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Lloyd Kaufman, alias "The Crap
Keeper" empfängt uns zu Beginn des Films mit seiner schrillen,
überdrehten Art und stellt uns nach einer kleinen Einleitung zwei überaus
verrückte Geschichten vor:
In der ersten Geschichte stürzt ein Alien mit seinem beschädigten UFO
über einer US-Kleinstadt ab. Um sich Geld für die Reparatur zu verdienen,
und nebenbei noch ein paar Erdlinge plattmachen zu können, verwandelt es
sich in ein gutaussehendes Busenwunder und arbeitet fortan in einem
schmierigen Stripclub. Plötzlich kommt es in dem Amüsieretablissement zu
einem Mord nach dem anderen, was auch dem durchaus gut ausgestatten,
weiblichen Cop Ivanna Dance (Julie Strain) nicht unbemerkt bleibt.
Kurzerhand heuert sie in dem Laden ebenfalls als Stripperin an, um dem
blutrünstigen Treiben Einhalt zu gebieten.
In der zweiten Episode feiern drei notgeile College-Studenten eine
ausgelassene Stripparty, nichtsahnend dass es sich bei den großbusigen,
tanzenden Schönheiten um blutgeile Vampire handelt. Im Verlauf der
alkoholgetränkten Fete kommt es deshalb zu einem Gemetzel erster Güte...
Zwischen und während den Geschichten drängt sich immer wieder mal der Crap
Keeper ins Geschehen, der uns unter anderem erklärt, wie wir unseren
eigenen, verdammten Film drehen können oder was er mit Troma-Mitarbeitern
anstellt, die mit seinem Filmmaterial nicht zufrieden sind. |
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Gemäß nach dem Titel des Films fiel mir nur
eines ein, nachdem ich das Teil sichtete: Ach du heilige Scheiße! Das
Feuerwerk an absolutem Trash, das Lloyd Kaufman hier abfackelt, ist schwer
zu beschreiben, dennoch werde ich mir im Folgenden Mühe geben, euch von der
Genialität dieses Streifens zu überzeugen. In erster Linie ist dieser Film
für eine ganz bestimmte Zielgruppe gemacht: Männer, die noch genügend
Pubertätsfantasien in der Birne rumflattern haben, dass sie über jeden
Scheiß lachen können, und gut drei duzend nackter Titten und Ärsche auch
nicht abgeneigt sind. Mit dem muss man nämlichst dringlichst rechnen,
sollte man sich dazu entschließen, sich "Tales From The Crapper",
bestmöglich in geselliger Runde, anzusehen.
Obwohl der Film weniger als 100 Minuten läuft, hat er mir so unglaublich
viele Eindrücke ins Hirn gebrannt, dass ich es sicherlich schwer haben
werde, das Beste herauszupicken, weshalb ich jetzt einfach mal mit
Beispielen um mich werfe, woran man merkt, dass man es hier mit einem
reinrassigen Troma-Film zu tun hat:
Eine Handlung ist quasi nicht vorhanden, ALLES im Film ist ein reiner
Aufhänger für möglichst viele nackte Weiber, die durchs Bild tanzen
dürfen, blutige Effekte und den grenzdebilen Humor. Llodyd Kaufman richtet
seinen erhobenen Mittelfinger nicht selten in Richtung Hollywood, der ganze
Film nimmt sich in absolut keiner Weise ernst, hat Null Handlung, sondern
hüpft von einer trashigen Sequenz zur Nächsten. Und wenn dann doch mal so
etwas wie Handlung oder Dialoge den Zuschauer ermüden könnten, hat Kaufman
einen brillanten Einfall parat - das Boner-Vision. In jeder Dialogszene
öffnet sich ein kleines Fenster, in dem man Titten und haufenweise nackte
Mädels zu sehen bekommt, wodurch der Sexfaktor den ganzen Streifen hindurch
konstant bleibt.
"Tales From The Crapper" zeichnet sich insbesondere dadurch aus,
dass die Macher wirklich alles tun, um die Zuschauer bei Laune halten. Ganz
nach dem Motto "Wozu Handlung, wenn man Lesben und Knarren hat?"
geht es in jeder einzelnen Szene zur Sache, manchmal Splattertechnisch
gesehen, doch meist einfach so Tromamäßig verblödet, dass man den Film
einfach in sein Herz schließen muss. Zumindest ich, der gerne Low-Budget
Filme sieht, habe mich sofort in "Tales From The Crapper"
verliebt, anders kann ich es nicht ausdrücken. Alleine schon Lloyd Kaufman
ist den Kauf dieses Films wert, der sich einfach eine Mülltüte über den
Kopf gezogen hat und als solcher den Crap Keeper darstellt. In dieser
Aufmachung stopft er seinen Mitarbeitern einfach mal Scheiße in den Mund,
wenn diese mit seiner Arbeit nicht zufrieden sind, ist aber alles in allem
einfach der typische Lloyd Kaufman, wie man ihn aus Interviews usw. kennt.
Humorvoll, lustig und eben ein bisschen verrückt.
Jeder, der auch nur ein bisschen Anspruch sucht, sollte dieses Werk auf
jeden Fall meiden, da hier eine Fäkalsprache und vorpubertäre Aktionen an
der Tagesordnung sind. Penner werden mit ihrem eigenen, steifen Penis
erstochen, Hasen vergewaltigt, und ganz plötzlich und völlig sinnfrei gibt
es während des Films einen gestellten Audiokommentar von Oliver Stone, der
erklärt, wieso es wichtig ist, mindestens einmal das Poloch einer geilen
Lesbe in Großaufnahme zu zeigen. Ansonsten ist der Streifen auch völlig
sinnentfreit von unpassenden Furzgeräuschen und Tierlauten unterlegt, und
selbst, dass weibliche Darstellerinnen plötzlich von einem Mann gesprochen
werden, ist hier keine Seltenheit.
Wer sich bei diesen Beschreibungen gegen die Stirn schlägt, weiß nun, dass
"Tales From The Crapper" definitiv nicht für ihn geeignet ist.
Ich jedoch hatte dank des Films die unterhaltsamsten 98 Minuten seit langem
und würde ihn ohne lange zu überlegen als einen der besten Trashfilme
bezeichnen, die ich kenne. Ein besonderer Grund zur Freude sind letzten
Endes noch die Schauspieler. Allen voran die kurvige Pornodarstellerin Julie
Strain, die gleich zwei Rollen spielt und ein absoluter Hingucker ist, geizt
nicht mit ihren Reizen. Mit genügend Insiderwissen wird man des weiteren
noch viele bekannte Gesichter aus anderen Tromastreifen wiedererkennen
können. Weitere Gaststars sind dann noch Ron Jeremy, Ted Raimi, der Bruder
von "Tanz der Teufel" Regisseur Sam Raimi, Trey Parker, Schöpfer
von "South Park", sowie Eli "Hostel" Roth oder James
Gunn, der kürzlich den Invasionshorror "Slither" in die Kinos
brachte.
Wer die Werke der Tromastudios kennt und schätzt, sollte sich diesen Film
schnellstens zulegen, da er ansonsten Gefahr läuft, einen der absolut
besten Filme Lloyd Kaufman's zu verpassen. Der Gute weiß eben, was sein
Publikum von ihm will und gibt ihm all das zurück, was er ihm schuldig ist.
Einen solch erschlagenden Haufen Titten und Blödsinn muss man erst einmal
verkraften können. Im Sekundentakt ballert einen "Tales From The
Crapper" mit Perversitäten und Anstößigkeiten zu, nimmt kein Blatt
vor den Mund und ist dadurch einfach eins: Das geilste Trasherlebnis, das
ich bislang hatte. Mal sehen, ob "Terror Firmer" oder
"Citizen Toxie" das noch toppen können... |