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„Gremlins“ ist
ohne Frage ein Film, der Generationen verzauberte und somit als
zeitloser Kultfilm zu betrachten ist, den man sich immer mal wieder
angucken kann. Sicherlich ist es kein Überfilm, keiner der
besonders überragend oder sogar pädagogisch wertvoll ist, es ist
aber ein Streifen der einfach Spaß macht und es locker mit den
tricktechnisch gespickten Filmen von heute aufnehmen kann.
Als Horrorfilm ist er sicherlich nicht zu betrachten, vielmehr als
Horrorkomödie, die einige Schockeffekte aufweist, aber deren Lacher
überhand haben. Alles beginnt in einem kleinen, asiatischen Laden,
der atmosphärisch gleich den Höhepunkt liefert. Der etwas flapsige
Erfinder findet ein außergewöhnliches Geschöpf, welches er aus
der Isolation reißt und mitten in das Leben seiner Familie
platziert. Ihm wurde zwar gesagt, dass er äußerst vorsichtig sein
soll, er kümmert sich aber nicht weiter um das kleine Tier und
überlässt seinem halberwachsenen Sohn die volle Verantwortung. Das
dies schief gehen muss ist logisch und gut für den Betrachter, da
es bald eine wunderbare Verwandlung gibt, auf der das Hauptaugenmerk
des Films liegt.
Es entstehen nämlich kleine Monster, welche die Umgebung mit ihrer
fiesen, gemeinen und äußerst coolen Art terrorisieren. Die Monster
und die damit verbundenen Trickeffekte kann man als gelungen
erachten, da sie doch relativ authentisch wirken. Sicherlich ist man
sich bewusst das es in der Realität keine derartigen Monster gibt,
wenn es aber welche geben würde, würde man sich freuen wenn sie so
aussehen würden. Während der unveränderte Gizmo in die Herzen der
Zuschauer wächst, wächst die Abneigung gegen seine Brut, die es
dann auszumerzen gilt und dabei sind der Phantasie keine Grenzen
gesetzt. Küchengeräte wie Mixer und Mikrowelle helfen dabei, die
Plage zu beseitigen, allerdings ist der Kampf recht hart, da sich
die kleinen Gauner in der Überzahl befinden und zudem nicht
unbedingt auf den Kopf gefallen sind.
Die menschlichen Schauspieler machen dabei ebenso einen guten
Eindruck, wie die kleinen Puppen. Zach Galligan, der den Billy
spielt, steht im Mittelpunkt des Geschehens und weiß sein Talent
einzusetzen. Leider hat es für ihn nie zu mehr gereicht, als bei
einigen kleinen Produktionen wie zum Beispiel „Eaten Alive –
Invasion der Killer-Insekten“ oder „Warlock“ mitzuspielen. Der
Rest der Crew spielt so gut, wie es nötig ist, um keine Eindrücke
zu zerstören. Regie führte im übrigen Joe Dante, der seine Arbeit
ausgezeichnet gemacht hat und dem ein oder anderen Horrorexperten
aus Filmen wie „Das Tier“ oder „Piranha“ bekannt sein
dürfte.
„Gremlins“ ist ein wirklich guter Film, der sicherlich schon von
90% der Bevölkerung gesehen wurde und wohl niemanden negativ
aufgestoßen ist. Das kann er wohl auch nicht, da er wirklich
unterhaltsam, recht spannend und vor allem sehr lustig ist. Oder
findet es irgendjemand nicht witzig wenn kleine Monster ihren Mantel
zum Exhibitionismus aufreißen, Bier in sich reinkippen, wild mit
einem Cold rumballern etc... ?
Die Video-, DVD- und Laserdiskfassungen sind in Deutschland alle
uncut, nur einige TV-Ausstrahlungen sind der Schere der Justiz zum
Opfer gefallen. Dies darf allerdings als etwas übertrieben erachtet
werden, da der Film eigentlich nicht brutal ist und das FSK 16 schon
reichlich hoch angesetzt wurde...
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