Wilderness

Informationen

OT:Wilderness

ca.87 Minuten

GB 2006

Regie

  • Michael J. Bassett
Darsteller

  • Sean Pertwee
  • Alex Reid
  • Toby Kebbell
  • Stephen Wight
  • u.a.

Wilderness

Story

Die Insassen einer Jugendhaftanstalt sind zum Großteil Schwerverbrecher und da wundert es nicht, dass es ab und an zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt. Allerdings gehen diese so weit, dass sich einer der Häftlinge das Leben nimmt. Der Anstaltsdirektor muss daraufhin hart durchgreifen und schickt die restlichen Bewohner der 8-Mann-Zelle zur Besserung auf eine verlassene Insel.

Auf der, scheinbar unbewohnten, Insel angekommen, beginnt gleich das Training für die strafgefangenen Jugendlichen das da lautet: Teamarbeit erlernen. Gefängnissaufseher Jed hat dabei alle Mühe, die Kids bei Laune zu halten und zur Disziplin zu zwingen. Und das alles völlig unbewaffnet.

Dann scheint Jed die Sache langsam aus dem Ruder zu laufen. Erst tritt er mit seinen Mannen auf eine Mädchengruppe, die aus den gleichen Gründen wie seine Jungs auf der Insel sind. Doch diese missliche Lage wird gut überstanden. Dann kommt es allerdings schlimmer. Denn ein Jäger treibt mit seinen Hunden auf der Insel Jagd. Und er jagt keine Tiere…

Kritik

Der britische Regisseur Michael J. Bassett stellt mit seinem Beitrag „Wilderness“ unter Beweis, dass der britische Horror-Film agil ist wie nie. Mit Beiträgen wie „Shaun Of The Dead“, „The Descent“, “Severance” oder auch “Dog Soldiers” kamen in den letzten Jahren sehr gute Genre-Beiträge in unsere Landen geschwappt. Nun ist also Michael J. Bassett an der Reihe und präsentiert dem geneigten Betrachter einen durchaus blutigen Survivaltrip aus Großbritannien.

Bei Betrachtung der Geschichte muss man schon großzügig sein und nicht nach der großen Logik suchen. Wer würde schon einen Haufen Schwerkriminelle mit unbewaffneten Aufsichten auf eine schöne Urlaubsinsel lassen, auf der sich auch noch rollige Menschen, weiblicher Natur, aufhalten? Aber was soll’s… Wenn es für die Geschichte besser ist, den Schauplatz auf das Eiland zu verlagern, dann ist das so. Und glücklicherweise werden so auch schöne Naturaufnahmen von der dichtbewaldeten Insel und den steilen Klippen eingefangen.

Die eigentliche Geschichte beginnt recht gut, mit der Charakterisierung der Protagonisten. Und die haben charaktertechnisch einiges zu bieten. Ob Looser, Sexstraftäter, Rüpel, Einzelgänger oder Nazi, alles ist vertreten. Aufgrund der Unterschiede ist auch ne Menge reibungspotential vorhanden, was dem Film sichtlich gut tut. Dann geht es recht fix auf die Insel, wo die Probleme natürlich nicht kleiner werden. „Wilderness“ bleibt die ganze Zeit hart und lässt jeglichen Humor vermissen, was ihm aber keineswegs negativ angerechnet werden muss. Auch auf sympathienbildende Maßnahmen wird verzichtet, wodurch keinerlei Beziehung zwischen potentiellem Filmopfer und Filmbetrachter entstehen kann. Die Tatsache, dass die Protagonisten schutzlos ausgeliefert sind und eigentlich keine Mittel haben sich zu wehren, erzeugt kaum Mitleid. Dafür ist allerdings auch keine Zeit, denn das Tempo, dass dieser Gradlinige Genrebeitrag an den Tag legt, ist fast atemberaubend. Zeit zum durchatmen bekommen weder Darsteller noch Gucker. Hierdurch entstehen kaum Phasen mit langatmigen Szenen, was einige Schwächen des Drehbuchs kompensieren kann.

Auch in Sachen Splatter und Gore weiß „Wilderness“ zu überzeugen. Der Härtegrad und die Inszenierung werden Freunde von blutigen Spezialeffekten sicherlich gefallen. Pfeil und Bogen erfüllen ebenso ihren Zweck wie einige Fallen. Für Abwechslung ist also gesorgt und, wie bereits erwähnt, dass Tempo ist hoch. Zwar ist die Identität des Killers relativ schnell klar, der Film verliert aber dennoch nicht an Fahrt.

Aber trotz der Vielzahl an positiven Aspekten hat man nach der Betrachtung nicht unbedingt den Eindruck ein neues Meisterwerk gesehen zu haben. Dafür sind die Darsteller nicht überzeugend genug, das Drehbuch zu löchrig und zu wenig innovativ und die Atmosphäre nicht dicht genug. Aber da der ganze Rest überzeugen kann, bleibt doch ein positiver Gesamteindruck zurück.

Bewertung

Splatter Wilderness
Spannung Wilderness
Story Wilderness
Ekelfaktor Wilderness
Atmosphäre Wilderness
Gesamt Wilderness

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