Headless Horseman – Der kopflose Reiter

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 88 Minuten
Regie Anthony C. Ferrante
Darsteller Billy Aaron Brown Rebecca Mozo Richard Moll Arianne Fraser u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (widescreen)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Headless Horseman - Der kopflose Reiter

Story

Eine Gruppe Jugendlicher will zu Halloween richtig Party machen. Da das in ihrem Heimatort offensichtlich nicht möglich ist, setzten sie sich in ihr Auto und machen sich auf den Weg in die nächstgelegene Stadt. Diese ist allerdings weit entfernt. So weit, dass der Fahrer kurzerhand beschließt, eine Abkürzung zu nehmen. Doch die Fahrt querfeldein endet bald, da ein Reifen von einer Bärenfalle erwischt wird.

Glück im Unglück haben die Reisenden, als zufällig eine junge Frau vorbeikommt. Sie schleppt den Wagen samt Insassen in das nahegelegene Nest Wormwood. Schnell wird der Gruppe klar, dass hier etwas im Busch ist. Wormwood hat eine dunkele Vergangenheit und kann zum anstehenden Fest ein paar frische Köpfe gebrauchen…

Headless Horseman - Der kopflose Reiter Headless Horseman - Der kopflose Reiter

Kritik

Der Reiter mit ohne Kopf wurde schon in einigen Filmen auf die Leinwand projiziert. Mal mit viel Erfolg (beispielsweise „Sleepy Hollow“), mal mit weniger Erfolg. Auf einen richtigen Erfolg waren die Macher von „Headless Horseman“ sicherlich gar nicht aus. Die TV-Produktion kommt offensichtlich mit einem kleinen Budget aus, hat eine unbekannte Schauspielcrew um sich geschart und wohl nicht wirklich viel in die Erstellung des Skripts investiert. Dies mag viele Leute auf den ersten Blick abschrecken. Nicht aber Freunde des Horrors, die mit solchen Umständen tagtäglich konfrontiert werden.

Einem wird beim Gucken schnell klar, dass die einzigen, die ihre Rolle gut spielen der kopflose Reiter und sein Pferd sind. Die anderen Darsteller sind alles andere als authentisch. Es hat beim Casting nicht mal dafür gereicht, sich wirklich hübsche Menschen (Ja klar, ist Ansichtssache) ins Boot zu holen. Aber das wird dem Betrachter egal, sobald gesprochen wird. Die Dialoge sind das ein oder andere Mal schön dämlich. Wenn man dem Trash-Film nicht abgeneigt ist, sind einige von ihnen aber herrlich zu verfolgen.

Um die dünne Geschichte etwas zu umschmücken haben sich die Macher etwas wirklich Nettes einfallen lassen. Sie schicken die zum Tode geweihten Teenager nicht in irgendein Dorf, sondern in ein von Rednecks bewohntes Nest. Das macht Spaß. Leider sind die degenerierten Bewohner nicht so gut modelliert wie in Filmen wie beispielsweise „Wrong Turn“ der Fall ist. Demnach verbreiten sie auch nicht so viel Angst und Schrecken. Aber das ist dem Betrachter egal, da „Headless Horseman“ noch ganz andere Höhepunkte auf Lager hat.

Beispielsweise eine wirklich besondere Szene, die es so sicherlich noch nirgends gegeben hat. Wer keine Lust hat sich die Beschreibung der Szene durchzulesen, weil er sich selbst überraschen lassen möchte, sollte lieber beim nächsten Absatz weiterlesen. Also: Unser Kopfloser reitet mit einem Morgenstern auf ein Opfer zu. Morgenstern denkt sich der Fach-Filmgucker? Wie will er die Dame denn damit enthaupten? Aber der Reiter hat einen Plan: Er wirbelt den Morgenstern volle Pulle in das Gesicht des Opfers, welches natürlich umfällt und zufälligerweise mit dem Kopf in einer Bärenfalle landet. Diese trennt das Haupt im hohen Bogen ab. Anschließend nimmt der Reiter seine unversehrte, aber gut abgetrennte Beute vom Boden auf und reitet von dannen. Ganz großes Kino!

Was Regisseur Anthony C. Ferrante („Scream And Run”) auch nicht vergessen hat, ist dass das Thema Halloween auch immer gut in Horror-Filme passt. Kurzum setzt er dem dämonischen Protagonisten zwischendurch einfach mal einen Kürbis auf die ansonsten leeren Schultern. Aber warum auch nicht. Schließlich wollten die Jungendlichen ja zu einer Halloween-Party fahren…

„Headless Horseman“ ist zwar meilenweit davon entfernt, ein technisch guter Horror-Film zu sein, aber wenn man dem Trash-Film nicht ganz abgeneigt ist, muss man zugeben das er Spaß macht. Als Party-Film ist er mit Sicherheit bestens geeignet. Man kann ihn aber auch mal alleine gucken, da er wirklich unterhaltsam ist. Einige Lacher sind garantiert.

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DVD

Neben Trailern, die man sich nach dem Einlegen der DVD ansehen kann, einer Trailershow im Hauptmenü der DVD und dem Originaltrailer gibt es als Extras eine Bildergalerie von knapp vier Minuten und ein etwa 30minütiges Making Of. Dieses ist in Originalsprache vorhanden und verfügt über durchaus interessante Informationen für den geneigten Betrachter.

Beim Bild und beim Ton liegt eine solide Qualität vor, die für einen Billig-Film absolut okay geht. Viel mehr erwartet der trashliebende Zuschauer hier nicht.

Bewertung

Splatter Headless Horseman - Der kopflose Reiter
Spannung Headless Horseman - Der kopflose Reiter
Story Headless Horseman - Der kopflose Reiter
Ekelfaktor Headless Horseman - Der kopflose Reiter
Atmosphäre Headless Horseman - Der kopflose Reiter
Tonqualität Headless Horseman - Der kopflose Reiter
Bildqualität Headless Horseman - Der kopflose Reiter
Zusatzmaterial Headless Horseman - Der kopflose Reiter
Gesamteindruck Headless Horseman - Der kopflose Reiter

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