| |
| Invisible -
Gefangen im Jenseits |
|
|
|
Story
Nicklas ist ein klassischer Einzelgänger. Da er dummerweise auch noch ein
Eliteschüler und Klassenbester ist, ist er bei den obercoolen Ghettokids
natürlich nicht sehr beliebt. Eines Nachts, nach einer Party, lauern ihn die
bösen Schüler „versehentlich“ auf und schlagen ihn brutal zusammen.
Selbst überrascht, über die Härte ihres Verbrechens schleppen die
Jungendlichen den leblosen Körper von Nicklas ins Unterholz. Dahin wo ihn
niemand finden kann.
Am Tag darauf geht Nicklas wie immer in die Schule. Doch etwas scheint nicht
zu stimmen. Seine Mitschüler nehmen ihn nicht wahr. Und zwar nicht wie sonst,
wenn er einfach ignoriert wird, er scheint nicht vorhanden zu sein. Da kommt
ihm der grausame Gedanke, dass er letzte Nacht getötet wurde und sein Geist
nun in der Schule wandelt. Nach einigen Versuchen findet er heraus, dass ihn
lediglich Annelie wahrnehmen kann. Annelie war die Hauptverantwortliche für
seinen Tod.
Das
Annelie seine Anwesenheit spürt, scheint für Nicklas ein Zeichen zu sein.
Vielleicht muss er an ihr Rache üben, um die Zwischenwelt zu verlassen.
Vielleicht aber muss er aber auch mit der Mörderin kooperieren um Frieden zu
finden… |
|
|
Kritik
Im Jahre 2002 wurde in Schweden ein unscheinbarer Film namens „Den Osynlige“
gedreht, der in der deutschen Version den Namen „Invisible - Gefangen im
Jenseits“ trägt und überdurchschnittlich gut gefällt. Filme aus Skandinavien
haben ja eine große Fangemeinde, da sie meist originell und technisch gut
gedreht sind. Auch bei „Invisible -
Gefangen im Jenseits“ wird die Fangemeinde wieder einen Grund zur Freude
haben, denn der Film kann von vorne bis hinten überzeugen.
Er
schwankt ein wenig zwischen dem Drama- und dem Science-Fiktion-Genre. Die
Mischung ist fast über den ganzen Verlauf mit viel Spannung angereichert. Es
gibt Situationen, in denen man als Betrachter wissen will, was das
Überirdische zu bedeuten hat. Ebenso gibt es dramatische Szenen, die einen
förmlich zum sofortigen Weitergucken zwingen, da man wissen will, wie es für
Nicklas weiter- respektive ausgeht. Dazu kommen dann schönen Bilder, die
nicht selten von der wunderbaren Landschaft Schwedens geprägt sind und
atmosphärische Momente. Ein weiterer Grund dafür, dass über die komplette
Spielzeit keine Langeweile auftaucht ist die Tatsache, dass die
Charakterisierung sehr gut gelungen ist. Gut und Böse stehen schnell fest und
man ist als Zuschauer damit beschäftigt Sympathien beziehungsweise
Antipathien zu entwickeln.
Das die
Schauspieler einen dabei unterstützen, ist natürlich ein Zeichen vom
Gelingen der Darstellung. Die beiden Protagonisten spielen zwar nicht
überragend gut, aber dennoch stets glaubhaft und wirken in ihren Rollen sehr
authentisch. Etwas weniger authentisch wirken so manches Mal die
Spezialeffekte. Hier wurde am Computer einiges an Material hergestellt, was
nicht so ganz zu überzeugen weiß. Besonders die Szene, in der unser
Hauptdarsteller von einem Auto überrollt wird. Die CGI-Szenen gibt es aber
nur sehr selten, sodass sie bei der Gesamtbewertung nicht ins Gewicht
fallen.
Neben
diesen Szenen gibt es eigentlich nur einen wirklichen Kritikpunkt. Und zwar
das das Ende weniger überraschend ist, als es während des Verlaufs des Films
angenommen werden darf. Der Rest passt aber. „Invisible - Gefangen im
Jenseits“ ist ein Film, der weg vom Mainstream und ganz weit weg von
Hollywood ist. Das macht ihn nicht nur äußerst sympathisch, sondern auch
besonders sehenswert. Die
feinfühlige Darstellung des Protagonisten, mit all seinen nicht gerade
alltäglichen Problemen ist auf jeden Fall einen Blick wert. Gut und Böse
gibt es auch in vielen anderen Filmen, wie das Spannungsverhältnis aber hier
dargeboten wird, ist es in noch nicht vielen Filmen präsentiert worden. Zudem
glänzt „Invisible - Gefangen im
Jenseits“ mit schönen Bildern und guten, glaubhaften Darstellern. Einigen
wird er vielleicht etwas zu phantastisch oder irreal sein, vielen – ja sogar
ganz vielen – Leuten wird er aber garantiert gefallen. |
|
DVD
Die
DVD aus dem Hause Epix kommt mit einem sehr schlichten aber dennoch düsteren
DVD-Menü daher, in dem man sich folgende Extras zur Brust nehmen kann: Ein
interessantes Interview mit Marie Bierstedt, welche die Synchronstimme der
Darstellerin Tuva Novotny ist. Das Interview dauert knapp 10 Minuten. Zudem
gibt es den Trailer zum Film zu sehen und weitere sechs aus dem Programm von
Epix. Insgesamt ist das Bonusmaterial aber nur maximal mittelprächtig.
Mehr als mittelprächtig ist allerdings die Qualität der DVD. Das Bild kommt
sehr scharf und mit frischen Farben daher. Der Ton weiß auch zu gefallen,
auch wenn es nicht besonders viele Effekte gibt, die den Raumklang ausnutzen. |
|
| Alle Bilder sind
Eigentum des jeweiligen Studios |
| Zurück
zur Übersicht |
|
|
|