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Kritik
Warum nicht einfach mal das Böse fluten? Schließlich haben
Menschen schon viel größere Probleme als einen Angriff der
dunkelen Seite runtergespült...
Brain Yuzna,
Altmeister am Regiestab („Beyond Re-Animator“, „Rottweiler“)
und mittelerfolgreicher Horror-Produzent (u.a. „The Nun“), hat
es auf jeden Fall versucht und Beachtliches geschaffen. Sicherlich
nicht für Freunde des „guten“ Geschmacks, aber Trash- und
Fulci-Fans dürften auf ihre Kosten kommen. Letztgenannte aber wohl
eher, wenn sie auch die letzten Werke des bereits verstorbenen
Fulcis mochten.
Die Ganze
Geschichte kommt von Beginn an ziemlich unlogisch und lückenhaft rüber,
hat aber in den ersten Minuten einen gewissen Unterhaltungswert. Es
gibt schöne Bilder und man kann sich durchaus vorstellen, in den nächsten
Minuten erschrocken zu werden. Der Unterhaltungswert nimmt im
Verlauf aber deutlich ab, was auf einige Schwächen im Drehbuch
schließen lässt. Alles wirkt irgendwie lieblos inszeniert und ist
durch nichtssagenden Dialoge aufgebläht. Das gerade Dummdialoge
kein gutes Stilmittel sind, sollte ein erfahrener Horror-Regisseur
wie Yuzna eigentlich wissen. Dennoch verwendet er sie haufenweise.
Ebenso inhaltslos
ist die Beschreibung der Charaktere, die fast gar nicht stattfindet.
Als einer der Protagonisten auftaucht und ein Weilchen mitspielt,
kann man ihn seiner wichtigen Rolle im Film nicht zuordnen. Da ist
es eigentlich kaum verwunderlich, dass die Darsteller nicht so gut
beim Betrachter ankommen. Ein, zwei Ausnahmen gibt es in den
Nebenrollen. Allerdings kann man den Akteuren auch keinen großen
Vorwurf machen, da die Ausgangslage äußerst schlecht war.
Die Effekte, die
nur wenig vorhanden sind, lassen sich durchaus sehen. Sie sind
sicherlich nicht auf dem höchsten Niveau, passen aber in eine
B-Produktion. Vielleicht hätte man seitens der Produzenten auf die
Computer-Animationen verzichten sollen, da diese ziemlich unwirklich
daherkommen. Das passt allerdings zur Story...
Wer sich filmisch
zurück ins Ende der 80er Jahre versetzten möchte und kein Problem
mit langwierigen Unterhaltungsunterbrechungen hat, dem könnte „Beneath
Still Waters“ durchaus gefallen. Das Werk des Brain Yuzna erinnert
unweigerlich an einen Fulci-Film, wenn auch nicht unbedingt an seine
besten Werke. „Beneath Still Waters“ wird sicherlich kein
filmischer Aufreger werden, weckt für den geneigten Betrachter aber
durchaus nette Erinnerungen.
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