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Drei fanatische Wissenschaftler basteln in
Kalifornien an der Lösung im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.
Sie erschaffen auf biogenetischem Weg ein Mutantenwesen halb Mensch, halb
Fisch. Zudem buddeln sie noch Frankensteins Monster aus. Das dynamische Duo
soll sämtlichen Bombenbastlern und Hobby-Schurken der Welt das Fürchten
lehren. Dummerweise läuft aber bei der Gehirnwäsche der beiden Kreaturen
etwas schief. Der Kiemenmann büxt aus und macht sich auf den Weg zum
Strand. Dort hält gerade ein Fotografen-Team eine prickelnde
Nacktfoto-Session. Da Gehirnwaschen anscheinend hungrig macht, verleibt sich
der Froschmann direkt erstmal das leckere Model ein.
Die restlichen Crewmitglieder können fliehen. Mit letzter Not retten sie
sich auf das Anwesen der verrückten Wissenschaftler. Diese sind natürlich
wenig erbaut darüber, dass die Kameraleute ihren geheimen Forschungen
entdeckt haben, und nehmen sie als Geisel. Draußen tobt der Krötenmann, im
Haus wütet Frankenstein. Verzweifelt versuchen die Überlebenden zu
fliehen. Sie müssen die Welt da draußen warnen... |
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William Winckler entführt den Zuschauer in
die guten alten Zeiten der ganz großen Horrorfilme. In die 30er bis 60er
Jahre, in denen die berühmten Produktionsfirmen Universal, AIP und Hammer
die Welt mit unzähligen Horrorfilmen beglückten. In die Zeiten, in denen
Jack Arnold seinen Schrecken vom Amazonas auf das Kinopublikum losließ, in
denen Vincent Price das "Pendel des Todes" anstieß, Boris Karloff
als Frankensteins Monster durch die Gegend streifte, Lon Chaney unter seinem
Fellkostüm schwitzte. Eben in die Zeiten, als der Horror-Film noch
ehrliches Handwerk war. Wo die Special-Effects und Kostüme noch liebevoll
in den Hexenküchen der Maskenbildner entstanden und nicht etwa am Computer.
Wo die Schauspieler noch hingebungsvoll in ihren Charakterrollen aufblühten
und sich ganz ihrem Spiel hingaben.
"William Winckler's Frankenstein vs. the Creature from Blood Cove"
hätte ohne weiteres auch in den 50er Jahren im Special zusammen mit Jack
Arnolds Amazonas-Filmen im Autokino das Publikum schocken können. Winckler
übernahm nicht nur Regie und Produktion. Er schrieb auch das Drehbuch und
spielt sogar eine der Hauptrollen im Film. Während das Mainstream-Hollywood
sich mit Leichenfledderei in fast schon regelmäßigen Abständen
erdreistet, die alten Klassiker durch indiskutable Neuverfilmungen zu
verhunzen, geht Winckler einen anderen, ehrlichen Weg: Der bekennende
Horror-Fan (Vincent Price ist übrigens sein Lieblingsschauspieler!!) hat
eine liebevolle Hommage an seine Lieblingsfilme gedreht. Dabei ist es dem
Multitalent gelungen, mit einer eigenständigen Story den ganzen Charme der
alten Filmklassiker vergangener Zeiten in die Gegenwart zu transportieren.
Zwar dürfte der Film bei CGI- und Splatter-verwöhnten Horror-Kids der
jüngeren Generation vielleicht nicht unbedingt zum neuen Kultfilm
avancieren. Fans von trashigem Monster-Horror, insbesondere des 50er - Jahre
Kinos, werden William Winckler am liebsten um den Hals fallen.
Schwarz-Weiß-Bild, bombastischer B-Movie-Soundtrack inkl. Kirchenorgel,
billige Latexkostüme, blubbernde Labor-Reagenzgläser, Helden in
Hawaii-Hemden und Scream-Queens, die wahrlich Queens sind. Zwischendurch ein
paar nette Doku-Bilder von Quallen und ähnlichem Wasser-Getier, die die
ganze Atmosphäre weiter auflockern. Jack Arnold hätte seine helle Freude
an diesem Film!!
Der Soundtrack stammt übrigens von Mel Lewis, der sich seine Sporen bei
Roger Corman verdiente. Ein Mann, der also sein Handwerk versteht. Er
kreierte er eine stimmige musikalische Untermalung, wobei er sich unter
anderem auch bei Tschaikowsky' s Schwanensee bediente. Die Musik wirkt
anfangs sehr schön und gefällig, erscheint im Verlaufe des Films aufgrund
häufiger Wiederholungen allerdings auf Dauer etwas nervig. In einem Extra
der DVD kann man den Komponisten bei seiner Arbeit beobachten.
Zahlreiche Cameo-Auftritte illustrer B-Movie-Persönlichkeiten wie
Russ-Meyer-Starlett Raven De la Croix, Porno-Diva Selen Silver oder
"Troma's" Lloyd Kaufman machen den Film für den Fan zu einem
spannenden "Such-den-Promi"-Spiel.
Ein kleines Manko hat der Film leider: Er ist einfach zu lang. Das Drehbuch
hätte gut und gerne Stoff für 50 oder 60 Minuten geliefert. Bei einer
Laufzeit von 90 Minuten kommt somit leider zwischendurch ein bisschen
Langeweile angesichts einiger Wiederholungen oder aus Dramaturgiegründen
endlos in die Länge gezogener Passagen auf. Insbesondere die Kampfszenen
zwischen Monster und Fischmann sind ein bisschen arg lang.
Nichtsdestotrotz kann "William Winckler's Frankenstein vs. the Creature
from Blood Cove" überzeugen. Sowohl als ernst gemeinter Horrorfilm
für den Nostalgiker, als auch als Partyfilm für den Trash-Fan. |