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Geisterjägerin
Carter Simms wird ein lukratives Geschäft unterbreitet: Sie soll
über drei Tage hinweg das Materson Haus auf paranormale Aktivitäten
untersuchen. Dafür soll sie nicht weniger als 5000 Dollar
einkassieren. Doch der Job hört sich einfacher an, als er ist.
Denn in dem Haus wurden vor Jahren einige Menschen ermordet, die
jetzt darin rumspuken sollen.
Bewaffnet mit allerlei technischem Kram und einigen Experten will
Carter das Phänomen auflösen. Sie selbst glaubt nicht an Spuk.
Doch schon bald geschehen seltsame Dinge... |
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Es
braucht nicht viel Erfahrung um herauszufinden, dass „Paranormal
Investigations“ ein günstig produzierter Film ist. Ein Film,
der eine Geistergeschichte erzählt und dabei ohne viel Drumherum
auskommt. Er braucht lediglich ein paar Darsteller, ein paar
technische Geräte, ein Geisterhaus und natürlich auch einen
Geist. Letzterer ist es dann auch, der die Würze in diese
Film-Suppe gibt. Das Treiben der Darsteller zu beobachten ist nur
bedingt interessant. Es gibt nach einer netten Einführung
ziemlich viele Dialoge. Diese sind ebenso bedingt interessant.
Zudem ist die Synchronisation nicht die allerbeste. Was allerdings
ganz gut gemacht ist, ist die Stimme aus dem Off. Wenn sie
erklingt, kann man ruhig die Augen zumachen. Denn von ihr wird
alles kleingenau beschrieben. Man meint sich in einem Hörbuch.
Was
einem trotz vielfach mangelndem Interesse bei der Stange hält ist
zum einen, wie bereits erwähnt, der Geist. Lange weiß man nicht
was vor sich geht, was natürlich Spannung erzeugt. Diese nimmt im
Verlauf zu und findet ihren Höhepunkt am Ende des Films. Zum
anderen gibt es da auch noch eine Menge unfreiwilligen Humor. Der
Film ist bierernst angelegt. Wenn man aber Dialoge wie
beispielsweise: Er: „Ich brauche jetzt eine Zigarette.“ Sie:
„Ja, aber draußen ist es dunkel...“ (???) oder auch: „Sie
sieht nicht besonders gesund aus. Das muss an ihrer Periode
liegen.“ hört, kommt man um einen Schmunzler nicht drum herum.
Auch witzig ist die Szene, als jemanden „In den Koffer
gepisst“ wird. Herrlich und ekelig zugleich.
Nicht ganz so herrlich agieren die Darsteller. Die unbekannte Crew
spielt OK, mit einigen Ausschlägen nach unten. Mehr darf man in
der Regel von solch einer Produktion auch nicht erwarten. Das die
wiedergegeben Rollen nicht so schlimm rüberkommen, liegt
sicherlich auch an der Charakterisierung. Denn die ist so gut wie
nicht vorhanden. Regisseur Sean Tretta („The Great American
Snuff Film“) gibt sich zwar alle Mühe, wenigstens visuell etwas
anzubieten, was ihm auch stellenweise gelingt, er kann den Kampf
gegen die Tristesse des Drehbuchs aber nicht gewinnen. Und dabei
gaukeln uns die Herren Verantwortlichen doch vor, es handele sich
um eine wahre Begebenheit... wer’s glaubt...
Der Film hat in Deutschland zwar ein FSK 18 bekommen, kommt aber
nicht mit harten Spezialeffekten daher. Hier und da gibt es mal
eine Andeutung. Daher hätte es eine Einstufung ab 16 sicherlich
auch getan. Vom Gefallen her muss man ihn noch weiter abstufen.
Zwar nicht ganz unten, aber auch nicht viel vom Boden entfernt.
Aber „Paranormal Investigations“ will wahrscheinlich auch gar
nicht viel mehr sein. Zum Nebenbeischauen loht er sich allemal.
Schon wegen dem interessanten Ende. Und wenn man etwas für die
Thematik übrig hat oder wissen will, wie die „wahre“
Geschichte ausgeht, kann man ruhig zuschlagen. Dies dann aber
bitte schön ohne viele Erwartungen. |