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Sieben Jungendliche wollen das
Wochenende in einem abgelegenen Bauernhaus verbringen. Dort
angekommen ahnt niemand von dem, was den jungen Leuten bevor
steht. Denn sie sind in das Territorium einer Kannibalen-Familie
geraten. Eine Familie, die Fleischern und Essen zu ihren
Grundbeschäftigungen zählt... |
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Mit
„Gnaw“, was zu deutsch etwa Knabbern oder Nagen bedeutet,
kommt ein weiterer Backwood-Slasher in die heimischen DVD-Regale.
Prinzipiell funktioniert diese Thematik immer. In ganz wenigen Fällen
kann ein Film mit kannibalischen Hillbillies und sterbefreudigen
Teenagern nicht überzeugen.
Hier ist das leider größtenteils der Fall. Die Geschichte gibt
so gut wie nichts her. Gut... muss sie auch nicht, da auch die
Genre-Kollegen keine wirkliche Story präsentieren. Doch in „Gnaw“
kommt mal so gar nichts rüber. Junge Leute fahren irgendwo hin
und werden zum Töten freigegeben. Es gibt ein paar unsinnige
kleinst Handlungsstränge wie den Streit um eine Schwangerschaft.
Aber mehr als zwei Minuten können die Nebensächlichkeiten nicht
füllen.
Prinzipiell könnte man das Fehlen von Handlung ja kompensieren.
Mit Splatter, Spannung, Atmosphäre... Dies geschieht hier aber
meist nicht. Der Film versucht zwar einige Spezialeffekte
unterzubringen, die werden dann aber nicht vollendet oder sind stümperhaft.
umgesetzt. Hier soll jetzt nicht zuviel verraten werden, aber wenn
man beispielsweise etwas herausreißt, darf man nicht erwarten,
dass das Herausgerissene einen sauberen Schnitt hat. Ebenso ist es
natürlich, wenn etwas kopfüber hängt und dann aufgeschnitten
wird losblutet. Und nicht erst dann, wenn die Kamera auf ein
Auffanggefäß für das Blut schwenkt. In Sachen Spezialeffekte
sind hier Fehler gemacht worden, die sicherlich nicht verziehen
werden können. Für die Darstellung der Hinterwäldler wurden
keinerlei Masken oder ähnliches benötigt. Vielleicht ist das
auch besser so.
Nicht verwunderlich ist, dass Darsteller am Set zu sehen sind, die
nicht den allerbesten Eindruck hinterlassen. Einer der Typen ist
sogar ein kompletter Totalausfall. Besonders auffällig wird dies,
wenn einige der wenigen Emotionen gespielt werden müssen. Hier
fehlt die Glaubhaftigkeit komplett. Und dabei sind die Rollen
nicht mal sonderlich anspruchsvoll. Eine Charakterzeichnung gibt
es nicht. Die Rollen sind nur aufs Sterben ausgelegt. Natürlich
erst ab dem Zeitpunkt, nachdem alle ausgiebig kopuliert haben.
Bei all den Schwächen ist es schon ein wenig verwunderlich, dass
„Gnaw“ recht kurzweilig ist. Die 77 Minuten gehen relativ
schnell vorbei. Vielleicht weil man erwartet, dass noch etwas Großes
kommt. Immerhin versucht der Film in einigen Szenen an das
„Texas Chainsaw Massacre“ zu erinnern. Beispielsweise mit dem
Einblenden von Vermissten-Dokumenten. Am Anfang erinnert „Gnaw“
an einen weiteren Genre-Klassiker. Und zwar „Wolf Creek“. Die
Analogie ist aber bereits nach einigen Minuten hinfällig.
Unterm
Strich ist „Gnaw“ etwas weniger als ein durchschnittlicher
Beitrag zu der Vielzahl an Backwood-Slashern. Regisseur Gregory
Mandry ist es nicht gelungen, ein solides Erstlingswerk
abzuliefern. Es fehlen unter anderen schöne Landschaftsaufnahmen,
die dieses Subgenre normalerweise bereichern. Die Spannung und die
Atmosphäre sind nicht ausgeprägt genug. Gleiches gilt für die
Spezialeffekte. Da bleibt nicht viel. Nur ein Killer der mit einer
toten Katze im Gesicht, der aus Teenagern ein leckeres
Mittagsessen zubereitet. |