30 Days Of Night

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Informationen

OT:30 Days Of Night

ca. 113 Minuten

Neuseeland, USA 2007

Regie

  • David Slade
Darsteller

  • Josh Hartnett
  • Melissa George
  • Danny Huston
  • Ben Foster
  • u.a.

30 Days Of Night

Story

Das kleine, verschneite Dörfchen Barrow in Alaska wird einmal im Jahr Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels – einer 30-tägigen Dunkelheit, hervorgerufen durch die Polarnacht. Da während dieser Zeit der Ort fast gänzlich von der Außenwelt abgeschlossen ist, zieht es auch viele der Bewohner während dieser Zeit aus dem Dorf heraus in die nächst gelegene, größere Stadt. Nur ein hart gesottener Kern von Bewohnern bleibt selbst in dieser Zeit in dem kleinen Dorf zurück. Alle Bewohner sind mit den Vorbereitungen für die 30-tägige Nacht beschäftigt und nutzen noch das letzte Tageslicht. Doch dieses Mal scheint etwas nicht zu stimmen, da es zu einigen seltsamen Vorkommnissen kommt. Sheriff Eben findet auf seinem Rundgang eine Feuerstelle mit lauter verbrannten Handys und dann werden auch noch alle Schlittenhunde brutal abgeschlachtet aufgefunden, kurze Zeit später funktionieren auch die Telefonleitungen nicht mehr und schließlich fällt auch noch der Strom aus. Dazu kommt ein seltsamer Fremder, der plötzlich im Dorf erscheint und etwas von Fremden die kommen würden, von sich gibt. Mit der Dunkelheit wird es immer beängstigender in Barrow und spätestens als die ersten Leichen (bzw. Leichenteile) auftauchen wird schnell klar, dass die Dorfbewohner nicht alleine in dem Ort sind und etwas Unmenschliches hier sein Unwesen zu treiben scheint…

Kritik

Regisseur David Slade gelang mit seinem Debüt „Hard Candy“ ein Film, der dem Zuschauer noch lange im Gedächtnis blieb, da er auf gewisse Art und Weise zu schockieren wusste, ähnliches versuchte er nun auch bei seinem Zweitfilm „30 Days of Night“, der meiner Meinung nach jedoch einige Schwächen in sich beinhaltet. Bereits 2002 erschufen die beiden Comic-Autoren Steve Niles und Ben Templesmith einen 3- bändigen Comic Roman namens „30 Days of Night“, der sich bereits nach kurzer Zeit einer recht großen Fangemeinde erfreuen durfte. Diesen nahm sich Regisseur David Slade zum Vorbild und versuchte die spannende Vampirgeschichte auf die Leinwand zu bringen, allerdings war vieles nicht so zu verfilmen wie gewünscht und auch die Geschichte selbst geriet teils etwas ins stocken, da einfach zu viele Fragen unbeantwortet bleiben und die Story somit teils aus dem Zusammenhang gerissen wirkt. Hier hätte man sicherlich noch etwas mehr ins Detail stecken können, vielleicht auch ein wenig mehr zur eigentlichen Geschichte der Vampire bringen können…aber man kann halt nicht alles haben. Äußerst Positiv fällt die Wahl des Schauplatzes ins Auge, da hierbei auf die reale Stadt Barrow in Alaska zurückgegriffen wurde, wo in der Tat zwischen dem 18.11. und 24.01. kein Sonnenlicht herrscht. Die so erzielte Atmosphäre ist grandios und wirkt durchaus bedrohlich. Ein Gefühl von Einsamkeit und Angst zieht sich durch den ganzen Film. Die Darsteller wirken teils recht lustlos und können somit nicht alle überzeugen. Besonders die Vampire wirken etwas „gelangweilt“ und wurden relativ lieblos gestaltet, lediglich mit Blutverschmierten Mündern und ein paar hin und wieder zu sehenden Reiszähnen versuchen sie zu schockieren. Ebenfalls sehr negativ finde ich die eigene Vampirsprache, die man natürlich nicht versteht und somit auf Untertitel zurückgreifen muss. Zu gute halten muss ich dafür jedoch die Brutalität mit der die Vampire vorgehen und wo so einiges für Liebhaber blutiger Filme gezeigt wird und weswegen er auch keine Jugendfreigabe erhielt! Es darf gesplattert werden! Glücklicherweise sieht man nicht wie die Hunde zu Beginn des Filmes getötet werden, sonst würde der Film bei mir einen weiteren Minuspunkt erhalten. Es gibt Dinge, die will z.B. ich nicht wirklich sehen in einem Film, Menschen dürfen in Filmen gerne abgeschlachtet werden, das macht mir nichts aus, aber bei Tieren schalte ich lieber weg! Ansonsten verfolgt „30 Days of Night“ ein genretypisches Muster, eine anfangs recht große Gruppe wird stetig dezimiert bis nur noch ein Bruchteil der Gruppe gegen Ende des Filmes dem bösen Feind, hier in Form der Vampire, gegenüber steht und es zum Endkampf kommt. Bis es jedoch soweit ist, erfährt man noch so einiges über die Charaktere der Menschen und darf sich auch über kleinere Anekdoten im Mensch – Vampir – Kampf erfreuen (zumindest die, die auch schwarzen Humor besitzen). Sehr gefallen hat mir z. B. eine Szene wo ein kleines Kind bzw. ein nun kleiner Vampir mit einer Axt gemeuchelt wird. Sehr blutig, denn dass Kinder gemeuchelt werden, kommt nicht sonderlich oft in Filmen vor, da es für viele Regisseure ein Tabuthema ist. Doch David Slade bewies bereits in „Hard Candy“, dass er gerne das Publikum schockiert. FAZIT: Ein recht nettes Vampirfilmchen für Zwischendurch, zu viel sollte man jedoch nicht erwarten, da der Film durchaus seine Schwächen besitzt. Eine Empfehlung jedoch eindeutig für Horrorfilmfreaks und Leute die auch nichts gegen schockierende, blutige Filme haben!

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 5.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 6.gif
Gesamt 4.gif

30 Days Of Night

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Informationen

Drehland
  • Neuseeland
  • USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 108 Minuten
Regie David Slade
Darsteller Josh Hartnett Ben Foster Melissa George Danny Huston u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1 (anamorph / 16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
30 Days Of Night

Story

30 Tage ohne Sonnenlicht.

In Form der Polarnacht bricht jährlich die Dunkelheit über das kleine Dörfchen Barrow in Alaska ein. Daher verschwindet die meisten der Einwohner am letzten Sonnentag, um der großen Depression zu entfliehen. Einige bleiben allerdings, da sie kein Interesse haben, ihre Heimat zu verlassen.

Als der letzte Flieger das kleine, von der Außenwelt abgeschnittene, Örtchen verlassen hat, geschehen seltsame Dinge. Der Sheriff findet verbrannte Handys, zerstückelte Hunde und wenig später den ersten Toten. Nachdem auch die technischen Anlagen den Geist aufgeben, ist Sheriff Eben Oleson und den Verbliebenen klar, dass sie in großer Gefahr sind.

Ein seltsamer Kauz, der das Dorf besucht, gibt dann den entscheidenden Hinweis darauf, dass fremde Gestallten über Barrow herfallen. Der verstörte Mann behauptet, dass nicht der Winter, sondern der Tod für das kalte Klima zuständig ist. Und er soll recht behalten. Eine Schar Blutsauger macht sich über Barrow und seine Bewohner her. Mit der Absicht, alles zu töten…

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Kritik

Vampir-Filme gibt es viele. Da fällt es den geneigten Machern schwer, etwas Neues zu kreieren. Das Alte hat sich bewährt und einige Ausflüge in das Genre mit modernen Ideen, sind gescheitert. Bei „30 Days Of Night“ ist das aber anders. Hier wurde quasi eine neue Spezies geschaffen, die zwar eindeutig vampirisch ist, aber ein anderes Verhalten an den Tag legt. Sie erinnert in ihrer Art zwar stark an die Zombies aus „28 Days Later“ und dessen Sequel „28 Weeks Later“, dass sollte den Betrachter aber nicht im geringsten stören, sondern vielmehr (positiv) verstören. Denn die neumodischen Blutsauger bringen richtig Schwung und Irritation in die Geschichte respektive auf die Leinwand.

Die Geschichte dreht sich um ein eingeschneites Dorf, welches für einen Monat keine Sonne sehen soll. Leute die Angst haben, dass alles im tiefsten Dunkel abläuft und so die Guckqualität nicht so hoch ist, können beruhigt werden. Aufgrund des Restlichts und des hellen Schnees hat man oft den Eindruck, dass helllichter Tag wäre. Spannung gibt es von Beginn an. Diese baut sich langsam auf und hält sich bis zum Ende. Fast ohne Unterbrechung. Nur beim einzigen Schwachpunkt des Films, dem zähen Showdown, kommt ein wenig Langeweile auf.

Zwischendrin gibt es aber nichts, was nur annähernd mit Langeweile in Verbindung gebracht werden kann. Die düsteren Figuren und die klasse Atmosphäre lassen den Betrachter kaum zur Ruhe kommen. Zudem will er wissen, warum die Fremden da sind, was sie vorhaben und warum sie so sind, wie sie sind. An dieser Stelle soll jetzt nicht zuviel verraten werden. Aber als Interessierter kommt man durchaus auf seine Kosten, da die Lösung nicht einfach auf dem Silbertablett serviert wird. Die Masken der Vampire müssen fast schon als sensationell eingestuft werden. So böse hat man Vampire nur selten gesehen. Mit ihren komischen Köpfen, den pechschwarzen Augen und ihren üblen Zähnen tragen sie maßgeblich zur Erzeugung der Atmosphäre bei. Und sie sind auch dafür verantwortlich, dass es relativ hart zu Sache geht. Mit Kunstblut wurde auf jeden Fall nicht gespart und wie schick sich das auf weißem Schnee macht, müsste sich jeder vorstellen können.

Die Geschichte beruht auf einer Comic-Serie namens „30 Days Of Night“, die von Steve Niles und Ben Templesmith im Jahre 2002 geschaffen wurde. Jung-Regisseur David Slade bekam die Chance das ganze umzusetzen und so einen guten Start bei seinem ersten Auftritt im Horror-Genre hinzulegen. Unterstützt wurde er von keinem Geringerem als Sam („Tanz der Teufel“) Raimi, der die Produktion des Streifens übernahm. Raimi und Slade haben bei der Auswahl des Drehortes ein gutes Händchen gehabt. Gedreht wurde in Neuseeland. Die mit der Kamera eingefangenen Bilder erinnern bei einigen sensationellen Aufnahmen tatsächlich an die Schönheit des 49.Bundesstaat der USA. Was den Machern des Films ebenfalls hoch angerechnet werden muss, ist die Tatsache das sie es schaffen in einigen Szenen eine klaustrophobische Stimmung zu erzeugen. Gerade wenn die Überlebenden unter dem Dach ihres Schutzhauses lungern, meint man sich atmosphärisch in Filme wie „Night Of The Living Dead“ versetzt.

Schauspielerisch bewegt man sich bei „30 Days Of Night“ nicht auf allerhöchstem Niveau. Besonders auffällig ist Josh Hartnett („Halloween H20“ uva.). Allerdings nicht im positiven Sinne. Er wirkt hölzern in seiner Art und hat zudem das Pech, dass er als Hero, gerade in der Anfangsphase, schon wie ein Überheld wirkt. Neben der schauspielerischen Masse hebt sich sonst nur noch Ben Foster (Viele TV-Produktionen und einige nicht Horror-Produktionen) ab. Dies hat er aber mit Sicherheit seiner schmutzig, fiesen Rolle als Hilfshansel der Vampire zu verdanken.

Unterm Strich ist „30 Days Of Night“ ein Film, der positiver ausfällt als man es annehmen durfte. Die negativen Seiten an ihm sind gering, was für beste Unterhaltung sorgt. Er ist zwar nicht perfekt, könnte sich aber als wichtiger Bestandteil einer neuen Vampir-Ära herausstellen. Zu hoffen wäre es.

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DVD

Die DVD, die über eine nicht zu kritisierende Bild- und Tonqualität verfügt, kommt als Doppelstück daher. Auf der ersten DVD findet man den Hauptfilm, auf der zweiten die Extras. Neben einem CD-ROM Part gibt es den Kinotrailer zum Film, ein fünfminütiges B-Roll, Cast & Crew Informationen auf Texttafeln, ein umfangreiches Making Of, welches in mehrere Kapitel unterteilt ist und eine Foto-Galerie. Wer mehr über „30 Days Of Night“ erfahren möchte, wird hier, ohne Frage, fündig.

Bewertung

Splatter 2008_4.gif
Spannung 2008_4_5.gif
Story 2008_5_5.gif
Ekelfaktor 2008_4_5.gif
Atmosphäre 2008_5.gif
Tonqualität 2008_6.gif
Bildqualität 2008_6.gif
Zusatzmaterial 2008_5.gif
Gesamteindruck 2008_5.gif

28 Days Later

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Informationen

OT:28 Days Later

ca. 112 Minuten

GB/USA 2002

Regie

  • Danny Boyle
Darsteller

  • Cillian Murphy,
  • Naomie Harris,
  • Megan Burns
  • u.a.

28 Days Later

Story

Radikale Tierschützer dringen in ein geheimes Forschungslabor ein und befreien, trotz der Warnung eines Forschers, einen Affen. Nur wenige Sekunden später ist es um die Menschheit geschehen! Der Affe überträgt einen Virus, der die Menschen in Zombies verwandelt und das binnen rasend schnell. Der vom Affen gebissene, beisst den nächsten und der den nächsten und der den nächsten…

28 Tage später:

Jim erwacht. Bevor die Seuche ausbrach, die einen Grossteil der Menschen in Zombies verwandelte, hatte er einen Unfall mit seinem Kurierfahrrad und fiel ins Koma. Nun liegt er nackt auf seinem Krankenbett und fragt sich warum er keine Menschen sieht. Er entledigt sich des medizinischen Geräts, dass ihn am leben hielt und wandert ohne Ziel los. Das einzige was Jim bei seinem Streifzug zu sehen bekommt sind leergefegte Strassen, Müll und einige Brände. Es ist kein menschliches Leben zu erkennen, bis er eine Kirche betritt.

Ein Priester kommt auf ihn zu, doch Jim muss erkennen, dass er kein wirklicher Mensch mehr ist und ihm nach dem Leben trachtet. Jim flieht daraufhin aus dem Gotteshaus und wird von weiteren Kreaturen verfolgt. Glücklicherweise trifft er aber auf eine Gruppe Überlebende, die ihn bei sich aufnehmen. Der total verwirrte Jim wird von ihnen aufgeklärt. Er kann nicht glauben, dass alle, die er kannte nicht mehr existieren, muss aber wenig später einsehen das es wirklich so ist. Von nun an gilt es nur noch zu überleben, was bedeutet das er immer auf der Flucht sein muss und immer wieder neue Überlebende kennen lernt, die immer wieder neue Probleme mit sich bringen…

Kritik

Bereits vor dem Kinostart machte es die Runde, dass Danny Boyle mal wieder zugeschlagen hat. Mit „Trainspotting“ wurde er zum Kultregisseur, was er dann leichtsinnig mit dem Film „The Beach“ aufs Spiel setzte. Was sollte also diesmal dabei herauskommen? Die Tatsache das er in England einen Endzeitfilm gedreht hat, sprach eigentlich für ein „back to the Roots“.

Und genau das ist es auch geworden! Zwar hat „28 Days later“ keinerlei storytechnische Ähnlichkeiten mit „Trainspotting“, man merkt aber das Boyle wieder ein anspruchvolleres Drehbuch in der Hand hatte und dies perfekt in Szene gesetzt hat.

Kalt und farblos wirkt der Film, der eine ausgesprochen gute Grundatmosphäre besitzt, die mit passenden Musikstücken untermalt ist. Der Überlebenskampf der letzten Menschen steht im Mittelpunkt der Geschichte, die ohne Zweifel etwas an die alten Zombieklassiker wie „Night of the living Dead“, „Zombie – Dawn of the Dead“ oder auch „Zombie 2 – Day of the Dead“ erinnert. Boyle hat dies höchstwahrscheinlich beabsichtigt, denn die Indizien weisen ganz klar darauf hin. Es ist kaum vorzustellen, dass sich Boyle bei Szenen in denen sich Leute im Haus verrammeln, in leeren Supermärkten einkaufen und unliebsame Bekanntschaft mit dem Militär machen, nicht hat inspirieren lassen. Nichtsdestotrotz kann man „28 Days later“ aber als eigenen, unabhängigen Film betrachten, der zu überzeugen weiss.

Neben der guten, wenn auch nicht sonderlich neuen, Geschichte fallen einem die Kameraführung, die Schnitttechnik und die Spezialeffekte unweigerlich ins Auge. Es gibt ausgesprochen gute Kamerafahrten und ungewöhnliche Einstellungen, die dem Betrachter die nötige Aufmerksamkeit abverlangen. Die Schnitte sind sehr schnell und dies ganz besonders, wenn es „zur Sache“ geht. Warum dies so ist, kann man nur vermuten. Zum einen kann es daran liegen, dass die englische Zensur ähnlich schlimm ist, wie die deutsche und man deshalb absichtlich überdrehte Szenen verwendet hat, um dem Film ein wenig an Ernsthaftigkeit zu nehmen. Es kann aber auch sein das Boyle die Zombieszenen als Kontrast gesehen hat. Hier das ruhige Leben der Lebenden und da die Hektik, derer, die ihnen das Leben nehmen wollen.

Wie auch immer… „28 Days later“ ist auf jeden Fall ein ausgesprochen guter Film, der es versteht den Betrachter zu unterhalten, zu gruseln und ihn zum Nachdenken über das Überleben anzuregen. Die Protagonisten spielen dabei keine übergeordnete Rolle, sie spielen solide und fallen weder positiv noch negativ auf.

Also gibt es eine klare Empfehlung an Boyle Fans, Filmfreunde und Weltuntergangbefürworter!

Bewertung

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Spannung 4.gif
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Ekelfaktor 4_5.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

  • 12 Monkeys 28 Weeks Later

12 Days Of Terror

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Informationen

OT:12 Days Of Terror

ca. 85 Minuten

Südafrika 2004

Regie

  • Jack Sholder
Darsteller

  • Colin Egglesfield
  • Mark Dexter
  • Jenna Harrison
  • John Rhys-Davies
  • u.a.

12 Days Of Terror

Story

Im Jahr 1916 durchlebt New Jersey einen extrem heißen Sommer, während in Europa der Krieg tobt. Die Bewohner eines kleinen Küstenortes leiden sehr unter der Hitze und nutzen deshalb jede Möglichkeit, die sich ihnen bietet, um am Strand schwimmen zu gehen. Alex (Colin Egglesfield) ist als Rettungsschwimmer dafür verantwortlich, auf die Badegäste aufzupassen und diesen Job erledigt er auch überaus verantwortungsbewusst. Eines Tages ereignet sich etwas, womit niemand gerechnet hätte. Ein Hai nähert sich dem Badestrand und greift einen Schwimmer an, der darauf an seinen Verletzungen stirbt.

Für Alex ist klar, dass schnellstens etwas geschehen muss, damit nicht noch mehr Menschen zu Schaden kommen. Doch trotz der offensichtlichen Gefahr, weigert sich der Bürgermeister, den Strand schließen zu lassen. Mit der Behauptung, dass es ebenso gut ein Torpedo von einem Deutschen U-Boot gewesen sein könnte, übersieht der Bürgermeister die drohende Gefahr, um die Touristen nicht zu verlieren. Das jedoch soll bald Konsequenzen haben, denn natürlich schlägt der Hai erneut zu. Zusammen mit einem erfahrenen Captain (John Rhys-Davies) macht es sich Alex zur Aufgabe, den Hai aufzuhalten…

Kritik

Zugegeben: Die Story von "12 Days of Terror" hat schon so einen Bart, dass man den Film im ersten Augenblick am liebsten im Regal liegen lassen würde. Bereits Spielberg erzählte vor vielen Jahren exakt die selbe Geschichte, woraufhin es im viele gleich taten und immer wieder den selben Brei anrührten. Dennoch gibt es genau zwei Gründe, wieso ich mir von "12 Days of Terror" doch noch ganz gute Unterhaltung erhoffte. Zum Einen, weil er auf Tatsachen beruht, die sich so wirklich 1916 abgespielt haben und zudem weil Jack Sholder für die Inszenierung verantwortlich war. Sicherlich werden nur die wenigsten etwas mit diesem Namen anfangen können, doch eingefleischte Horror-Nerds werden sich dabei sofort an Filme wie "Nightmare 2" oder "Arachnid" erinnern.

Gerade in Zeiten, in denen jeder drittklassige Horrorfilm mit der Werbezeile "Nach einer wahren Begebenheit" das Publikum zu ködern versucht, sollte man in dieser Hinsicht immer äußerst vorsichtig sein. Wie ich allerdings in Erfahrung bringen konnte, haben sich die in "12 Days of Terror" geschilderten Ereignisse wirklich so ähnlich zugetragen. Es wurde auch bereits ein Buch darüber geschrieben, in welchem die tatsächlichen Ereignisse niedergeschrieben wurden. Das ist an und für sich sicherlich ein Pluspunkt, doch realistisch betrachtet bringt es einen Film nicht weiter, wenn er auf einer wahren Begebenheit beruht, seinem Publikum aber nicht viel bieten kann.

Die tolle Anfangssequenz hat dafür gesorgt, dass ich dem Ganzen zuerst sehr zugetan war. Uns werden Aufnahmen aus dem frühen 20. Jahrhundert zur Zeit des Krieges gezeigt, was mit einer passenden Musik unterlegt ist, dazu erzählt uns Alex dann die Geschichte seiner Heimatstadt. Bis dato waren meine Erwartungen noch ziemlich hoch, doch die Ernüchterung sollte sich dann bald melden. Der Streifen präsentiert sich in einem eher günstigen B-Movie Look und scheint 1:1 von "Der Weiße Hai" kopiert zu sein. Natürlich war "Der Weiße Hai" damals von den Ereignissen 1916 beeinflusst, keine Frage. Doch als Verfilmung kam er nun einmal lange vor "12 Days of Terror". Das Plagiat ist hierbei ganz klar Jack Sholder’s Werk und nicht Spielberg’s, da erstgenannter absolut keine eigenen Ideen in seinen Streifen einbringt.

Schon der Hauptdarsteller wird als viel zu gutmütig dargestellt und wirkt mit seiner weißen Weste und seinem tollen Charakter absolut unglaubwürdig. Es ist nicht so recht verständlich, wieso sich der einfache Rettungsschwimmer plötzlich als Haijäger sieht und es mit dem gefährlichen Tier aufnimmt. Auch alle anderen Figuren die im Film auftauchen wirken klischeehaft und so schon tausende Male gesehen. Die Schauspieler können an dieser Stelle nicht viel herumreißen. Colin Egglesfield erfüllt den Hauptpart, wie es von ihm gefordert wurde, kann dabei aber keineswegs überragen. Lediglich John Rhys-Davies’s Schauspiel würde ich als zufrieden stellend bezeichnen. Der Gute war auch schon in der "Herr der Ringe" Trilogie als Gimli zu sehen und konnte in über 100 Filmen Erfahrungen anhäufen. Er agiert in "12 Days of Terror" als alter Seebär, was gut zu ihm passt.

Enttäuschend ist an "12 Days of Terror" insbesondere die gravierende Spannungsarmut. Sholder schuf hiermit keinen gänzlichen Langweiler, aber dennoch einen Film, der sich lasch dahinzieht und nie wirklich begeistern kann. Mal wird ein Badegast beim Schwimmen von einem Hai geschnappt, dann werden wir wieder von Alex‘ Vergangenheit unterrichtet, bis wir dann wieder den kläglichen Versuch eines Spannungsaufbaus miterleben müssen. Tut mir leid, aber nach unzähligen Haifilmen ist es irgendwann nicht mehr unheimlich, wenn plötzlich eine Haiflosse aus dem Wasser auftaucht und auf einen hilflosen Schwimmer zuschnellt. Alles, was Sholder bietet, hat man so schon gesehen.

Auch splattertechnisch hält sich das Werk übrigens zurück. Hier und da gibt es mal einen Beinstumpf oder etwas aufsprudelnde rote Farbe zu sehen, doch das ist alles kaum der Rede wert.

"12 Days of Terror" ist nicht ganz so schlecht, wie manch einer nun vielleicht annimmt doch leider auch weit davon entfernt, als innovativer Tierhorrorfilm durchzugehen. Nur weil das Ganze auf wahren Ereignissen beruht, heißt das noch lange nicht, dass man als Regisseur ein 08/15 Programm abspielen darf, das so schon etliche Male zuvor zu sehen war. Sollte der Streifen irgendwann mal im TV gezeigt werden, kann man durchaus mal reinschalten, doch ein DVD-Kauf lohnt sich hier nicht wirklich.

Bewertung

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Spannung 2.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 2.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

7 Days To Live

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Informationen

OT:7 Days To Live

ca. 96 Minuten

Deutschland 2000

Regie

  • Sebastian Niemann
Darsteller

  • Amanda Plummer
  • Sean Pertwee
  • Nick Brimble
  • u.a.

7 Days To Live

Story

Nach dem tragischen Tod ihres Sohnes (erstickt durch eine verschluckte Biene, während er Gameboy spielte!), ziehen Ellen und Martin Shaw auf das Land in ein altes Haus, um einen Neuanfang zu starten.

Vorgeschichte des Hauses:

1976 ereignet sich „schreckliches“ in dem alten Gemäuer, das am Rande eines Moores liegt. Als man Wochenlang nichts mehr von dem Ehepaar Kosinskis hört, fährt Polizeichef Carl Farrell zusammen mit einem Kollegen zu dem Haus. Nachdem sie die Tür dort aufbrechen mussten um hinein zu gelangen ( sie war von innen vernagelt), finden sie im Wohnzimmer des Hauses Marlene Kosinskis in einem Sessel liegend vor – tot versteht sich! Merkwürdigerweise sieht es nach Tod durch ertrinken aus. Ihr Ehemann Frank sitzt starr in einer Ecke des Zimmers. Als der Polizeichef ihn berührt, fährt dieser mit einem lauten Schrei zusammen…

Nun, 23 Jahre später, ziehen die Shows in das Haus ein. Martin ist Schriftsteller und hofft hier einen neuen Bestseller schreiben zu können. Nebenbei will er gemeinsam mit seiner Ehefrau das Haus ganz alleine renovieren. In der Abgeschiedenheit dieses Hauses wollen die beiden versuchen ihre Ehe zu retten, die seit dem Tod ihres Sohnes beträchtlich gelitten hat.

Nach einer heißen Dusche entdeckt Ellen plötzlich eine 7 auf dem beschlagenen Badezimmerspiegel, sie denkt sich nichts dabei und wischt die Zahl einfach weg. Einen Tag später als sie in die Stadt fährt, steht plötzlich auf einem Straßenschild: „Du hast noch 6 Tage zu leben“. Als sie kehrt macht und das Schild erneut begutachtet, steht da jedoch nichts mehr davon. Endgültig Sorgen macht sie sich erst, als sie am darauffolgenden Tag deutlich eine Stimme im Radio hört, die ihr bekannt gibt, dass sie noch 5 Tage zu leben habe. Ernsthafte Zweifel kommen ihr bezüglich ihrer Sinneswahrnehmungen, sie konsultiert sogar einen Arzt, der ihr jedoch nur Antidepressiva verordnet und sie wieder nach Hause schickt. Ihr Mann nimmt sie auch nicht für voll, als sie ihm davon berichtet. Ist sie gar verrückt geworden? Sind es Schuldkomplexe wegen ihres verstorbenen Sohnes? Langsam beginnt sie an sich selbst zu zweifeln.

Als sie eines nachts dann auch noch von Rufen ihres verstorbenen Sohnes geweckt wird, folgt sie diesen Rufen und sieht ihn plötzlich vor sich. Um ihn in die Arme zu schließen läuft sie ihm nach und steckt plötzlich im Sumpf fest. Sie beginnt im Sumpf zu versinken und ihr toter Sohn steht daneben und sieht ihr teilnahmslos dabei zu… Plötzlich wacht sie schweißgebadet in ihrem Bett auf. War alles nur ein böser Traum? Als sie die Bettdecke zurückschlägt, ist alles voller Schlamm.

Ihr Mann derweilen sitzt an seinem Buch und schreibt wieder wie in früheren Zeiten, alles geht ihm locker von der Hand und seine Schreibblockade scheint überwunden. Nur für seine Frau hat er keine Zeit, ist abwesend zu ihr usw… Jedoch Ellens Zeit läuft langsam ab. Als die Todesbotschaften nicht aufhören, sucht sie den damaligen Polizeichef auf, den sie zuvor kennen gelernt hatte ( kleine Nebengeschichte: er brachte ihr einen streunenden Hund vorbei, der später bestialisch ermordet wurde). Widerstrebend erfährt sie von dem Ex-Polizeichef und dessen Frau die Geschichte, was sich damals in dem Haus ereignet hat und sie erfährt, dass Frank Kosinskis in einer Irrenanstalt lebt, da niemals geklärt werden konnte, was damals wirklich in dem Haus vor sich ging. Natürlich fährt sie sogleich in diese Anstalt und wieder einmal erhält sie einen erneuten Hinweis, dass sie Morgen sterben wird ( von einer im Rollstuhl sitzenden alten Frau, natürlich hört auch wieder nur sie diese Frau reden). Frank Kosinskis sitzt schließlich stumm in einem Zimmer und ist dabei extrem penibel alte Zeitungsberichte über seinen damaligen Prozeß, sowie auch über andere merkwürdige Fälle von Mord und Wahnsinn in einem Geisterhaus, das einst auf einem Exekutionsplatz gebaut wurde. Mörder und andere Schwerverbrecher wurden dort im Mittelalter hingerichtet, indem man sie lebendig ins Moor warf. Das Sumpfgebiet um das Haus der Shaws ist ein einziges riesiges Massengrab! Mit diesem Wissen flippt Ellen nun völlig aus. Als sie ihrem Mann davon erzählt, wird dieser aggressiv, schlägt auf sie ein. Sie flüchtet sich vor ihm in den Keller des Hauses, wo ihr Mann ihr verboten hat, hinunter zu gehen. Dort steht dann wieder ihr toter "Sohn" vor ihr. Als sie ihn umarmt, zerläuft er zu Schlamm. Ihr Mann findet sie, überwältigt sie und zieht sie an ihren Haaren die Kellertreppe hinauf. Ellen erwischt einen Schraubenzieher und stößt zu… sie kann bis zu ihrem Auto entkommen. Ihr Mann folgt ihr, als sie endlich (wie in jedem Horrorfilm dauert es ewig, bis die Karre mal läuft!) den Wagen starten kann, fährt sie ihren Mann noch über den Haufen und flüchtet.

Panisch berichtet sie dem Ex-Polizeichef , sie hätte ihren Mann ermordet ( niemand glaubt ihr), landet schließlich im Krankenhaus und wird mit Medikamenten vollgepumpt und ruhig gestellt. Als sie wieder etwas zu sich kommt, steht Martin vor ihrem Bett. Er betäubt sie!

Als sie dann wieder erwacht, liegt sie gefesselt in ihrem Bett in dem alten Haus und Martin ist gerade dabei die Fenster und Türen des Zimmers mit Brettern zu vernageln. Die Ereignisse, die vor 23 Jahren das Leben des Ehepaars Kosinski zerstört haben, scheinen sich auf mysteriöse Weise zu wiederholen. Als es an der Haustür klingelt unterbricht Martin seine Arbeit kurz und geht zur Tür. Der Ex-Polizeichef steht davor und überreicht ihm ein Bild als Geschenk für seine Frau. Sie reden kurz und der Polizeichef fährt wieder weg. Als Ellen sich derweil von ihren Fesseln befreit hat und um Hilfe schreit, ist es bereits zu spät. Der Ex-Polizeichef ist schon wieder weg.

Das Haus wird immer mehr zu einem Gefängnis, aus dem es kein Entrinnen gibt. Für Ellen beginnt ein Kampf ums überleben, denn der 7. Tag hat begonnen!

Kritik

So, das war’s soweit über die Story. Ist ein bisschen lang geworden, aber mir war grade langweilig. Gefallen hat mir der Film nicht! Man kann ihn sich einmal angucken und damit hat sich’s dann aber auch!

An vielen Stellen habe ich mich irgendwie an Shining von Stephen King erinnert gefühlt! Ich habe ständig darauf gewartet, dass der Ehemann plötzlich mit einen Axt auftaucht, machte er dann aber doch nicht! Die Effekte sind eher dürftig! Außer dem verlaufen des toten Kindes zu Schlamm war nix drin und das war auch nicht so arg toll!

Auf der DVD zum Film ist ein Making of drauf, wo man sieht wie ständig dieses Kind mit Schlamm übergossen wurde, bis die Szene im Kasten war, und irgendwie wünscht man sich doch da der Typ zu sein, der den ganzen Tag über nix anderes tun muss, außer nervigen Gören Schlamm über den Kopf zu kippen.

Der Film ist so ein typischer Abklatsch von Filmen, wo man immer genau weiß, was als nächstes passiert! Außerdem, warum zum Teufel müssen es in „Gruselfilmen“ immer Hunde sein, die gekillt werden??? Ich bin’s ja schon von Stephen King gewöhnt, dass er mit Vorliebe Hunde bestialisch abschlachtet in seinen Geschichten. Aber warum macht das mal keiner mit Katzen, Kaninchen oder sonstigen Viechern? Was haben sämtliche Regisseure nur gegen Hunde???

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Days Of The Dead 3 – Evilution

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 87 Minuten
Regie Chris Conlee
Darsteller Guillermo Díaz James Duval Jonathan Breck Noel Gugliemi u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
Days Of The Dead 3 - Evilution

Story

Außerirdische Mikroben gelangen auf die Erde und fressen sich durch menschliche Körper, sie befallen ihren Wirt und übernehmen die Macht über sein Denken. Aus totalem Hass auf die Menschheit wollen sie die Welt vernichten. Darren Hall, ein junger Forscher, stiehlt Proben dieser Spezies von der Armee und will eine Lösung für die Probleme finden. Allerdings kommt es zu Komplikationen, als die Probe von einem Junkie für Heroin gehalten wird und er sie sich in die Venen jagt…

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Kritik

In dem von Chris Conlee („Con Games“, 2001) gedrehten Film spielt Eric Peter-Kaiser („Tripping Forward“, 2009) gleich doppelt eine Rolle: Als Hauptdarsteller Darren Hall und als Produzent. Und das sollte man durchaus positiv erwähnen, denn sehenswert ist „Evilution“, so der Originaltitel, allemal. Es gibt kaum negative Aspekte, die man auflisten könnte. Einer der wenigen schlägt allerdings ziemlich ins Mark: das Vorgeplänkel dauert ganz schön lang. Auch wenn der Film actionreich beginnt und den Zuschauer durch wilde Kameraführung mit ins Schwitzen bringt, kommt es nach den ersten fünf Minuten zu einer gefühlten Ewigkeit – einer gemessenen halben Stunde – voller Langeweile, zumindest was Splatter betrifft. Durch ein wenig Humor und lässige Latinos wird dies allerdings versucht zu überbrücken. Die Schauspielerischen Leistungen sind durchweg in Ordnung. Die in Deutschland eher unbekannten, in den Staaten aber durch viele kleine Produktionen geläufigen Namen wie Guillermo Diaz (bekannt als „Guillermo“ aus der Serie „Weeds“) werden sich dem Zuschauer zwar nicht gerade ins Gehirn brennen, gute Leistungen wie die vom bereits erwähnten Eric Peter-Kaiser wird man jedoch nicht direkt vergessen. Gerade was Splatter betrifft hat der Film – mal abgesehen von der langweiligen halben Stunde – einiges anzubieten. Die Alien-Zombies sehen furchteinflößend aus – so, wie sich der gemeine Mensch Alien-Zombies nun mal vorstellt. Entsprechend der Alienwut kommt es auch zu viel Blutspritzerei. Durch die manchmal wackelig wirkende Kamera packt es den Zuschauer so. wie es in einem Action-Horror-Film sein sollte. Eine kleine Romanze zwischen dem Hauptdarsteller und einer Angestellten des Hotels, in dem er wohnt, kommt sogar ein wenig unnötige Romantik in die „Evilution“. Besondere Erwähnung sollte auch der fetzige Soundtrack erfahren, der in entscheidenden, aber leider zu wenigen Situationen durch rockige Rhythmen in Erscheinung tritt.

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DVD

An Extras hat der Silberling folgendes zu bieten: Trailershow, Making of, den Originaltrailer und eine Slideshow. Da kriegt man also ein wenig Extras für sein hart verdientes Geld. Freigegeben ist die DVD ab 16 Jahren und an der Ton- und Bildqualität gibt es nichts zu bemängeln.

Bewertung

Splatter 2011_5.gif
Spannung 2011_3.gif
Story 2011_2.gif
Ekelfaktor 2011_4.gif
Atmosphäre 2011_4.gif
Tonqualität 2011_5.gif
Bildqualität 2011_5.gif
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Ähnlicher Film:

Days Of Darkness: Rise Of The Flesheaters

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 85 Minuten
Regie Jake Kennedy
Darsteller Tom Eplin Sabrina Gennarino Travis Brorsen Roshelle Pattison u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 18
Days Of Darkness: Rise Of The Flesheaters

Story

Ein Komet rast auf die Erde zu. Nachdem er einschlägt, verwandeln sich die Menschen auf einmal zu menschenfressenden Monstern. Mittendrin sind Steve und seine Freundin Mimi als sie von einer dieser Bestien angegriffen werden. Gerettet werden sie von Simon, der sie außerdem noch in ein verlassenes Armylager führt, indem er und noch ein paar andere sich gegen die Fleischfresser verteidigen…

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Kritik

Zugegeben, zu Beginn ist der Film doch äußert demotivierend und langweilig. Man meint zu glauben, dass man dieses Ganze „plötzliche-Zombie-Epidemie-rafft-ganze-Menschheit-dahin“ schon zu Genüge gesehen hat. Vor allem dann, wenn der Protagonist direkt zu Beginn von einem der Fleischfressenden in den Arm gebissen wird. Man weiß förmlich von Beginn an, was am Ende alles passiert. Die Frage ist nur, ob irgendjemand überlebt. Und das Einzige, worauf man sich überhaupt noch freuen will, sind die liebevoll gestalteten Effekte der Macher dieses Films…

Denkste! Da wird man ordentlich hinters Licht geführt. Die erste halbe Stunde ist zwar ordentlich langweilig, aber danach geht ganz schön die Post ab. Spätestens wenn einem der Zombies im Keller der Penis abfällt, macht sich der gemeine Zombiekenner Gedanken: „Na, was is‘ denn da los? Ist das vielleicht gar kein Zombie? Hat das Ganze mit dem Kometen vielleicht doch was Neues?“ Hier kann man getrost sagen: „Oh ja!“

Den Blick auf das abgefallene Geschlechtsteil und die nachfolgende, genaue Untersuchung durch die anderen Personen kann man sich sehr gut sparen, aber irgendwie prägen sie sich doch derart ins Gedächtnis ein, dass man vorerst nichts mehr essen will. Total ekelhaft. Respekt! Chris Pontius würde es am besten auf den Punkt bringen: „That was fun! Let´s never do this again!“

Aber genug des Lobes, denn das Drehbuch hat auch einige Makel. Denn die Dialoge sind grade zu Beginn sehr, sehr, sehr einschläfernd und auf einer Ebene, die selbst die Ludolfs übersteigen könnten, wenn sie denn nur wollten.

Allerdings scheint dies definitiv nicht an der Intelligenz der Drehbuschreiber zu liegen, denn Steve werden im Laufe des Films echt komplizierte Worte in den Mund gelegt, die man am liebsten erst mal nachschlagen möchte, wenn man denn Zeit hätte. Aber naja… Irgendwie schien man auch auf Nummer sicher gehen zu wollen, indem man eine (fiktive) Ex-Pornodarstellerin in den Film eingebaut hat, die zwischendurch immer mal wieder erzählen muss, wie viele Männer sie mit welcher Körperöffnung beglücken durfte und wie toll sie doch als Mutterfigur für ihre Tochter ist. Liebe Drehbuschreiber, lasst das. So was haben Filme mit ausgeklügelten Storys echt nicht nötig.

Ein bisschen nervig erscheinen die Schnitte zwischen den verschiedenen Szenen, die überblendet werden. Das ganze erscheint wie eine mit sämtlichen Effekten ausgestattete Powerpoint-Präsentation, die ihre Effekte nur erhalten hat, um dem Prüfer zu zeigen, wie toll ihr Urheber doch ist. Allerdings auch der einzige Punkt, dem man dem wenig erprobten Regisseur Jake Kennedy als nicht so gut anheften könnte.

Beachtenswert ist, dass alle Schauspieler ihren Job gut machen, seien es die Hauptdarsteller Travis Brorsen (bisher lediglich kleine Auftritte in Serien wie „J.A.G.“, „Desperate Housewives“ oder „Bones“) als Steve, Roshelle Pattison („Punish The Wicked“) als Mimi oder Chris Ivan Cevic („Cardinal Code“) als Simon.

Das wichtigste aus diesem Film ist jedoch, was er uns mit auf den Weg ins wahre Leben gibt: Falls der Asteroid Apophis vom Kurs abkommt und möglicherweise mit der Erde ein kleines Date haben sollte, dann greift alle zu Whisky, Wodka oder allem anderen Hochprozentigen. Warum? Schaut es euch am besten selbst an, der Film ist sehenswert!

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DVD

So sehenswert der Film ist, die DVD ist leider nur Standard. Ein paar Trailer, das war‘s. Die Bildqualität ist für einen Film mit geringen finanziellen Möglichkeiten sehr gut, der Ton ist auch in Ordnung.

Bewertung

Splatter 2010_5.gif
Spannung 2010_4.gif
Story 2010_4.gif
Ekelfaktor 2010_5.gif
Atmosphäre 2010_4.gif
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Bildqualität 2010_5.gif
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