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Dem ruhmreichen Shakespeare-Schauspieler
Edward Lionheart wird die Verleihung einer sehr bedeutendem
Schauspielerauszeichnung verweigert, woraufhin dieser Selbstmord begeht.
Allerdings wurde seine Leiche nie gefunden. Lionheart hatte sich sein ganzes
Leben lang geweigert eine andere Rolle, als die einer Shakespeare-Figur zu
spielen und hat damit sämtliche, hochdotierte Kritiker gegen sich gebracht.
Zwei Jahre nach seinem Selbstmord kommt es allerdings zu seltsamen
Todesfällen unter den bekannten Theaterkritikern. Einer nach dem anderen
wird auf seltsame Art und Weise aus seinem Leben gestoßen – und alle auf
gute alte Shakespeare-Art. Erst hegt niemand einen Verdacht und auch die
Polizei ist ratlos, dann kommt dem Kritikervorsitzenden allerdings eine
Idee, dass der verstorbene Schauspieler hinter dieser Sache stecken könnte.
Die übrig gebliebenen Kritiker stehen ab sofort unter einem strengen
Polizeischutz, doch auch diese Obhut kann weitere Morde nicht verhindern... |
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Der Film „Theater des Grauens“ ist ein
gelungener Mix aus Horror, schwarzem Humor und Literaturverfilmung, der
zudem einen der besten Schauspieler aus dem Horrorgenre aufweist: Vincent
Price. Price, der ein beziehungsweise zwei Jahre zuvor bereits den ähnlich
agierenden Dr. Phibes in „Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes“ und „Die
Rückkehr des Dr. Phibes“ spielte, beweist auch hier, dass er ein
absoluter Ausnahmeschauspieler ist und einem Film seinen ganz privaten
Stempel aufsetzen kann. Ohne Frage wäre ein anderer Schauspieler wohl mit
der Rolle des Edward Lionheart überfordert gewesen und zudem wäre es
fraglich gewesen ob der Film nach so vielen Jahren immer noch solch einen
Kultstaus besitzen würde.
Die eigentliche Story ist zwar ziemlich platt, da einfach nur ein Mord dem
anderen folgt, dennoch ist dieser Film mehr als der Rachefeldzug eines
Wahnsinnigen. Die Morde werden frei nach Shakespeare inszeniert und
erfordern, vor der jeweiligen Durchführung, eine hohe Schauspielkunst, die
der Protagonist sehenswert zum besten gibt. Wenn es dann, nach langem
Vorspiel, zur Tat kommt, darf man sich schon etwas wundern, denn die
Freigabe für diesen ungeschnittenen Film liegt bei 16 Jahren und was dort
zu sehen ist, ist nicht unbedingt typisch für diese Einstufung. Wer denkt
das in einem so alten Schinken keine Köpfe rollen, der hat sich auf jeden
Fall geschnitten und sollte sich selbst ein Bild von den wirklich guten
Spezialeffekten machen.
Die Morde sind zwar vorhanden, werden aber etwas von dem bereits
angesprochenen Humor heruntergespielt. Dies hat leider auch den kleinen
Nachteil, dass Spannung sowie Atmosphäre unter dem leicht kitschigen
Eindruck leiden. Dies muss allerdings kein Nachteil sein, da „Theater des
Grauens“ eine ganz besondere Art Film ist und sich nicht in ein
vorhandenes Subgenre pressen muss.
Somit kann man zu dem Fazit kommen, dass „Theater des Grauens“ ein
wirklich gelungener Film ist, der mit Vincent Price über einen grandiosen
Hauptdarsteller verfügt. Zudem ist der Streifen, trotz seiner über
100minütigen Spieldauer recht kurzweilig und versteht es, aufgrund einer
stimmigen Story, den Betrachter so zu unterhalten, wie man sich das
vorstellt. Es gibt lediglich kleine Kritikpunkte wie das Agieren der
Polizei, dass etwas störend ist und in einigen Szenen etwas dumm wirkt,
darüber kann man bei dem guten Gesamteindruck aber problemlos hinwegsehen. |