation und wird durch das Berufsverbot
in den Selbstmord getrieben. Als seine Frau die Leiche ihres Mannes findet,
schwört sie bittere Blutrache an all denen, die in den Fall involviert
sind.
Die äußerst attraktive Frau spürt die betroffenen Personen auf, wickelt
sie mit ihren Reizen um den Finger, verführt sie dann, um sie nach dem Akt
umzubringen. Einer nach dem anderen muss ins Grab beißen... |
|
"Sie tötete in Ekstase" ist ein
typischer Film des Kultregisseurs Jess Franco, der auch eindeutig seine
Handschrift trägt und mit seinen anderen Filmen, zumindest mit den
Erotik-Thrillern, vergleichbar ist. Storytechnisch wird einem, wie man es
kennt, nur Minimalkost geboten. Das Gezeigte kann man sicherlich in einem
Satz unterbringen und dementsprechend ist die Abwechslung gering gehalten.
Dem Film ist schnell anzusehen, dass er aus den Frühsiebzigern (genauer aus
dem Jahre 1970) stammt, da alles typisch für diese Zeit dargestellt ist:
Frisuren (bei Soledad Miranda sowohl als auch...), Kleidung, Farben,
Kunstgegenstände und Musik, aber genau das ist es ja auch, was einige der
Franco-Filme ausmacht. Eine seltsame, einem Drogentrip nahekommende
Atmosphäre, bei der weniger geredet als gezeigt wird. Sicherlich ist dies
aber nicht nur positiv zu bewerten, da es doch zu einigen, etwas langatmigen
Szenen kommt. Nicht jeder mag es, wenn irgendetwas angezoomt, dann wieder
ausgezoomt wird um dann nach mehreren Sekunden wieder angezoomt zu werden.
Aber so ist Franco nun mal.... was will man machen?
Ein Höhepunkt dieses Erotik-Thrilers ist ohne Frage Francos damalige
Lieblingsschauspielerin: Soledad Miranda. Eine wirklich hübsche Frau, die
in ihren Rollen meist die lüsterne Killerin spielte und bestens dafür
geeignet war! Neben Soledad Miranda gibt sich der Meister selbst die Ehre,
in dem er einen der Ärzte spielt, die in den Fall um Dr. Johnson verwickelt
waren. Allerdings hätte sich wohl jeder heterosexuelle Mann, der den
Regiestab in der Hand hat, eine Rolle gegeben, in der er von der hübschen
Frau lustvoll ermordet worden wäre... Zu den Schauspielern gesellt sich
zudem Horst Tappert, der natürlich einen Kommissar spielt und zumindest
witzig zu beobachten ist.
Das wäre es auch schon, was zu "Sie tötete in Ekstase" zu sagen
wäre. Der Film ist recht sinnfrei und dadurch eine Perle des Trashfilms,
wie man sie heute nicht mehr findet. Es ist schon komisch, wie Franco damals
einen Film nach dem anderen herstellen konnte und dafür auch noch Publikum
fand. Heute freuen sich die Filmfans auf jeden Fall über solch ein
Schmuckstück der 70er Jahre, auch wenn der Unterhaltungswert nicht gerade
hoch ist. Der Film ist weder sonderlich erotisch, noch gewaltvoll und würde
nach einer neuerlichen Prüfung sicherlich vom FSK 18 auf FSK 12
runtergestuft, da es neben der nackten Soledad nur etwas fließendes
Kunstblut gibt...
Die CMV DVD hat ein richtig gutes Bild (1,85:1 / 16:9) und einen
ansprechenden Ton im Hifi/Mono Format. Die Extras lassen allerdings etwas zu
wünschen übrig, da es nur den Trailer, Biografien in Textform und einige
Szenen aus der amerikanischen Fassung gibt, die in der deutschen nicht
enthalten waren. Allerdings sind die Szenen todlangweilig und zum Glück
auch recht kurz. Aufgrund des Alters des Films ist das Zusatzmaterial aber
durchaus okay. |