Voyage Of Terror

Informationen

OT:Voyage Of Terror

ca.90 Minuten

BRD, Kanada, USA 1998

Regie

  • Brian Trenchard-Smith
Darsteller

  • Lindsay Wagner
  • Michael Ironside
  • Martin Sheen
  • Horst Buchholz
  • u.a.

Voyage Of Terror

Story

An Bord der „Orion Star“, einem Kreuzfahrtschiff, befindet sich unter den zahlreichen Passagieren ein Mutter-Tochter Gespann, das die Reise nutzen will, um endlich mal etwas gemeinsam zu unternehmen. Doch das angeschlagene Verhältnis soll sich noch nicht bessern, da die Mutter und Virologin, Stephanie Tauber, bald in den Mittelpunkt rückt.

Ein Passagier hat sich nämlich bei einem Festlandausflug einen Virus eingefangen. Der ursprüngliche Wirt, eine Stechmücke ist zwar nicht mit an Bord des Schiffes gekommen, doch reicht es, dass der betroffene Mensch zurück an Bord kommt und über das weitverzweigte Belüftungssystem viele Leute ansteckt.

Die amerikanische Regierung stellt das Schiff unter Quarantäne. Durch diesen Umstand kommt es zu vielen Toten auf dem Schiff. Doch der gegen Viren geimpften Virologin gelingt es, das Virus zu isolieren und zu bestimmen. Sie findet raus, dass es eine Möglichkeit gibt, dem Virus den Garaus zu machen, dafür benötigt sie aber externe Hilfe. Und die ist nicht in Aussicht, da sich das Weiße Haus darin versucht, eine andere Lösung auszuarbeiten: Die Zerstörung der „Orion Star“…

Kritik

Ein wohlklingender Titel, eine Besetzung, die sich sehen lassen kann und eine Thematik, die zwischen „Ghostship“, „Titanic“ und Outbreak“ liegt – Muss das nicht zwangsläufig ein Hit werden? Mit Nichten! Denn, was einem in der deutsch-amerikanischen Produktion gezeigt wird, ist nicht gerade unterhaltsam. Nicht für Freude des Dramas, des Horror-Films, des Katastrophen-Films und erst recht nicht für gewöhnliche Filmfreunde.

Die Story bietet zwar eine gute Vorlage, doch die Umsetzung ist mangelhaft bis ungenügend. Es ist kaum zu glauben, dass der Deutsche Steuerzahler dieses Werk mitfinanziert hat. Im Mittelpunkt des Plots steht eine Ärztin, die zufälligerweise Virologin ist und ihre Tochter, die ein gestörtes Verhältnis haben. Die Muter arbeitet einfach zuviel, hat sich aber überreden lassen eine Kreuzfahrt mitzumachen. Auf dieser kommt es dann „zufällig“ zu einem Angriff eines bis dato unbekannten Killervirus, der sich rasend und offensichtlich sehr wählerisch verbreitet. Dumm, dass die Mama jetzt arbeiten muss, da die Tochter deswegen ziemlich angepisst ist. Es ist ja auch eine Unverschämtheit sich um Kranke zu kümmern und seine Zeit nicht mit einer pubertierenden Göre zu verbringen.

So ähnlich dämlich geht die Geschichte dann weiter. Die Ärztin entwickelt eine Methode, wie der betroffene Körper die Viren tötet… Doch die Amerikanische Regierung erlaubt es nicht, die Quarantäne aufzuheben, obwohl der Präsident total nett, total verständnisvoll und total sympathisch ist. Er ist leider die Geisel eines Angestellten, der den guten Ruf seine Vorgesetzten zerstören und eine Wiederwahl somit verhindern will…

Seltsamerweise passen sich die Darsteller der Inszenierung an. Martin Sheen („Apocalypse Now“, “Dead Zone”), seines Zeichens berühmter Hollywood-Star und Vater von Hollywood-Stars, spielt die Rolle des bösen Mannes im Weißen Haus wirklich schlecht. Ebenso wie Meuterei-Anführer Michael Ironside („Scanners – Ihre Gedanken können töten“, „Watchers“, „Maschinist“) und Hauptdarstellerin Lindsay Wagner („Ricochet – Der Aufprall“, „Virus“). Ebenso Laienhaft wird die „Nebenrolle“ des Kapitäns in den Kasten gebracht. Von keinem geringerem als Horst Buchholz („Mörderbienen greifen an“) gespielt. Das kollektive Versagen ist wirklich erschreckend und kann eigentlich nur mit der schlechten Küche an Bord oder der miesen Gage zu tun haben…

Des weiteren muss man sich die Frage stellen, warum Regisseur Brian Trenchard-Smith sich bereit erklärt hat, diesen Film zu drehen und was er sich dabei gedacht hat. Dass er es eigentlich besser kann, hat er ja bereits mit Filmen wie „Insel der Verdammten“ oder beispielsweise „Leprechaun – Tödliches Spiel in Vegas“ gezeigt.

Noch schlechter als die Darsteller und die Regiearbeit sind die Spezialeffekte, die wenigstens mal einen mitleidigen Lacher hervorrufen. Wenn man bedenkt, dass der Streifen im Jahre 1998 hergestellt wurde, muss man sich aufgrund der miesen technischen Umsetzung schon arg wundern. Wundern darf man sich im übrigen auch über so geniale Einfälle wie ein rückwärts fahrendes Schiff, welches einem Torpedo ausweicht… wirklich ganz großes Tennis…

"Schreckensfahrt der Orion Star", so der Alternativtitel, unter dem dieses „Meisterwerk“ in der ARD lief, ist wirklich nichts für Freunde des Films oder jene, die es noch werden wollen. Für Horror-Fans gibt es trotz der Thematik nicht viel zu sehen. Hier und da stirbt zwar mal ein Passagier, dies wurde aber dem Jugendschutz gerecht in den Kasten gebracht. Warum der Film nicht ab 12 sondern erst ab 16 Jahren freigegeben ist, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden.

Der Film ist auf jeden Fall Zeitverschwendung und selbst die mutigsten Trash-Fans bekommen kaum etwas zu bestaunen, da das Drumherum um die „Spezialeffekte“ einfach zu einschläfernd, respektive peinlich ist.

Bewertung

Splatter Voyage Of Terror
Spannung Voyage Of Terror
Story Voyage Of Terror
Ekelfaktor Voyage Of Terror
Atmosphäre Voyage Of Terror
Gesamt Voyage Of Terror

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