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Das junge Liebespaar Nell und Steven zieht in
ein altes Mietshaus am Rande von Hollywood. Die junge Lehrerin und der
angehende Arzt sind alles andere als auf den ersten Blick in ihre neue
Behausung verliebt. Es ist irgendwie düster in dem Gemäuer. Die Wände
sind so dünn, dass man jedes Wort aus dem Nachbarzimmer versteht. Zudem
gibt es einige bautechnische Mängel.
Zwar bietet das Haus einigen Service: Einen Hausmeister, der handwerklich
sehr begabt scheint, einen Pagen, der sich um das Wohl der Mieter kümmern
soll. Die negativen Eindrücke überwiegen aber. Und die beiden ahnen nicht,
was hinter den Mauern des Hauses geschieht: Ein Killer geht um, der mit
verschiedenen Werkzeugen wahllos Leute niedermetzelt. Als Nell eines Tages
dem Verschwinden ihrer Nachbarin nachgehen will, wird sie zwangsweise mit
dem Mörder konfrontiert. |
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Tobe Hooper („Blutgericht in Texas“) hat
nach einigen weniger unterhaltsamen Filmen endlich mal wieder einen
Volltreffer gelandet. Wer den Film „Der Bohrmaschinenkiller“ ( The
Toolbox Murders, 1978) kennt und einen ähnlich schlechten Film als
Neuverfilmung erwartet, täuscht sich. - Zum Glück. Denn das angebliche
Remake ist eigentlich keines. Einzige Parallele: Die ungewöhnliche
Tatwaffe.
„The Toolbox Murders” beginnt spannend und macht bereits nach den ersten
Minuten Lust auf mehr.
Nachdem einige Leute ihr Leben lassen mussten und man die Protagonistin
nebst Ehemann kennen gelernt hat, geht es auch schon ans Eingemachte. Mit
einer sehr gelungenen Atmosphäre, Schockmomenten, die einem das Herz in die
Hose rutschen lassen und Splatterszenen, die es wirklich in sich haben.
Langeweile kommt so gut wie gar nicht auf. Der Betrachter wartet von Szene
zu Szene auf neue Auftritte des mysteriösen Killers und wünscht sich eine
Auflösung des Geschehens.
„The Toolbox Murders” ist sicherlich kein Film, der das Genre neu
erfindet, es zeigt sich sogar von Vorteil, dass ein Altmeister den Regiestab
in die Hand genommen hat und auf Altbewehrtes setzt. Denn ein Horrorfan will
den Horror spüren und sehen. Dank der meisterlichen Arbeit von Hooper
bekommt man hier einen wirklich gelungenen Horrorfilm zu sehen, der zu den
besten Beiträgen der letzten Jahre zu zählen ist. Der Film soll zwar von
der „Motion Picture Association of America“ im Vorhinein geschnitten
worden sein, doch was übrig geblieben ist, ist teilweise ultraheftig.
Was optisch ebenfalls einen sehr guten Eindruck macht, ist das Gebäude, in
dem der Streifen gefilmt wurde. Die Kulissen sind wie geschaffen für einen
Film dieser Art und tragen viel zur nahezu genialen Atmosphäre bei. Die
Darsteller hinterlassen zwar einen nicht ganz so guten Eindruck, wirken aber
wenigstens nicht sonderlich störend. Man kann Angela Bettis („May“, „Carrie“),
Brent Roam („Tremors 4 - Wie alles begann“), Marco Rodríguez, Rance
Howard und den anderen mitwirkenden durchaus solide Schauspielkünste
attestieren. Für einen Darstellerpreis wird es aber sicherlich nicht
reichen. Man muss ihnen aber zu Gute halten, dass das Drehbuch nun wirklich
nicht gerade herausragende schauspielerische Künste verlangt.
Nichtsdestotrotz bleibt „The Toolbox Murders” ein sehr gelungener Film,
der sicherlich neben den Remakes von „TCM“ und „Zombie“ sowie dem
gelungenen „Wrong Turn“ und vielleicht noch „Creep“ zu den jüngeren
Glanzlichtern des Genre zu zählen ist. Für Horrorfans ein unbedingter
Pflichtfilm, mit dem Tobe Hooper sicherlich einige neue Fans unter den
jüngeren Filmfreunden hinzugewinnen wird. |