Es war einmal… – Der Gruselpeter

Es war einmal... - Der Gruselpeter

Informationen

Drehland Deutschland
Drehjahr 2004
Laufzeit ca. 60 Minuten
Regie René Rausch
Darsteller Steffen Röhrs Beate Franke Lars Kelich Jana Wrobel u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton DD2.0
Sprachen Deutsch
Untertitel
LC 2
FSK 12
Es war einmal... - Der Gruselpeter

Story

Eine junge Frau kommt verletzt und verwirrt in eine Arztpraxis. Eine Krankenschwester ist erschüttert über ihren Zustand. Verwirrt wird sie, als die Verletzte plötzlich anfängt das „Hänsel und Gretel“-Lied zu singen und von dem erzählt, was ihr passiert ist:

Eine Gruppe junger Leute reist aus irgendeinem Grund irgendwo hin und hat auch noch das Pech, dass sie sich verfahren. Da der Fahrer nicht einlenken will und immer noch überzeugt ist, dass die Gruppe in die richtige Richtung steuert, wird eine Nacht auf unbekannten Terrain verbracht.

Am nächsten Morgen ist die Überraschung groß, als das Auto nicht anspringen will. Da es in diesem Gebiet auch kein Funknetz gibt, wandern die Reisenden arglos auf ein unbekanntes Ziel los: Ein alleinstehendes Haus. In diesem Haus befinden sich bereits zwei Studentinnen, die gegen ihren Willen dort festgehalten werden. Von einem Wesen aus der Märchenwelt, genannt Gruselpeter. Und der hat nichts Gutes im Sinn…

Es war einmal... - Der Gruselpeter  Es war einmal... - Der Gruselpeter

Kritik

Märchenerzählungen sind keine Seltenheit im Horror-Film. Es gibt immer wieder Geschichten, die aufgegriffen und in den verschiedensten Varianten wiedergegeben werden. Mit „Es war einmal…“ versucht sich nun ein deutscher Independet-Film mit dieser Thematik, die sich nicht nur auf ein Märchen, sondern mehrere bezieht. Prinzipiell muss man da natürlich schon mal die Augenbrauen hochziehen. Deutsche Filmemacher aus dem No-Budget Bereich sind ja eher dafür bekannt, dass sie mit literweise Blut und seltsam maskierten Zombies versuchen für Aufsehen zu sorgen.

Hier ist das anders. Es wurde eine Story ausgewählt, die von vorne bis hinten ernst ist. Prinzipiell muss dies kein Nachteil sein. Die Crew von Transcendental Pictures hat aber bei der Umsetzung mit der Technik und der Darstellung zu kämpfen. Und das nicht zu knapp. Es fängt damit an, dass der Ton nicht sonderlich gut vom Aufnahmegerät eingefangen wurde. Viele Dialoge sind viel zu leise. Dreht man dann mal an der Schraube, um nicht zu verpassen, kann es sein das einem in der nächsten Szenen fast die Ohren vom Kopf fallen, weil es auf einmal furchtbar laut wird. Dies gilt zwar nur für einige, wenige Szenen, stört aber ungemein.

Die Kamera und der Schnitt gehen mit einem zugedrückten Auge in Ordnung. Hier hat man zumindest das rausgeholt, was man rausholen konnte und stimmungsfördernde Farbfilter eingesetzt. Auch die Musik hört sich gut an. Darstellerisch gibt es Schwächen. Wie bei solchen Produktionen üblich ist. Lediglich Steffen Röhrs kann in der Rolle des Gruselpeters überzeugen. Dies liegt aber hauptsächlich daran, dass die Rolle an sich völlig überzogen ist. Sie entstammt halt der Märchenwelt. Aber dennoch darf man Röhrs zu seiner Leistung gratulieren, da er sich doch deutlich von seinen Mitstreitern abhebt.

An der Geschichte gibt es nichts zu meckern. Sie wirkt durchdacht, zielstrebig und versteht es, über die komplette Stunde Spielzeit zu unterhalten. Wirkliche Längen sucht man vergebens. Auch die Dialoge sind, wenn denn dann gut zu verstehen, alles andere als Trash-Niveau. Dies gilt aber nicht für die, wohl wenig kosten- und zeitintensiven, Spezialeffekte. Es gibt zwar nur sehr wenige blutige Einlagen, diese versagen aber komplett. Von daher verwundert es auch nicht, dass „Es war einmal…“ trotz Skalpierung und Gedärmewühlerei mit einem FSK 12 versehen wurde. Klingt zwar komisch, ist aber nachvollziehbar.

Im Gesamteindruck bleiben leider die eklatanten Schwächen stärker im Gedächtnis als die vorhandenen Stärken. Man sieht, dass Potential vorhanden ist, allerdings macht das Gucken nur bedingt Spaß. Die Crew hat leider zu schlechtes Equipment für die Verfilmung eines solch ernsten Themas. Die Idee ist gut, ebenso das Drehbuch, der Gesamteindruck aber nicht wirklich.

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DVD

Bei dem Bonusmaterial hat man sich wirklich Mühe gegeben. Es gibt im nett animierten DVD-Menü neben ein paar Trailern ein knapp 20 minütiges Making Of, ein paar Outtakes (ca. 15 Minuten), Behind „Es war einmal…“ (ca. 15 Minuten), eine Slideshow und den Audiokommentar. Die bebilderten Extras haben zwar auch ein wenig mit der Technik zu kämpfen, sind aber gut zu betrachten und gerade für Independent-Freunde interessant.

Bewertung

Splatter Es war einmal... - Der Gruselpeter
Spannung Es war einmal... - Der Gruselpeter
Story Es war einmal... - Der Gruselpeter
Ekelfaktor Es war einmal... - Der Gruselpeter
Atmosphäre Es war einmal... - Der Gruselpeter
Tonqualität Es war einmal... - Der Gruselpeter
Bildqualität Es war einmal... - Der Gruselpeter
Zusatzmaterial Es war einmal... - Der Gruselpeter
Gesamteindruck Es war einmal... - Der Gruselpeter

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