Gacy

Gacy

Informationen

Darsteller
  • Mark Holton
  • Glenn Morshower
  • John Laughlin
Regie Clive Saunders
Tonformat DD 5.1 und 2.0
Bildformat
  • Widescreen 1
  • 78 : 1 (anamorph)
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Keine
FSK 18
Ländercode 2
Drehland USA
Jahr 2003
Filmlänge ca. 85 Minuten
Verleih E-M-S
Originaltitel The Crawl Space
Gacy

Story

John Wayne Gacy hat es in seiner Kindheit nicht unbedingt leicht gehabt. Sein Vater, ein Alkoholiker, hat ihn regelrecht gehasst, ihn fertiggemacht und öfter geschlagen. Nun, viele Jahre nach den Erlebnissen, scheint John ein ganz normaler, netter Mann zu sein, der sich rührend um seine Familie kümmert. Er hat zwar mal als 26jähriger im Gefängnis gesessen, weil er einen Jungen misshandelt haben soll, dass scheint aber vergessen.

Gacy ist nun circa 40 Jahre alt, zum zweiten mal verheiratet und er hat mit dieser Frau zwei Töchter. Die vier leben in einen kleinen Vorort von Chicago und sind stolz auf ihr eigenes Haus. In seiner Freizeit tritt Gacy als „Pogo der Clown“ auf, was ihn nicht nur bei den Kindern beliebt macht, viele Leute mögen ihn und als Kommunalpolitiker ist er angesehen. Einige beobachten den netten Bauunternehmer aber auch etwas kritischer. Auffällig ist, dass ein übler Geruch aus seinem Haus kommt, er meist zahlungsunfähig ist und nur junge, ungelernte Männer in seiner Firma beschäftigt.

Eines Tages findet seine Frau bei ihm ein Magazin, in dem nackte Männer abgelichtet sind und verlässt ihn daraufhin. Dies ist der Tag, als es mit Gacy bergab geht. Er hat nämlich ein zweites Gesicht und das hat seit geraumer Zeit junge Männer vergewaltigt und getötet. Diese hat er in seinem Kriechkeller vergraben, wodurch der fürchterliche Gestank in der Nachtbarschaft entstand. Gacy ist, nachdem ihn seine Frau verlassen hat, zwar gewillt den Geruch und die Abermillionen von Insekten zu bekämpfen, doch das gelingt nicht so wie er es sich vorstellt und so tauchen immer mehr Menschen auf, die einen schlimmen Verdacht haben….

Kritik

Serienmörder üben ja eine gewisse Faszination aus und endlich gibt es mal wieder einen Film, der diese rüberbringen kann. Nach den etwas lahmen „Dahmer“ und „Ed Gein“ Verfilmungen kommt endlich mal wieder ein Film in die Regale, der von vorne bis hinten überzeugen kann.

Man bekommt die Geschichte des John Wayne Gacy erzählt, allerdings nicht im ganzen Umfang. Es gibt ein paar Ausblicke auf seine Kindheit, der Rest beschäftigt sich mit dem alten Gacy. Hier wird kurz vor seiner Trennung mit der zweiten Ehefrau angesetzt und es endet mit seinem Ende. Es wäre sicherlich schön gewesen, den ganzen Verlauf seiner kranken Geschichte zu sehen, denn die Biografie klingt wirklich interessant. Meist ist ja der erste Mord ausschlaggebend für die weitere „Karriere“, aber als wir Gacy hier kennen lernen, hat er bereits einige Leichen im Keller…

Die Geschichte ist aber trotzdem höchstinteressant und zu keiner Sekunde langweilig, was sicherlich an der Unberechenbarkeit des Killers liegt. Hier noch der nette Nachbar von Nebenan und da dann der skrupellose Killer, der seinem Zwang nachgeht. Trotz einiger Morde, ist der Film aber nicht hart. Es spritzt kaum Blut und die Gewaltszenen halten sich in Grenzen. Vielmehr strahlt „Gacy“ eine psychische Härte aus, die einem immer wieder die Frage stellen lässt, warum er tötet. Geklärt wird das leider nie, man kann es nur erahnen. Gacy war schwul und stand auf junge Männer. Zu der Zeit als er lebte (Gacy wurde am 10. Mai 1994, 16 Jahre nach seiner Festnahme durch eine Giftinjektion hingerichtet) sah das mit homosexuellen Partnerschaften ja nicht so gut aus wie heute. Zudem gab es da noch das Problem mit seinem alkoholkranken Vater, der ihn in seiner Jugend wie Dreck behandelte. Gacy fühlte sich aber trotzdem schuldig, dass er sich nicht von ihm verabschieden konnte, denn er starb als John das erste mal im Gefängnis sass.

Die Probleme sah man Gacy aber nicht an und es verhält sich ebenso im Film. Dies ist sicherlich Mark Holton zu verdanken, der die Rolle des Serienmörders wirklich perfekt spielt und stets glaubhaft wirkt. Glaubhaft wirkt auch die Umgebung und die damit verbundene Atmosphäre. Alles wirkt irgendwie kalt, wenn es auch einige fröhliche Szenen gibt. Aber im grossen und ganzen ist die Lage von Gacy recht aussichtslos und trübe. Zu spannenden Momenten kommt es weniger, was aber auch nicht weiter schlimm ist, da der Film ja so eine Art Biografie ist.

Einige ekelige Momente sind dann auch noch mit von der Partie und zwar im Kriechkeller. Aufgrund der Leichendichte haben sich dort unzählbar viele Insekten angesammelt, die mehr als einmal von der Kamera eingefangen werden. Maden gibt es ohne Ende, aber auch ein paar grössere Vertreter, die einem schon eine Gänsehaut bereiten können.

Alles in allem ist „Gacy“ ein wirklicher Toppfilm, der alle die Begeistern wird, die sich nur halbwegs für das Thema interessieren. Der Film vergeht wie im Flug und hinterlässt genug Stoff zum Nachdenken.

DVD

In einem schlicht animierten Menü findet man unter dem Punkt „Specials“ zwei Trailer in Deutsch und Englisch, eine sehr interessanter Biografie über Gacy in Form von Texttafeln, einige Fotos und Filmografien von Mark Holton, Glenn Morshower und John Laughlin. Zudem gibt es noch einige Bilder vom Set und im Hauptmenü eine Vorstellung weiterer DVDs von E-M-S.

Bewertung

Splatter Gacy
Spannung Gacy
Atmosphäre Gacy
Ton Gacy
Bild Gacy
Features Gacy
Gesamt Gacy

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