Crowley – Back From Hell

Informationen

Drehland GB
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 102 Minuten
Regie Julian Doyle
Darsteller Simon Callow Kal Weber Lucy Cudden Jud Charlton u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Crowley - Back From Hell

Story

Aleister Crowley lebte vor einigen Jahren noch und brachte nicht viel Gutes über seine Umwelt. Mit seinem Tod hatte sich das Problem erledigt. Doch nun basteln fleißige Forscher an einer Datenbank, die mit dem Wissen des Altmeisters angereichert wird.

Als diese fertiggestellt ist, wird dem armen Professor Haddo mittels eines Virtual-Reality-Anzugs das Wissen von Aleister Crowley in die Birne gepeitscht. Dieser ist danach nicht mehr der, der er mal war. Denn Crowleys Geist hat den Körper von Haddo übernommen. Jetzt versucht der ein uraltes Ritual durchzuführen. Die „Chemische Hochzeit“…

Crowley - Back From Hell  Crowley - Back From Hell

Kritik

Drogen können komische Sachen mit Menschen anstellen. Heavy-Metal-Legende Ozzy Osbourne ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Ob Bruce Dickinson, der Frontmann der Heavy-Gruppe Iron Maiden einen ähnlichen Konsum an ungesunden Substanzen in der Vergangenheit hinter sich hat, ist nicht klar. Klar ist aber, dass er beim Schreiben des Drehbuchs zu „Crowley – Back From Hell“ wohl nicht ganz klar im Oberstübchen war.

Regisseur Julian Doyle („Schock-Therapie“ und beteiligt bei „Leben des Brain“ und Darsteller in „Sinn des Lebens“ ) muss das bewusst gewesen sein, als er sich daran gemacht hat, dass Geschriebene umzusetzen. Für schräge Ideen scheint Doyle stets ein offenes Ohr zu haben. Denn die Geschichte ist, gelinde gesagt, recht eigenwillig. Ein Sammelsurium an Ideen und Phantasien, welches es dem Zuschauer nicht gerade einfach macht, so richtig durch das Geschehen durchzublicken.

Die Geschichte ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen, über weite Strecken aber überdurchschnittlich unterhaltsam. Es will sich zwar keine rechte Spannung und noch weniger eine Horror-Atmosphäre aufbauen, da sich die Szenarien aber oft abwechseln, bleibt man bei der Stange. Die Beobachtung des Protagonisten macht durchaus Spaß. Die Rolle ist recht lustig angelegt und kann mit einigen seltsamen Aktionen für angenehme Unterhaltung sorgen. Tabus gibt es nicht. Ob das Anpinkeln von Studenten, Kacke auf dem Schreibtisch oder eine Bedrängung eines Studenten von hinten: Regeln des politisch korrekten Kinos werden nicht eingehalten. Glücklicherweise ist die Darstellung dieser drastischen Szenen nicht in Vollendung praktiziert worden. Das wäre dem Guten auch ein wenig zu viel gewesen. Action und rasante Szenen kommen in „Crowley – Back From Hell“ nur selten vor. Dafür gibt es aber eine erhöhte Anzahl an Dialogen, die glücklicherweise nicht langweilig angelegt sind. Haddo steht hier natürlich im Mittelpunkt. Die Rolle wird von Simon Callow gespielt. Callow ist ein erfahrener Schauspieler, der schon in vielen kleineren Produktionen zu sehen war und sein Handwerk beherrscht. Auch für den Rest der Crew hat man solide Darsteller einstellen können, die es verstehen, ihren Job ordentlich zu erledigen.

Prinzipiell kann man das auch dem Regisseur unterstellen. Wäre da nicht das Problem, dass er es nicht geschafft hat, der Geschichte einen roten Faden einzuimpfen. Wahrscheinlich ist er an der Vorlage gescheitert. Eine Vorlage, die wohl nur sehr schwer umzusetzen ist. Regisseur Julian Doyle gelingt es aber, den Fokus in den verschiedenen Abschnitten auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zudem hat er sehr gut aussehenden Kulissen in den Film gebracht, die ein optisches Vergnügen auslösen und er hat auch einen guten Schnitt an den Tag gelegt. Anmeckern müsste man eigentlich noch, dass das Okkulte nicht so rüber kommt, wie man es bei einem Okkult-Thriller normalerweise gewohnt ist.

Auch in Sachen Splatter ist Sparflamme angesagt. Es gibt zwei, drei kleinere Szenen, die aber nicht in einem Blutbad enden. Rot wird es nur bei der Suche nach einem Opfer für die Zeremonie. Natürlich in Gestallt von schönen Frauen, die mal bekleidet und mal unbekleidet über den Bildschirm huschen. In diesem Bezug ist eine sehr witzige Szene zu nennen, in der Haddo einen Rothaar-Check macht und es nach dem Heben des Röckchens überraschenderweise mit einer Blondine zutun hat…

Zu den durchsichtigsten Filmen gehört „Crowley – Back From Hell“ sicherlich nicht und er ist auch kein herausragender Beitrag in seinem Subgenre. Allerdings versteht es der Film, den Betrachter gut zu unterhalten. Wenn auch sehr unkonventionell, provokant und überladen. Aber er ist abwechslungsreich, stellenweise witzig und bleibt so auf jeden Fall positiv im Gedächtnis.

Crowley - Back From Hell  Crowley - Back From Hell

DVD

Neben einigen Trailern gibt es bei den Extras, im feurigen DVD-Menü, einen Audiokommentar mit Bruce Dickinson und Julian Doyle, ein Making Of und Deleted Scenes. Die Laufzeit des Making Of beträgt ca. 21 unterhaltsame Minuten. Deutsche Untertitel sind einblendbar. Die geschnittenen Szenen betragen stolze 29 Minuten und 18 Sekunden. Nach der Betrachtung der Szenen kommt man zweifelsfrei zu der Erkenntnis, dass die Jungs und Mädels ziemlich viel Zeit in den Film gesteckt haben. Respekt.

Bild und Ton kann man als gelungen bezeichnen. Auch wenn der Sound in einigen Szenen, wenn brachiale Musik eingespielt wird, etwas laut ist. Da hätte man sicherlich etwas ohrenfreundlicher abmischen können. Ansonsten gibt es aber nichts zu meckern.

Bewertung

Splatter Crowley - Back From Hell
Spannung Crowley - Back From Hell
Story Crowley - Back From Hell
Ekelfaktor Crowley - Back From Hell
Atmosphäre Crowley - Back From Hell
Tonqualität Crowley - Back From Hell
Bildqualität Crowley - Back From Hell
Zusatzmaterial Crowley - Back From Hell
Gesamteindruck Crowley - Back From Hell

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