|
Ein junges Paar gibt sich in einer schönen
Schneelandschaft der Liebe hin. Die beiden sitzen in einem alten Mercedes
und ahnen nichts von dem, was wenige Meter neben ihnen passiert.
Dort scheint es einen Unfall gegeben zu haben. Eine verletzte Frau kann sich
aus dem Wrack befreien, versucht, eine am Boden liegende Pistole zu greifen.
Wenige Meter von der Frau entfernt, steigt ein Mann aus seinem Auto. In
seiner Hand eine Axt. Er geht auf die Verletzte zu. Unterdessen im Mercedes:
Der Mann hat ein Geräusch gehört. Seine Begleiterin glaubt ihm nicht. Ein
Fehler...
Denn es kommt zu einem ungleichen Duell: Der Mann mit der Axt versucht, die
Frau zu töten. Diese schafft es aber zur Pistole zu gelangen und
abzudrücken. Sie feuert das Magazin leer, tötet den Angreifer und flieht.
Wenige Augenblicke später ist sie tot... |
|
"Viergeteilt im Morgengrauen" ist
ein Kurzfilm von Regisseur Norbert Keil. Keils erster Film, der einer
breiten Masse zugänglich gemacht wurde. Zu seinem Glück wurde er auf die
Extra-DVD von „Scream 3“ gepresst, und somit konnten sich einige sein
Werk zu Gemüte führen.
Schlecht ist der Film sicherlich nicht, bietet allerdings auch nicht
besonders viel. Selbst für eine kurze Spieldauer von 13 Minuten ist die
Handlung etwas dürftig. So bekommt man zum Beispiel eine Anfangsszene
präsentiert, die verhältnismäßig lang und vor allem nichtssagend ist.
Auch die Liebesszene ist wohl etwas zu lang geraten. Der Regisseur wollte
zwar für Authentizität sorgen, wie er im Making Of betont. Ob ihm das aber
tatsächlich gelungen ist, kann durchaus diskutiert werden.
Als Liebespaar agieren Minh-Khai Phan-Thi (ehemaliges Viva-Sternchen) und
Florian Wagner (Der sein Debüt gab und später noch bei dem Kurzfilm „Blind“
BRD 2003 mitwirkte). Sie scheinen zwar alles zu geben, und es war sicherlich
auch nicht einfach die intimen Szenen zu drehen, so richtig glaubhaft wirkt
das Ganze dann aber doch nicht.
Des weiteren ist noch Michou Pascale Anderson zu sehen, die bislang nur
kleine Rollen gespielt hat. Sie meistert die Rolle als gejagte Frau aber
ganz gut. Allerdings ist ihre Rolle etwas seltsam, denn sie ist es, die den
hoch überlegenden Möchtegern-Killer aus unerkennbaren Gründen besiegt.
Eigentlich hätte sie ja direkt dran glauben müssen. Doch auch dann wäre
der Film nicht kürzer geraten als er ohnehin schon ist. Na ja: Dann ist da
noch die Schlussszene, die ebenso unglaubwürdig ist, aber da soll an dieser
Stelle nicht näher drauf eingegangen werden.
Aber trotz der zahlreichen Kritikpunkte muss man feststellen, dass
"Viergeteilt im Morgengrauen" gar nicht mal so schlecht ist, und
man ihn in einer ruhigen Viertelstunde auf jeden Fall mal gucken kann. Man
darf sich allerdings nicht vom Titel irreführen lassen, denn gevierteilt
wird niemand. Aber dafür werden die Schneemassen ordentlich mit Kunstblut
getränkt. |