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In Ashton geht die Angst um. Das kleine,
verschlafene Nest, das im Mittleren Westen der USA liegt, war ein
friedliches Örtchen. Doch neuerdings verschwinden immer wieder Einwohner
spurlos, bis ihre grausam zugerichteten Skelette gefunden werden.
Aber anstatt einzugreifen, hüllen sich die Verantwortlichen in Schweigen.
Das Ministerium für Gesundheit vermutet Übergriffe von Ratten, doch es
wird nichts unternommen und dummerweise liegt man mit der Vermutung völlig
daneben.
Erst als Arzt Mike und der durchgeknallte Wissenschaftler Don sich der Sache
annehmen, finden sie den Grund für die Morde heraus. Es sind Tiere, die die
Menschen angreifen, aber keine Art von der man es erwarten konnte.
Milliarden von schleimigen, giftmüllverseuchten Nacktschnecken haben sich
in der stark verfallenen Kanalisation breit gemacht und greifen nun vereint
die Bewohner von Ashton an… |
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Wer hätte das gedacht? Die Schleimigen
Freunde des Hobbygärtners werden zu Protagonisten in einem Horror-Film. Von
Krokodilen, Schlangen, Hunden, Skorpionen oder Spinnen mag ja noch eine
gewisse Angst ausgehen, die kleinen schleimigen Freunde sind dagegen eher im
Bereich der weniger gefährlichen Tiere einzuordnen. Zwar durchaus ekelhaft,
aber nicht gefährlich. Aber was macht man um ungefährliche Schleimer zu
einer Gefahr werden zu lassen? Klar – man lässt sie massenweise
auftreten. Schließlich hat das auch schon in anderen Filmen mit anderen
Tieren funktioniert.
Die Story ist im Grunde auch nicht anders als bei anderen Filmen dieses
Subgenres. Leicht trashig und nach einem einfachen Strickmuster aufgebaut.
Erst werden ein paar Leute bekannt gemacht, die dann kurze Zeit später den
Löffel abgeben müssen. Offizielle versuchen die Giftmüll-Gefahr zu
vertuschen und ein Forscher macht sich dann auf den Weg, die Welt zu retten.
Das Ganze wird dann mit ein paar Dummdialogen garniert und von relativ
schlechten Darstellern, die mit ihrem Tun hin und wieder für einige Lacher
sorgen, wiedergegeben.
„Slugs“ versucht sich aber wenigstens etwas abzusetzen. Und zwar mit
ekeligen Spezialeffekte, die es durchaus in sich haben. Sie sind zwar von
der Qualität her nicht sehr weit oben anzusetzen, man sieht aber dass die
Macher sich sehr viel Mühe gegeben haben, dem geneigten Betrachter dem
Kotzen nahe zu bringen. Ganz klappt das natürlich nicht.
Ob „Slugs“ ein ernsthafter Horror-Film werden sollte, ist schwer zu
sagen. Vor allem wenn man Szenen sieht, wie zum Beispiel die, in der eine
Schnecke einen Mann in den Finger beißt. Da ist auf jeden Fall ein Lacher
garantiert, und das nicht nur für diejenigen, die im Biologie-Unterricht
aufgepasst haben. Dann gibt es noch eine Szene, wo ein Mann von den
Schnecken ins Wasser gezogen wird und als blubbernde Blutfontäne endet…
Wer Horror mit Tieren mag ist mit „Slugs“ auf jeden Fall bestens
bedient. Es gibt die üblichen Stereotypen, unfreiwillige Komik, schleimige
Schnecken und eine Menge ekeliger Szenen. Zudem kommt kaum Langeweile auf,
die Atmosphäre und Spannung sind stimmig und die Spezialeffekte bleiben
nachhaltig im Gedächtnis. Was will man mehr von einem Film des Tier-Horror
Subgenre erwarten? Lediglich das lange Ende ist etwas störend, kann aber
mit einer Bieraufnahme in geselliger Runde kompensiert werden. |