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Der
Tod als Feind. Oft wurde diese Thematik aufgegriffen, doch wohl nie so
schnörkellos und beeindruckend wie von dem Horror-Klassiker „Re-Animator“.
Regisseur Stuart Gordon hat mit diesem Film einen Meilenstein des modernen
Horrorfilms geschaffen und bewiesen, dass man auch als Regisseur den einen
großen Hit landen kann. Er durfte zwar nach seinem Erfolg von 1985 an einige
namhafte Projekte wie „Fortress – Die Festung“ oder „Castle Freak“
und er wurde auch berechtigterweise zwei Mal zu den „Masters Of Horror“
geladen, dennoch konnte er den Erfolg den er mit „Re-Animator“ hatte, nie
mehr einstellen.
Das es sich bei „Re-Animator“ und Gordons zweiten Film handelt, merkt man
kaum. Durch eine nicht geringe Priese schwarzem Humor werden einige technische
Defizite fast bis zur Unkenntlichkeit minimiert. Gordon ist eine perfekte
Mischung gelungen. Mal meint man das Geschehen keinesfalls ernstnehmen zu
können, dann gefriert einem bei der Betrachtung einiger Szenen das Blut in
den Adern.
Die Geschichte ist sehr interessant zu verfolgen und das, obwohl sie
eigentlich nicht viel hergibt. Die Charaktere werden nur schemenhaft, aber
lustig beschrieben und Sympathieträger sind nicht wirklich auszumachen. Aber
das Tempo ist hoch, die Atmosphäre vorbildlich dicht und die Splattereinlagen
häufig als auch sehenswert. Es wird quasi gesplattert bis der Arzt kommt. Im
wortwörtlichen Sinne. Zudem ist es immer wieder interessant zu verfolgen,
wenn ein Toter zurück ins Reich der Lebenden geholt wird. Hier ist stets
beste Zombie-Unterhaltung garantiert.
Ebenso erstklassig, wie die Effekt-Einlagen, sind die mitwirkenden Darsteller.
Allen voran Jeffrey Combs, der hier als Herbert West seine Paraderolle spielen
darf. Glaubhaft wird hier natürlich nichts dargestellt. Muss aber auch nicht,
da das Ganze wunderbar übertrieben ist. Besonders ins Auge sticht der gute
Dr. Hill, der von David Gale gespielt wird. Seine Mimik und sein hypnotischer
Blick sind mit dem Streifen in die Film-Geschichte eingegangen.
Wenn man einem Bekannten, der noch nie einen Horror-Film gesehen hat, einen
Tipp für einen kommenden Video-Abend mit bester Unterhaltung geben müsste,
würde die Empfehlung von „Re-Animator“ wohl mit zu den ersten 10 Filmen
gehören. Denn „Re-Animator“ ist ohne Frage ein Klassiker, der auch viele
Jahre nach seinem Erscheinen noch zeitlos ist. Allerdings muss vor der
Betrachtung gesichert sein, dass man sich eine ungeschnittene Fassung besorgt,
da die vielen Splatterszenen in einigen deutschen Fassungen entfernt wurden.
Die Effekte sind zwar alle maßlos übertrieben und nur mit einem
Augenzwinkern zu verstehen, sie waren aber offensichtlich ein Dorn im Auge der
Beschneidungs-Behörde.
„Re-Animator“ muss man also gesehen haben. Ohne Wenn und Aber. Der Film
mischt eine nette Story mit makabrem Humor und einer kräftigen Priese
blutiger Spezialeffekte. |
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Die
DVD-Version von CMV kann sich ohne Frage sehen lassen. Bild und Ton wurden
aufgearbeitet und lassen sich gut sehen respektive hören. Jemand, dem in der
Vergangenheit nur ein geschnittenes Tape oder sich einen Re-Uncut-Import
besogt hat, wird auf jeden Fall höchst zufrieden sein. Das Extramaterial kann
sich auch sehen lassen. Neben zwei Audikommentaren von Regisseur
beziehungsweise des Produzenten und der Hauptdarsteller gibt es eine entfernte
Szene (ca. 2 Minuten), eine knapp siebenminütige Bildergalerie, Trailer und
TV-Spots. Um die Sache abzurunden wurde noch die „Extended Version“ mit
auf die Scheibe gepresst, mit deutscher und englischer Tonspur, die noch etwas
mehr Handlungsszenen für den geneigten Betrachter bereithält.
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