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Vor
etlichen Jahrhunderten schlossen die Mächte von Gut und Böse einen Pakt.
Um der totalen Zerstörung zu entkommen. Man einigte sich darauf, seine
Kräfte nur mit gegenseitiger Erlaubnis einzusetzen. 1992 dann der Bruch:
Eine
Hexen-Zauberin versucht, ohne Erlaubnis, eine magische Abtreibung
durchzuführen. Doch kurz vor Gelingen wird sie von der „guten“
Organisation „Night Watch“ gestoppt. Der Auftraggeber, Anton, wird wenig
später Mitglied dieser Organisation.
Als Agent Anton im Jahre 2004 seiner Arbeit nachgeht, tötet er einen
Vampir, einen „Wächter der Nacht“, der einen Jungen töten will.
Daraufhin scheint das Gleichgewicht aus den Fugen zu geraten. Vielleicht ist
Anton derjenige, den die Jahrhunderte alte Prophezeiung gesehen hat.
Derjenige, der das Schicksal der Welt in der Hand trägt. Vielleicht aber
auch nicht… |
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Alles
verstanden? Nein? Gut!
Obwohl das oben zusammengefasste tatsächlich das Geschehen extrem
zusammenfasst. "Wächter der Nacht" ist ein Sammelsurium aus
Ideen. Die Verfilmung des ersten Teils der Romantrilogie von Sergei
Lukyanenko, die offensichtlich nur schwer umzusetzen ist. Ob sich der Film
an die Romanvorlage hält, ist an dieser Stelle nicht zu klären. Allerdings
ist dies zu bezweifeln, da ein Buch sicherlich keine großen Erfolge feiern
kann, wenn es nur schwer zu verstehen ist.
Und das ist "Wächter der Nacht" als Film definitiv. Getragen wird
er von seiner guten Optik. Es gibt zig gute Animationen, an den
verschiedensten Schauplätzen, mit fulminanten Musikeinlagen die das Auge
und das Ohr erfreuen. Wer kein Problem damit hat, dass Dingen zwischen Augen
und Ohren abzuschalten, dürfte hier bestens unterhalten werden. Demjenigen,
dem das aber nicht gelingt, hat wohl über die gesamte Spielzeit mit der
eigenwilligen Geschichte zu kämpfen. Die unzähligen Handlungsstränge
verlieren sich ineinander. Irgendeine Art der Ordnung sucht man vergebens.
Hier kann man dies beobachten, dort das. Da jenes. Und zusammen ergibt das
Gewusel offenbar kaum einen Sinn. Den Kampf Gut gegen Böse hätte man
sicherlich transparenter gestallten können. Gegen Ende wird dem Betrachter
zwar einiges geboten, dass einige Unklarheiten aufklärt, zufrieden kann man
damit aber nicht sein.
Blöd ist auch, dass die Charaktere sehr oberflächlich betrachtet werden
und man so kaum Identifikationsmöglichkeiten findet. Außer dem
Protagonisten fällt keiner wirklich auf. Muss keiner wirklich auffallen.
Will keiner wirklich auffallen. Schauspielerisch ist das Ganze passabel in
den Kasten gebracht worden. Es gibt allerdings auch keine Rolle, die den
Beteiligten etwas Besonderes abverlangt. Da eh alles überdreht ist, sollten
selbst Laiendarsteller in diesem Film zurecht kommen.
Die Spannung bleibt auf der Strecke. Eine düstere Atmosphäre gibt es
stellenweise. Regisseur Timur Bekmambetov legt auch keinen Wert auf blutige
Spezialeffekte. Ein, zwei gibt es zwar, die sind aber frei von Härte.
Einzig das „Wirbelsäulenschwert“ bleibt gut in Erinnerung.
Was unterm Strich bleibt, ist die Tatsache, dass der Titel "Wächter
der Nacht" aufgrund der Promo besser klingt, wenn man den Film noch
nicht gesehen hat. Er ist ein in die Länge gezogenes Sammelsurium mit
Effektgewitter, guten Masken, netten Kostümen und ansehnlichen
Kulissen. Optisch gut, inhaltlich
bescheiden. Und zu allem Ärger hat man nach der Betrachtung auch noch Durst
auf ein Kaffee der Firma, die hier sicherlich den einen oder anderen Rubel
an Werbegeldern beigesteuert hat.
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