Ruinen

Ruinen

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 87 Minuten
Regie Carter Smith
Darsteller Jonathan Tucker Jena Malone Laura Ramsey Shawn Ashmore u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
  • Türkisch
Untertitel
  • Deutsch
  • Englisch
  • Türkisch
LC 2
FSK 16
Ruinen

Story

Jeff, Stacy, Amy und Eric verbringen ihre letzten Urlaubstage in einem idyllischen kleinen Ort in Mexico. Am Pool machen sie schließlich die Bekanntschaft von Mathias und Dimitri, die der Clique anbieten sie am nächsten Tag auf einen Ausflug zu einer alten Maya-Pyramide mitzunehmen, interessiert nehmen die 4 das Angebot an. Mathias ist auf der Suche nach seinem Bruder, der mit einer Archäologin zusammen zu der Pyramide wollte und seither nicht zurückgekehrt ist. Bereits die Fahrt dorthin erweist sich zunächst als schwierig, da es sich dabei um keine Touristenattraktion handelt, sondern die Kultstätte eher totgeschwiegen wird. Allen Warnungen zum Trotz gelangt die kleine Gruppe von nun mehr 6 Personen schließlich zur Pyramide und ist auch sogleich fasziniert von dem grandiosen Bauwerk, das über und über mit seltsamen Schlingpflanzen überwuchert ist. Gerade als sie die Pflanzen berühren, tauchen wütende Einheimische mit Waffen auf. Die Meute ist sehr aufgebracht und stetig tauchen mehr dieser Einheimischen auf, die wild gestikulieren und auf keine Sprache reagieren. Bei einem Tumult fällt schließlich ein Schuss und Dimitri bricht tot zusammen. Die Gruppe ist schockiert und zieht sich auf die Pyramide zurück. Niemand der Einheimischen folgt ihnen, stattdessen errichten diese rund um die Pyramide ein Lager, wodurch einzigst die Spitze der Pyramide als sicheres Domizil erscheint. Doch der Schein trügt. Sie entdecken das Zelt von Mathias Bruder, doch es ist leer und schließlich entdecken sie auch seinen Bruder in der Nähe des Zeltplatzes, seine Leiche liegt unter den Schlingpflanzen begraben…was ist hier nur geschehen? Plötzlich erklingt das Klingeln eines Handys aus einem tiefen Schacht…könnte dies die Rettung der Clique sein? Mit keinem der eigenen Handys haben sie Empfang auf der Pyramide und ohne Hilfe von außen können sie nicht lebend durch das Lager der Einheimischen gelangen und somit versuchen sie den Schacht hinab zu gelangen, doch das Seil reist…

Ruinen  Ruinen

Kritik

Die Story birgt nichts wirklich Neues und ist im Grunde auch recht vorhersehbar, denn wie in gewohnter Slasher-Manier wird ein Charakter nach dem nächsten niedergemeuchelt und dennoch, der Film ist als Komödie betrachtet, richtig lustig und zum einmal anschauen ohnehin empfehlenswert. Auch wenn er vielleicht nicht gerade als Komödie beabsichtigt ist, in der Horrorgemeinde dürfte er genau dies beim Betrachter erzielen. So wird z.B. in meiner Lieblingsszene eine Bein-Amputation mit einem kleinen Taschenmesser durchgeführt oder ein kleiner Junge wird wie beim Völkerball abgeworfen und kurz darauf erschossen, sein Blick dabei ist göttlich! Ja sicher, wird dies wieder mal bei einigen Leuten Entsetzen hervorrufen, aber nicht bei mir! Eine kleine Priese schwarzen Humor sollte man schon besitzen wenn man sich solche Filme ansieht. Trotz der Vorhersehbarkeit der Story ist es den Machern dennoch gelungen den Film recht spannend zu gestalten, schließlich ist man meist auch ungewiss darüber, wen es als nächstes Opfer treffen wird.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ACHTUNG SPOILER (wer’s nicht wissen will, sollte diesen Abschnitt überspringen): Etwas Ähnlichkeit hat die Thematik von „Ruinen“ in meinen Augen auch mit dem Musical „Der kleine Horrorladen“. Schließlich handelt es sich auch hier um Killerpflanzen, die gnadenlos Jagd auf Menschen machen. Ob sich die Macher da vielleicht ein klein wenig davon inspirieren ließen? ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Die alte Maya-Pyramide wirkt auch recht ansehnlich, auch wenn sie nicht sonderlich groß erscheint, bedenkt man wie schnell unsere Hauptcharaktere von unten nach oben gelangen. Ansonsten gibt es nicht sonderlich viele andere Kulissen, da sich fast alles auf/in der Ruine abspielt. Sehr überrascht war ich dagegen von der FSK Freigabe ab 16, in Frankreich sogar ab 12!!! Da der Film relativ blutig ist und sogar einige sehr schöne Splatterszenen beinhaltet. Bereits als das 1. Opfer erschossen wird, dachte ich die Kamera würde da nicht drauf halten, aber Irrtum…man sieht sehr deutlich wie etwa der Halbe Kopf der Person weggeschossen wird. Wer kein Blut sehen kann, also am besten den Film meiden!!! Denn dies war natürlich erst ein kleiner Vorgeschmack auf das was später noch an Splattereffects aufgefahren wird. Auch hier wieder sei meine Lieblingsszene der Bein-Amputation erwähnt! Die Darsteller sind mir, wie so oft, allesamt unbekannt, doch das ist auch nicht sonderlich wichtig. Man erfährt relativ wenig über die Charaktere an sich, so dass man im Grunde auch mit niemandem wirkliche Sympathien verbindet. Etwas überholt finde ich die Namensgebung des Deutschen Bruderpaares. „Mathias“ ist ja noch in Ordnung, aber seinen Bruder „Heinrich“ zu nennen finde ich irgendwie lächerlich, da es absolut nicht passt. Zum Glück habe ich den Film auch in der Deutschen Synchro gesehen, denn im Original wurde natürlich kein Deutscher für die Rolle des Mathias besetzt, sondern ein Brite, der dann versucht Deutschen Dialekt in seine Rolle zu legen, was wohl extremst daneben geht! Der Griff zur Deutschen Fassung des Filmes dürfte somit besser sein. Bei „Ruinen“ handelt es sich um das Kinodebüt von Regisseur Carter Smith, der zuvor lediglich als Fotograf und Werbefilmer tätig war. Sollte er sich in diesem Genre nun etablieren bleibt es wohl spannend womit er uns als nächstes beglücken wird. Als Debüt finde ich den Film jedenfalls wirklich gut gelungen. Drehbuchautor Scott B. Smith dagegen ist bereits seit seinem Roman „Ein einfacher Plan“ vielen ein Begriff, schaffte er es gegen Ende der 90er Jahre schließlich sogar zu einer Oscar-Nominierung. Ein durchaus nettes Filmchen für Zwischendurch! Man sollte ihn jedoch nicht allzu ernst nehmen, da die Story schon recht weit hergeholt ist. Dennoch vergebe ich 4 Sterne, da ich den Film durchweg recht lustig finde. Auch wenn wohl nicht jeder meine Art von Humor dabei verstehen wird. Für Horrorfilmfreaks jedenfalls absolut empfehlenswert. Leuten, die kein Blut sehen können, rate ich jedoch eher davon ab, da er für FSK 16 schon ziemliche heftige Szenen beinhaltet und ich wieder mal denke, dass sich ein Horrorfilmfreund bei der FSK-Stelle eingeschlichen haben muss, der solche Filme ENDLICH frei gibt (vergl. „Wrong Turn“, „Final Destination“) 😉

Ruinen  Ruinen

DVD

An der DVD aus dem Hause Paramount gibt es kaum etwas zu kritisieren. Bild und Ton sind hervorragend auf die Scheibe gepresst worden. Da ist beste Kino-Unterhaltung garantiert. Bei den Extras gibt es einen informativen Audiokommentar von Regiesseur Smith und Edito Betancourt. Zudem gibt es kleine Dokumentationen "Die Erschaffung der Ruinen", "Der kriechende Tod" und "Erschaffung von Ruinen". Alle in Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Die Länge dieser drei Filme beträgt in etwa 35 Minuten. Darüber hinaus kann man entfernte Szenen betrachten und sich einigen Trailern hingeben.

Bewertung

Splatter Ruinen
Spannung Ruinen
Story Ruinen
Ekelfaktor Ruinen
Atmosphäre Ruinen
Tonqualität Ruinen
Bildqualität Ruinen
Zusatzmaterial Ruinen
Gesamteindruck Ruinen

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