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Eine einsame philippinische
Insel ist das Ziel eines Fernseh-Teams, das dort eine Reportage über
das Überleben im Dschungel drehen will. Das TV-Team versucht sich
einzuleben, merkt aber bald, dass etwas Seltsames auf dem
abgelegenen Eiland vorgeht. Erst sind es nur komische Stimmen, die
mit dem Mikrofon eingefangen werden. Dann raschelt es im Busch.
Zudem erzählen einheimische Helfer von den Aswangs. Einer vampirähnlichen
Spezies, vor der man nie sicher sein kann. Besonders nicht als
schwangere Frau. Als dann raus kommt, dass eben so eine unter den
Filmemachern ist, bricht leichte Panik aus. Und das nicht mal
unbegründet... |
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Es gibt Sachen, die
funktionieren im Horror-Film einfach. Beispielsweise wenn es in
den Dschungel geht. Da kann selbst die Lopez auf Schlangensuche
sein, die grüne Optik lässt einen schwärmen. Monster sind auch
immer gerne gesehen. Zwar gibt es auch nicht wenige Monster-Filme,
die verhunzt wurden, aber prinzipiell kann man sich erst mal
freuen, wenn man es mit irgendwelchen merkwürdigen Kreaturen zu
tun bekommt.
„Surviving Evil“ kann mit beiden aufwarten. Monster und
Dschungel. Da wäre es doch gelacht, wenn der Film nicht
funktionieren würde, oder? Gleich zu Beginn bekommt man eine
tolle Kulisse zu sehen. Viel Meer, viel Strand und natürlich auch
Urwald. Man erfährt dies und das. Dann merkt man irgendwann, dass
der Film nicht so recht voran kommt. Es wird zwar ein spannender
Hintergrund aufgebaut und gut verdeutlicht, dass es den
Protagonisten wohl an den Kragen geht, der Film tappt aber
irgendwie auf der Stelle. Nicht das es nicht interessant wäre,
dem Geschehen zu folgen, aber für
einen Horror-Film geht es doch deutlich zu ruhig ab. Die Handlung
ist viel zu dünn und dafür mit zwischenmenschlichen Sachen, die
den Film nicht weiterbringen, vollgepumpt.
Die ersten zwei Drittel vergehen recht verhalten. Regisseur und
Drehbuchautor Terence Daw nimmt sich für seinen ersten Spielfilm
viel Zeit, um das abschließende Horror-Szenario vorzubereiten.
Wer genug Geduld aufbringt, wird dann auch letztlich belohnt.
Neben einen goldigen Nebenplot kommen auch die Horror-Kreaturen
zum Zug. Und zwar in einer erfrischenden Vielzahl. Die Aswangs
sind ein optischer Hingucker und verstehen es gut, Angst sowie
Spannung zu erzeugen. Der Aswang ist ein vampirähnliches Wesen.
Quasi der Vampir der philippinischen Einwohner. Da er als
Formwandler unterwegs sein kann, ist er ein Feind, der nur
schwer greifbar ist, was in diesem Film gut verdeutlicht wird.
Der, in Horror-Filmen recht selten vorkommende, Vampir ernährt
sich von Kleinkindern und Neugeborenen, was ihm nicht gerade viel
Sympathie einbringt. Splattertechnisch hat man sich hier und auch
bei den anderen Opfern zurückgehalten. Effekte gibt es trotz der
FSK16 Einstufung kaum zu sehen.
Die Darstellerriege spielt professionell, aber nicht höchstmotiviert.
Billy Zane („Critters - Sie sind da!“, „Ritter der Dämonen“,
„BloodRayne“ uva.) scheint als bekanntester Schauspieler nicht
nur leicht unterfordert, sondern auch etwas gelangweilt. Der Rest
der Crew passt sich ihm an. Die klischeebeladenen Rollen bieten
allerdings auch nicht gerade den größten Entfaltungsspielraum.
„Surviving Evil“ ist ein handwerklich solider Streifen, der
etwas braucht bis er Fahrt aufnehmen kann. Eine Sichtung lohnt
durchaus, auch wenn es sich nur um einen von vielen Horror-Filmen
handelt. Die Horror-Atmosphäre und vor allem die Spannung sind
konzentriert. Allerdings so, dass man nach der Betrachtung positiv
an das Gesehene zurückdenkt. |