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Igor
ist ein Igor. Da er als Kind schon ziemlich scheiße aussieht und
ihn seit Beginn an ein dicker Buckel schmückt, gab es keine
Alternative. Er ist ein Igor. Igors haben die Aufgabe, den
Wissenschaftlern als Gehilfen unter die Arme zu greifen.
Igor lebt in Malaria. Dort gab es einst blühende Landschaften.
Doch nun wird das Land von Dunkelheit und Terror regiert. Die
Wissenschaftler versuchen sich mit dem Erfinden von tödlichen
Maschinen zu übertrumpfen. Igors Wissenschaftler baut gerade eine
ganz besondere Maschine, mit der er einen Wettbewerb gewinnen
will. Doch da er nicht der hellste Forscher ist, eliminiert er
sich mit seiner Erfindung. Das ist Igors Chance. Da er eigentlich
eh schon immer teuflischer Wissenschaftler werden wollte, reißt
er sich das Entwicklungsmaterial unter den Nagel und erschafft ein
Monster. Mit diesem will er den Wettbewerb für Horror-Forschung
gewinnen. Doch irgendwie ist das geschaffene Wesen nicht sehr fürchterlich... |
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Animations-Filme
für Erwachsene, respektive erwachsene Kinder, sind ja nicht
gerade die Regel. Tim Burton haut ab und an einen raus und nun
haben die Produzentenbrüder Weinstein mitsamt Regisseur Anthony
Leondis (zuvor: „Lilo & Stitch 2“) einen ähnlichen
Versuch gestartet. „Igor“ heißt das Ergebnis. Ein durchaus
sehenswerter Film, der zwar nicht ganz an die Qualität der
Zeichentrick-Blockbuster rankommt, aber durchaus zu gefallen weiß.
Erzählt wird die Geschichte des kleinen Igor. Ein armer Knilch,
der aufgrund seiner Herkunft in ein bestimmtest Bild gepresst
wird, welches ihm nicht gefällt. Durch einen Zufall kann er dann
aus seiner Haut heraus und das machen, was ihm Spaß macht. Dabei
muss er aber lernen, dass das Leben nicht immer so läuft, wie er
sich das wünscht. Hört sich nach dem Ernst des Lebens an, die
Grundstimmung im Film ist aber eher lustig. Es gibt einige Gangs,
richtige Schenkelklopfer sind dabei allerdings Mangelware.
Ein großer Vorteil des Films ist sein hohes Tempo, welches
eigentlich nie Langeweile aufkommen lässt. Zudem sind die düsteren
Spielorte sehr variabel gewählt, was natürlich für reichlich
Abwechselung sorgt. Der kleine Nachteil dabei ist, dass der rote
Faden nicht immer klar ersichtlich ist. Durch einige, kleine
Nebenstränge kann man für kurze Momente schon mal den Überblick
verlieren. Die mitspielenden Charaktere sind ebenfalls sehr vielfältig
und bunt gezeichnet. Alle ein wenig schräg und makaber, die
meisten taugen aber durchaus als Sympathieträger.
So richtig gruselig wird es nie. Es wird zwar eine schöne Atmosphäre
aufgebaut, die den düsteren Touch des Films verstärkt, horrormäßige
Schocker oder gar animierte Splattereinlagen gibt es aber nicht.
Dies sollte niemanden verwundern, da die Zielgruppe zu einem
gewissen Teil ja doch unterhalb der Volljährigkeit verweilt.
Lediglich das Karnickel könnte bei jüngeren Betrachtern für
Unmut sorgen, da dies von Todessehnsucht getrieben ist, aber nicht
sterben kann. Es versucht einige Male sein Ableben zu provozieren,
was dann aber nur temporär gelingen will.
Im Original sind namhafte Sprecher mit von der Partie.
Beispielsweise John Cusack als Igor oder Steve Buscemi als
selbstmordgefährdeter Hase Scamper. Da ist die Originalspur der
DVD auf jeden Fall einen Blick wert. Wenn man das denn so nennen
kann. Den Blick kann man als horrorinteressierter aber auf jeden
Fall auf den Film „Igor“ riskieren. Enttäuschungen sind hier
ausgeschlossen, auch wenn es kein animierter Überflieger ist. Als
netter Zeitvertreib eignet sich das Material auf jeden Fall und
man kann bei der Betrachtung mal wieder das Kind im Manne/Weibe
rauslassen.
Unterm Strich ist „Igor“ ein netter Animationsfilm für
junggebliebene Erwachsene oder sich erwachsen fühlende
Jungendliche. Nur nett, da er es nicht ganz versteht, den
Betrachter mit seiner Story in seinen Bann zu ziehen. Aber nett,
weil man das kurzweilige Geschehen unterhaltsam verfolgen kann. |