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Auf
dem Campus geht ein Killer um. Dieser hat bereits einige Morde
begangen, was die hiesige Polizei in Unruhe hält. Sie vermutet,
dass es sich bei dem Mörder um einen relativ normalen Mann
mittleren Alters handelt, liegt mit ihrer Vermutung aber völlig
daneben. Denn dieses Mal ist kein Serienkiller sondern eine
Serienkillerin am Start.
Barbara lautet ihr Name und ihr Erscheinungsbild ist weit weg von
dem, was man einen mordenden Serienverbrecher zuschreibt. Sie ist
ein Modepüppchen. Schrill, bunt und gutaussehend. Das was sie von
einer typischen Campusschönheit unterscheidet ist bloß die
Tatsache, dass sie grundlos und vor allem viel, mordet.
Als Barbara eines Tages erfährt, dass der Mediziner Tomas tagsüber
Leichen aufschneidet und des nachts ihre Leidenschaft teilt, denkt
sie einen Seelenverwandten gefunden zu haben. Aus den beiden Mördern
wird ein Pärchen. Allerdings bastelt Tomas zusammen mit einem
Kollegen an einer Maschine, die Gedanken visualisieren soll. Dies
ist eine echte Bedrohung für Mörder, wie sich später
herausstellen soll... |
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Schrill.
Dieses Wort ist wohl die beste Beschreibung, wenn man den Film „Sexykiller“
mit einem Wort wiedergeben müsste. Die spanische Horror-Komödie
erinnert ein wenig an den Álex de la Iglesias Film „Aktion
Mutante“ der ebenfalls Spanische Wurzeln hat und die Genre
willenlos kreuzt. Regisseur Miguel Martí, der zuvor zwei recht
unbekannte Komödien gedreht hat, hat sich wohl seinerzeit den
„Aktion Mutante“-Trip angetan und ist offensichtlich nicht
ganz von ihm runtergekommen. Denn die Einfälle sind ebenso
zahlreich wie unkonventionell.
Den Zuschauer erwartet bereits zu Beginn die farbenfrohe Welt der
barbusigen Campusgirls. Eine von ihnen soll unter der Dusche von
einem, mit „Scream“-Maske bekleideten, Killer gemeuchelt
werden, was aber irgendwie nach hinten losgeht Was will man da als
Betrachter mehr? Vielleicht noch Dialoge wie „Ich bin vielleicht
tot, aber ich bin noch lange nicht bescheuert“. Kein Problem.
„Sexykiller“ hat eine hohe Bandbreite an Seltsamkeiten.
Der Film macht keinen Hehl daraus, dass er Hochglanz-Trash ist. Über
die gesamte Spielzeit. Das Geschehen ist zwar sehr
abwechslungsreich, man vermisst aber einen Roten Faden. Bei diesem
Genremix aus Horror, Komödie und Science-Fiction scheinen die
verschiedenen Handlungsstränge auch wild durcheinander gemixt
worden zu sein. So sehr, dass man die wahren Absichten des
Streifens nicht so recht erkennen will. Aber sei’s drum. Wer
Filme dieser Art mag kann damit leben und zudem eröffnet sich die
Chance, den Film in einer Gruppe mit Gleichgesinnten und einigen
alkoholischen Getränken zu gucken.
Die verschiedenen Einfälle der Macher respektive der Killerin
sind auf jeden Fall einen Blick wert. Die Ideen sind gut und auch
witzig. Auch wenn einen hier nicht das absolute Gag-Feuerwerk
erwartet, ein Schmunzeln hat man während der Betrachtung
eigentlich immer auf den Lippen.
Die attraktive Serienmörderin wird von Macarena Gómez
wiedergegeben. Gómez war bereits zuvor in Filmen wie „Dagon“
und auch in Jaume Balaguerós „Hell's Resident“ zu sehen. Sie
versteht ihren Job durchaus gut. Wenngleich eine Beurteilung von
ihr und der restlichen Schauspiel-Crew ausgesprochen schwer fällt.
Denn, wie zu vermuten ist, ist in „Sexykiller“ Overacting
gefragt.
Fast so überdreht wie die Darsteller und ihre Rollen sind auch
die Effekte. Sie sind recht blutrünstig und können sich sehen
lassen. Hier und da taucht zwar mal ein nicht so gelungener
CGI-Effekt auf. Die man aber locker wegstecken. Was ziemlich cool
ist, ist der Auftritt der Zombies. Die passen zwar prinzipiell
nicht in einen Serienkiller-Film, aber der Film kennt glücklicherweise
keinerlei Prinzipien.
Und das ist auch gut so. Denn was unterm Strich bei „Sexykiller“
rumgekommen ist, kann sich sehen lassen. Es gibt zwar ein paar
Durststrecken und vielen Zuschauern wird er als viel zu überladen
und überdreht rüberkommen, Trash-Liebhaber und die
angesprochenen Fans von „Aktion Mutante“ werden aber
sicherlich ihre Freude mit ihm haben. Denn er ist genau so positiv
bescheuert, wie es der Titel vermuten lässt. |