Gnaw

Informationen

OT:Gnaw

ca.80 Minuten

GB 2009

Regie

  • Gregory Mandry
Darsteller

  • Hiram Bleetman
  • Rachel Mitchem
  • Sara Dylan
  • Carrie Cohen
  • u.a.

Gnaw

Story

Sieben Jungendliche wollen das Wochenende in einem abgelegenen Bauernhaus verbringen. Dort angekommen ahnt niemand von dem, was den jungen Leuten bevor steht. Denn sie sind in das Territorium einer Kannibalen-Familie geraten. Eine Familie, die Fleischern und Essen zu ihren Grundbeschäftigungen zählt…

Gnaw  Gnaw

Kritik

Mit „Gnaw“, was zu deutsch etwa Knabbern oder Nagen bedeutet, kommt ein weiterer Backwood-Slasher in die heimischen DVD-Regale. Prinzipiell funktioniert diese Thematik immer. In ganz wenigen Fällen kann ein Film mit kannibalischen Hillbillies und sterbefreudigen Teenagern nicht überzeugen.

Hier ist das leider größtenteils der Fall. Die Geschichte gibt so gut wie nichts her. Gut… muss sie auch nicht, da auch die Genre-Kollegen keine wirkliche Story präsentieren. Doch in „Gnaw“ kommt mal so gar nichts rüber. Junge Leute fahren irgendwo hin und werden zum Töten freigegeben. Es gibt ein paar unsinnige kleinst Handlungsstränge wie den Streit um eine Schwangerschaft. Aber mehr als zwei Minuten können die Nebensächlichkeiten nicht füllen.

Prinzipiell könnte man das Fehlen von Handlung ja kompensieren. Mit Splatter, Spannung, Atmosphäre… Dies geschieht hier aber meist nicht. Der Film versucht zwar einige Spezialeffekte unterzubringen, die werden dann aber nicht vollendet oder sind stümperhaft. umgesetzt. Hier soll jetzt nicht zuviel verraten werden, aber wenn man beispielsweise etwas herausreißt, darf man nicht erwarten, dass das Herausgerissene einen sauberen Schnitt hat. Ebenso ist es natürlich, wenn etwas kopfüber hängt und dann aufgeschnitten wird losblutet. Und nicht erst dann, wenn die Kamera auf ein Auffanggefäß für das Blut schwenkt. In Sachen Spezialeffekte sind hier Fehler gemacht worden, die sicherlich nicht verziehen werden können. Für die Darstellung der Hinterwäldler wurden keinerlei Masken oder ähnliches benötigt. Vielleicht ist das auch besser so.

Nicht verwunderlich ist, dass Darsteller am Set zu sehen sind, die nicht den allerbesten Eindruck hinterlassen. Einer der Typen ist sogar ein kompletter Totalausfall. Besonders auffällig wird dies, wenn einige der wenigen Emotionen gespielt werden müssen. Hier fehlt die Glaubhaftigkeit komplett. Und dabei sind die Rollen nicht mal sonderlich anspruchsvoll. Eine Charakterzeichnung gibt es nicht. Die Rollen sind nur aufs Sterben ausgelegt. Natürlich erst ab dem Zeitpunkt, nachdem alle ausgiebig kopuliert haben.

Bei all den Schwächen ist es schon ein wenig verwunderlich, dass „Gnaw“ recht kurzweilig ist. Die 77 Minuten gehen relativ schnell vorbei. Vielleicht weil man erwartet, dass noch etwas Großes kommt. Immerhin versucht der Film in einigen Szenen an das „Texas Chainsaw Massacre“ zu erinnern. Beispielsweise mit dem Einblenden von Vermissten-Dokumenten. Am Anfang erinnert „Gnaw“ an einen weiteren Genre-Klassiker. Und zwar „Wolf Creek“. Die Analogie ist aber bereits nach einigen Minuten hinfällig. Unterm Strich ist „Gnaw“ etwas weniger als ein durchschnittlicher Beitrag zu der Vielzahl an Backwood-Slashern. Regisseur Gregory Mandry ist es nicht gelungen, ein solides Erstlingswerk abzuliefern. Es fehlen unter anderen schöne Landschaftsaufnahmen, die dieses Subgenre normalerweise bereichern. Die Spannung und die Atmosphäre sind nicht ausgeprägt genug. Gleiches gilt für die Spezialeffekte. Da bleibt nicht viel. Nur ein Killer der mit einer toten Katze im Gesicht, der aus Teenagern ein leckeres Mittagsessen zubereitet.

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Bewertung

Splatter Gnaw
Spannung Gnaw
Story Gnaw
Ekelfaktor Gnaw
Atmosphäre Gnaw
Gesamt Gnaw

Ähnlicher Film:

TCM…

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