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„Nur das Böse öffnet und schließt die
Tür zu Silent Hill“
Adoptivtochter Sharon leidet an Schlafwandeln und Black Outs. Immer wieder
schreit sie im Schlaf, dass sie nach Hause möchte, nach Silent Hill. Als
ihre Anfälle häufiger werden, beschließt ihre Mutter Rose, mit ihr in
diese Stadt zu fahren, den Grund für ihre Alpträume zu finden. Ihr Ehemann
ist davon nur wenig begeistert. Somit macht sich Rose heimlich zusammen mit
Sharon auf die Reise. Einer Polizistin kommen die beiden verdächtig vor.
Sie folgt den beiden. Rose, die ihre Mission gefährdet sieht, gibt Vollgas
und kommt schließlich kurz hinter dem Ortschild von Silent Hill mit ihrem
Wagen ins Schleudern und verliert das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich
kommt, ist Sharon verschwunden. Rose macht sich in dieser Geisterstadt auf
die Suche nach Sharon.
Silent Hill fiel vor vielen Jahren einem schrecklichen Brand zum Opfer. Noch
immer brennt tief in der Erde der Kohleflöz weiter. Ascheregen und Nebel
trüben die Sicht, erschweren Rose's Suche nach ihrer Tochter. Außerdem
muß Rose nur allzu bald feststellen, dass irgendetwas in dieser Stadt nicht
stimmt: Sie ist nicht allein! Jedes Mal, wenn Sirenegeheul erklingt,
verwandelt sich alles um sie herum. Seltsame Kreaturen tauchen plötzlich
auf.
Auch Polizistin Cybil erkennt, dass in Silent Hill etwas faul ist. Sie
entschließt sich, Sharon bei ihrer Suche zu helfen. Immer wieder taucht ein
kleines Mädchen auf und ist ebenso schnell wieder verschwunden. Es
hinterlässt jedoch Spuren. Cybil und Sharon folgen ihnen… |
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Genau wie auch „Resident Evil“, „Doom“,
„Bloodrayne“ oder „Alone in the Dark“ handelt es sich auch bei „Silent
Hill“ um eine Videospielverfilmung. Teil 2 + 3 des Spieles habe ich
bereits gespielt, Teil 1 leider noch nicht, weswegen ich auch nichts dazu
sagen wie gut sich dieser Film an die Vorlage hält. Das Grundprinzip von
„Silent Hill“ ist dafür jedoch in allen Teilen gleich, und dieses wurde
auch sehr gut in die Verfilmung übernommen, wobei sogar Wert auf Details
gelegt wurde. In allen Teilen des Videospieles geht es um die Stadt Silent
Hill, die einst durch einen Brand zerstört wurde. Es gilt Geheimnisse zu
lösen und sich dabei stets vor angreifenden Monstern in Sicherheit zu
bringen.
Die Atmosphäre des Filmes ist sehr gelungen und kommt der des Spiels recht
nahe. Die Stadt wirkt bedrohlich und gerade der Wechsel zwischen den beiden
Ebenen (Realität und Vorhölle) ist sehr gelungen. Die Gebäude sind, genau
wie im Spiel, verkommen und düster. Sie vermitteln eine unheimliche bis
surreale Stimmung – herrlich! Die Musik wurde direkt von der Spielvorlage
übernommen, was äußerst passend ist und ebenfalls zur schaurig, schönen
Atmosphäre des Filmes beiträgt.
Besonders gespannt war ich auf die Umsetzung der Monster und wurde hier auch
nicht enttäuscht. Insbesondere die Nurses und den Pyramidenkopf fand ich
sehr gelungen. Einziges Manko: Die Monster tauchen viel zu selten auf!! Im
Spiel laufen sie einem an jeder Ecke, in jedem dunklen Hinterhalt über den
Weg, während sie sich im Film doch etwas zurückhalten. Dafür wurde jedoch
viel Liebe ins Detail gesetzt. Das Endmonster könnte sogar direkt aus „Hellraiser“
stammen. Eine gewisse Ähnlichkeit mit Clive Barker's Höllenkreaturen ist
da!
Die Gewaltdarstellung hält sich relativ in Grenzen. Ein paar blutige Szenen
kommen aber doch vor, wobei die Effekte teilweise etwas plump wirken. Der
Showdown am Ende des Filmes ist allerdings ganz nett anzusehen. Ich hätte
mir dennoch ein paar Splattereinlagen mehr erhofft!
Das Drehbuch stammt von Roger Avery, der auch schon bei „Pulp Fiction“
seine Finger im Spiel hatte. Die Story ist an einigen Stellen sehr komplex
und verwirrend, aber dennoch gelungen. Zuschauer, die die Spiele kennen,
wissen sofort Bescheid. Für diesbezüglich unvorbelastete Leute könnten
jedoch einige Dinge unlogisch erscheinen. Alleine der Wechsel zwischen den
Ebenen könnte zu Verwirrungen führen.
Die Darsteller spielen ihre Rollen recht gut, wobei ich Sean Bean fast nicht
erkannt hätte. Als Boromir in „Herr der Ringe“ sah er jedenfalls besser
aus!
Nach „Pakt der Wölfe“ schuf Regisseur Christophe Gans nun auch mit „Silent
Hill“ einen sehr guten, stark auf Atmosphäre gestrickten Film. Waren es
in „Pakt der Wölfe“ noch eher die Landschaftsaufnahmen, so sind es in
„Silent Hill“ die unheimlichen, finsteren Gebäude, die zum Gelingen des
Filmes beitragen. Kein Wunder: Mit einem Budget von $50 Mio. konnte Gans
schließlich auch einiges auf die Beine stellen.
Bei "Silent Hill" werden sich die Geister scheiden: Entweder man
mag ihn oder man hasst ihn, dazwischen gibt es nichts. Was für die einen
langweilig wirkt, ist für die anderen spannend und man fiebert mit. Man
erkennt Kleinigkeiten aus den Spielen und ist auch nicht selten davon
beeindruckt, wie sie umgesetzt wurden. Sicher wirkt es etwas seltsam, wenn
Rose Hinweise findet und direkt weiß, was sie damit zu tun hat, sie
scheinbar nichts falsch macht…denn kennt man das Spiel, so weiß man wohl
aus eigener Erfahrung, dass man dort auch oft erst herumprobieren muss, um
alle Rätsel zu lösen. Allerdings ist dies eine Tatsache über die ich auch
hinweg sehen kann. |