|
In der chinesischen Südsee befindet sich
gerade ein Luxusliner auf seiner Jungfernfahrt. Es ist das größte Schiff
seiner Art und mit Stolz begrüßt der Erbauer die zahlreichen, gut
betuchten Gäste. Während sich die Reichen köstlich amüsieren, bekommt
die Crew auf einmal Probleme mit der Technik. Nichts funktioniert mehr, was
natürlich nicht gerade zur Entspannung beiträgt. Doch auf einmal meldet
sich ein Instrument, welches bemerkt, dass sich etwas riesengroßes von
unten, mit einer hohen Geschwindigkeit dem Schiff nähert...
Währenddessen steuert Captain Finnegan sein kleines Boot zu einem
unbekannten Ziel. Er ist bekannt dafür, dass er keine Fragen stellt, wenn
er als Bezahlung Bargeld erhält und so ist es auch diesmal. Allerdings
kommen ihm seine „Gäste“ schon etwas merkwürdig vor und sein mulmiges
Gefühl soll ihn nicht täuschen. Nachdem es zu einigen Auseinandersetzungen
an Bord gekommen ist, weil ein Crewmitglied die Ladung der seltsamen Leute
durchsucht hat, sind sie an ihrem Ziel angekommen. Sie haben die Elektronik
eines großen Luxusliners von außen ausgeschaltet und wollen es nun
überfallen.
Doch als die das Deck betreten müssen sie feststellen, dass alle
Besatzungsmitglieder und auch alle Gäste grausam getötet wurden. Sie
vermuten erst das ihnen jemand zuvor gekommen ist, müssen dann aber
feststellen, dass grausame Monster an Bord sind... |
|
Das „Octalus“ nicht gerade eine neue Idee
mit sich bringt, dass er mit Klischees behaftete Charaktere hat und hier und
da ein wenig aus anderen Horrorfilmen klaut, ist nicht wirklich
überraschend, denn dies sind fast schon Grundlagen des Tier-
beziehungsweise des Monsterhorrorfilms. Aber dennoch sticht er etwas aus der
Masse der Mittelklassefilmen heraus, da er zum einen wirklich gut
unterhält, einige Spannungsmomente mit sich bringt und nicht zu letzt mit
einigen Ekel- und Splatterszenen ausgestattet ist, die für ein FSK 16 sehr
ansehnlich sind. Auch die Spezialeffekte können überzeugen, was bei den
angesprochenen Subgenres ja nicht immer der Fall ist und einen Streifen ganz
schnell mal in den Trashbereich ziehen kann.
Bereits zu Anfang wird klar, dass es sich bei „Octalus“ weniger um einen
dieser Standartfilme handelt, denn es beginnt rasant und vor allem
interessant. Man hat sich sogar die Mühe gemacht, zwei verschiedene
Handlungsstränge zu erschaffen, die dann gekonnt zusammengeführt werden.
Zum einen sehen wir die Terroristen, die den Luxusliner überfallen wollen
und zum anderen den Luxusliner selber. Als dann das Monster über das Schiff
herfällt können die Besatzungsmitglieder keinen Notruf aussenden, weil die
Terroristen, fast unglaubhaft zeitgleich, die Geräte an Bord deaktivieren.
Erst so kann es zu der Katastrophe kommen, die sich dem Überfallkommando
bietet, als es das Schiff betritt. Dabei gibt es dann die ersten Ekelszenen
zu bewundern, da ein Schiff dieser Größe ja entsprechend Leute
transportieren kann, die zu 99% dem Urvieh zum Opfer fallen, dass seinem „Essen“
die Flüssigkeit entzieht. Von nun an beginnt der eigentliche Film, der
zeigt, wie die Überlebenden um ihr Leben kämpfen, was aber, zum Glück der
Splatterfans, nicht wirklich vielen gelingt.
Die Schauspieler machen dabei einen soliden Eindruck, da, wie gesagt, viel
mit Klischees gearbeitet wird. Der Captain des Terroristenboot, der
eigentlich auf der Seite der guten einzuordnen ist, ist dieser raue Typ, der
immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat und so cool ist, dass er
eigentlich als Eisklotz durch die Gegend laufen müsste. Seine
Schauspielkollegen drängt er gekonnt in den Hintergrund, es sei denn, sie
treten durch das Durchleben eines Spezialeffektes in den Vordergrund, danach
können sie aber keinen mehr von ihren Fähigkeiten überzeugen...
Die Atmosphäre ist aufgrund der vielen dunklen Szenen recht gut gelungen
und die Computeranimationen des Monsters sind schön anzusehen. Hier und da
ist natürlich zu erkennen, dass die Technik immer noch nicht ausgereift
ist, dass findet man aber auch in Filmen, die ein wesentlich höheres Budget
mit sich bringen. Auch die zahlreichen Explosionen, die wohl für Freunde
des Actionkinos bestimmt sind, können sich sehen lassen.
Somit kann man dann zum Schluss kommen, das „Octalus“ ein wirklich
sehenswerter Film ist, der sowohl Horror- als auch Actionfans auf ihre
Kosten kommen lässt. Der Film macht wirklich Spaß und sorgt für eine
101miütige Unterhaltung, die in diesem Subgenre ja nicht alltäglich ist... |