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Zwei Strafgefangenen gelingt die Flucht aus
dem Gefängnis. Sie fliehen in einen Wald. Dort sind sie offensichtlich
bereits verabredet, verabredet mit Gleichgesinnten, die ihnen bei ihrer
Flucht behilflich sein sollen. Allerdings kommt es zu einem handfesten
Streit zwischen den Helfern und den Flüchtenden. Grund dafür ist eine
entführte Frau. Schließlich gibt es eine Schießerei, bei der ein Mann
stirbt. Aber nach einigen Augenblicken steht er wieder auf, als Zombie. Die
anderen sind sehr überrascht.
Auch einer der Flüchtenden kommt im Kugelhagel um, wird zum Zombie und muss
wenig später von vielen Kugeln aus vielen Revolvern durchsiebt werden,
damit er endlich Ruhe gibt. Der andere Ex-Gefangenen schnappt sich in der
Zwischenzeit die gekidnappte Frau und flüchtet mit ihr in den Schutz des
Waldes. Nach einigen Metern entdecken die beiden eine Leiche, die
aufgeschlitzt an einem Baum hängt. Offensichtlich das Opfer eines
Ritualmordes. Nichts desto trotz entschließt sich der männliche Part der
Flüchtenden, seine Gefangenenkleidung mit der schwarzen Kleidern des Toten
zu wechseln. Sie müssen aber zusehen, dass sie sich nicht zu lange an
diesem Ort aufhalten, denn sie haben schon die erbosten Verbrecher im
Nacken.
Diese wollen die Frau lebend, denn sie ist der Schlüssel zum 444. Tor, das
in eine andere Dimension führt. Und das sich genau hier, in diesem
Waldstück befindet... |
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„Versus“ ist ein etwas anderer Film, ein
Genremix, und wohl das, was der Mitteleuropäer als typischen Japanfilm
bezeichnet. Typisch, da hier viel auf die asiatische Kampfkunst
zurückgegriffen wird. Das hat natürlich den Nachteil, dass die Story des
Streifens etwas in den Hintergrund gerät. Und damit sind wir schon beim
absoluten Schwachpunkt des Films. Gut, wer auf rasante Actioneinlagen steht
und kein Problem mit deftigen Splattereinlagen hat, der wird sicherlich
seine Freude an „Versus“ haben. Wer allerdings auf gute, tiefgehende
Unterhaltung wert legt und vielleicht etwas ähnliches wie das japanische
Meisterwerk „Battle Royal“ erwartet, der wird sich wohl über fast die
gesamte Spielzeit langweilen.
Denn die mystische Komponente der Handlung steht leider nicht im
Vordergrund. Man weiß die erste Zeit (und die ist gar nicht mal kurz)
nicht, welchen Sinn der Film eigentlich haben soll. Man merkt zwar, dass
etwas nicht ganz normal ist, da Tote ja plötzlich zu Zombies werden, und
einer der Protagonisten wohl vampirähnliche Fähigkeiten besitzt.
Allerdings gibt die Handlung zunächst keine Erklärungen dafür. So muss
man das Gezeigte, wohl oder übel, auf sich wirken lassen. Glücklicherweise
werden ab und zu ein paar Splattereinlagen eingeschoben, die sich wirklich
gewaschen haben und einem somit die Wartezeit etwas verkürzen.
Es zeigt sich, dass der Film mit seinen knapp zwei Stunden, einfach zu lange
dauert. Hätte man die Aneinanderreihungen der ewig dauernden Kampfszenen
etwas verkürzt, wäre sicherlich etwas Brauchbareres herausgekommen und
somit wäre dann auch die „fantastische“ Nebenhandlung besser zur
Geltung gekommen. Zudem hätte man optisch etwas Abwechslung in den Film
bringen können, wenn der Wald nicht zu 99% der Hauptdrehort gewesen wäre.
Sicherlich sorgt er, mit der Sage um das 444. Tor für etwas Atmosphäre,
nach einiger Zeit geht einem das Geäst aber auf den Senkel.
Dass der Film trotz seines hohen Gewaltanteils in Deutschland erschienen ist
(die ungeschnittenen Fassungen sind aber logischerweise ungeprüft) liegt
sicherlich daran, dass sich der Film nicht sonderlich ernst nimmt. Ob das
aber im Sinne des Regisseuren war ist fraglich, da die Synchronisation, wie
so oft bei Filmen aus Fernost, grottenschlecht ist. Man hat mal wieder
Stimmen, die absolut nicht zu den Charakteren passen und diese somit
(ungewollt) etwas albern wirken lassen. Auch bei den Dialogen, die manchmal
etwas plump sind, darf bezweifelt werden, ob sie in dieser Art im Original
auftauchen.
Alles in allem ist „Versus“ also ein Film, der zwar blutig und etwas
mysteriös ist, sich aber zu sehr auf Kampfszenen konzentriert und so seine
Möglichkeiten nicht ausschöpft. Freunde der hohen Kampfkunst könnten,
aufgrund guter Darstellungen, sicherlich Gefallen an ihm finden.
Da „Versus“ von allem etwas hat und für jeden etwas bietet, ist es
nicht mehr als ein mittelmäßiger Mix, mit überproportional viel Splatter. |