Jasper Park

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 85 Minuten
Regie Marty Weiss
Darsteller Ryan Merriman Haylie Duff Danny Nucci Jonathan Chase u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 18
Jasper Park

Story

Firmenchef John Dash ist mit dem Verhalten seiner Mitarbeiter nicht ganz einverstanden. Die Firma produziert Videospiele und Dash wünscht sich, dass seine Untergebenen ein besseres Gespür für Taktik bekommen. Deshalb will er mit sieben Kollegen in den Wald fahren, um dort eine Runde Paintball zu spielen. Die Crew macht sich auf, verirrt sich aber leicht. Doch ein komischer Kauz verrät ihnen den Weg in den Park. Sogar über eine Abkürzung. Endlich angekommen werden zwei Viererteams gebildet. Dem Gewinner winkt eine Überraschung.

Doch die Umgebung von Jasper Park ist nicht so einsam und verlassen, wie es im ersten Moment aussieht. Beim Spielen wird jemand von einer Farbkugel getroffen, der nicht zur Mannschaft gehört. Ärger steht ins Haus. Und es kommt noch schlimmer: Die Paintball-Gruppe hat das Territorium einer Redneck-Familie betreten, die sich vom FBI verfolgt fühlt. Und die Landeier wollen sich nichts vom Staat sagen lassen. Gar nichts…

Jasper Park  Jasper Park

Kritik

Horror-Filme mit Redneck-Thematik funktionieren immer. Könnte man zumindest meinen, denn selbst die schwächsten Filmbeiträge dieses Subgenre haben meist dieses Faszinierende, dieses Ungehobelte. Und wir haben Angst davor, selbst mal einen solchen Degenerierten zu begegnen, wollen auf der Leinwand aber immer mehr sehen. Und so dürfte es keinen verwundern, wenn Rednecks die Protagonisten den Mittelpunkt zahlreicher B-Movies darstellen. Wie hier, in „Jasper Park“.

Die Story ist bei „Jasper Park“ relativ schlicht gehalten. Eine Firma reist in den Wald, kommt in Kontakt mit Landeiern und hat dann ein riesiges Problem. Dem Zuschauer wird dies bereits bewusst, als die Hobbysportler an der Tankstelle halten und es sich nicht nehmen lassen, die Ratschläge eines Hillbilly anzunehmen um dann querfeldein zu ihrem Ziel zu gelangen. Selber Schuld denkt man sich da schon und lässt den Rest des Films über sich ergehen.

Gut ist bei einem Film solcher Art, dass man seitens der Macher fast immer mit Außenaufnahmen glänzen kann, was auch hier der Fall ist. Ob das Gelände wirklich der kanadische Jasper Park ist, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Fest steht aber, dass die Natur, in der gedreht wurde, optisch überzeugen kann. Was nicht so ganz überzeugen will, zumindest optisch, sind die Rednecks. Es wird zwar von Mutationen gesprochen, viel mehr als eine Hasenscharte bekommt man aber nicht zu Gesicht. Was man auch nicht vor die Linse bekommt, sind derbe Gore-Szenen. Es wird zwar gepiekst, geschossen und gefoltert, der Film hält sich bei der Darstellung von Spezialeffekten dezent zurück.

Für die Folterszenen wurde extra ein kleiner Bunker hergerichtet, in dem einige Nicht-Rednecks eingesperrt werden. Doch „Backwoods“ , so der Original-Titel, kann nicht zu dem neumodischen Toture-Porn-Stuff gezählt werden. Die eigentlich fiese Folter ist eher psychischer Natur, da im Keller Frauen gehalten werden, die der Nachwuchsgewinnung diesen sollen. Aber auch dieser Teil des Films wird nur nebensächlich betrachtet. In erster Linie geht es um den Überlebenskampf der Gruppe. Und den kann man nett beobachten. Es gibt Spannung, ein paar Stunts und all das Zeug, was dazugehört.

Regisseur Marty Weiss („Vampires: The Turning“) hat eine solide Arbeit abgelegt. Er versucht auch mit einigen Kamera-Spielchen das Geschehen einige Male etwas aufzufrischen. Etwas Besonderes bekommt man aber nicht geboten. Dies gilt auch für die Schauspiel-Crew, die bestenfalls solide agiert. Natürlich mit den zugehörigen Ausnahmen, die ja bekanntlich die Regel bestätigen. Ryan Merriman könnte aus „Final Destination 3“ oder dem amerikanischen „Ring 2“ bekannt sein. Jonathan Chase hat unter anderem in „The Gingerdead Man“ und „7eventy 5ive“ mitgewirkt.

„Jasper Park“ funktioniert. Mehr nicht. Es fehlt ihm etwas an Spannung und etwas mehr an Atmosphäre. Zumindest wenn man einen Film wie „Wrong Turn“ oder „Die letzten Amerikaner“ erwartet. Die Geschichte um die paranoiden Rednecks wird sicherlich keinen vom Hocker hauen, für eine solide Unterhaltung reicht es aber allemal.

Jasper Park  Jasper Park

DVD

Der Horror-Page lag als Rezensionsvorlage die Presse-DVD aus dem Hause Sunfilm vor. Sie ist mit reduzierter Ton- und Bildqualität ausgestattetet, weswegen diese Punkte an dieser Stelle nicht beurteilt werden können. Als Extras gibt es auf der DVD, die am 26.06.2009 erscheint, nach Angabe von Sunfilm „Trailer“.

Bewertung

Splatter Jasper Park
Spannung Jasper Park
Story Jasper Park
Ekelfaktor Jasper Park
Atmosphäre Jasper Park
Tonqualität
Bildqualität
Zusatzmaterial
Gesamteindruck Jasper Park

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