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Story
Versicherungsagent
Ben ist immer auf der Suche nach Verbesserung. Besonders aus finanzieller
Sicht. Da kommt es ihm natürlich recht, dass sein Kumpel Doug ihm einen
Headhunter empfiehlt. Dieser Kopfjäger ist nicht nur eine attraktive Frau
namens Sarah Tierney, sondern auch überaus geschäftstüchtig. Sie besorgt
Ben im Nu einen neuen Job, bei dem es viel mehr zu verdienen gibt, als in
seiner alten Anstellung. Der einzige Nachteil ist, dass Ben ausschließlich
Nachts arbeiten muss.
Das
scheint den neuen Mitarbeiter aber nicht sonderlich zu stören. Er erledigt
seine Aktenarbeit und ist frohen Mutes. Doch dann macht er ein paar merkwürdige
Begegnungen. Seine Mitarbeiter scheinen allesamt einen an der Klatsche zu
haben. Er hat gespenstische Visionen und auch seine Chefin Sarah benimmt sich
merkwürdig. Es dauert etwas, bis er erahnt was hier vor sich geht. Und dann wünscht
er sich inständig, dass er irrt… |
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Kritik
„Headhunter“
ist, wie aus der Beschreibung vielleicht zu erahnen wäre, kein Film der sich
ausschließlich mit lukrativen Jobverschiebungen beschäftigt. Er hat sich zusätzlich
zur Aufgabe gemacht, dass Interesse der Zuschauer auch auf die Suche eines
abgehackten Kopfes zu lenken. Natürlich muss man die Hirse nicht selbst
finden, sondern kann den Protagonisten dabei beobachten. Der
Low-Budget-Streifen beginnt allerdings ganz anders als es anzunehmen ist. Völlig
normal, obwohl sich bereits zu Beginn eine Spannung wie in einer
„Geschichten aus der Gruft“ Episode breit macht. Man ahnt, dass da etwas
nicht stimmt lange passiert aber nichts, bis einen dann mysteriöse Momente
bestätigen.
Die Suche nach einem
besserbezahlten Job treibt Hauptdarsteller Ben nach und nach in ein Gewirr von
verstörenden Situationen. Das Ganze ist zwar nicht voll und ganz
professionell in den Kasten gebracht worden, aber aufgrund der zahlreichen
Abwechslungen interessant zu verfolgen und wird kaum mal langatmig. Regisseur
Paul Tarantino, der acht Jahre vor diesem Film eine Romantikkomödie als
einzigen Film in seiner Filmografie vorweisen kann, versteht es, den Zuschauer
mit einer temporeichen Mischung aus storytechnischen Kehrtwendungen, Sex und
Splatter bei der Stange zu halten. Zugegebenermaßen ein nicht sehr
innovatives Stilmittel, das aber zumeist, wie auch hier, funktioniert.
Großes Kino bekommt
man trotz der Funktionalität nicht geboten. Die Story ist etwas löchrig,
nicht immer durchsichtig und atmosphärisch hätte man mehr aus diesem
Streifen rausholen können. Die ruhigen Nächte werden zwar von seltsamen
Stimmen und noch seltsameren Gestallten belebt,
trotzdem bleibt alles etwas zu steril. Auch die Darsteller und die etwas gewöhnungsbedürftige
Synchronisation bringen tragen nicht unbedingt dazu bei, dass ein vollendetes
Gruselgefühl entsteht. Wäre da nicht die gelungene Geschichte, mit dem
mystischen Hintergrund und die technisch gut funktionierende Arbeit
Tarantinos, wäre der Film wohl ein glatter Reinfall. So ist „Headhunter“
aber als gelungenes Filmchen für Zwischendurch einzustufen, dass den
geneigten Zuschauer mit einem Hang zu Gruseligen nicht enttäuschen wird.
Die Splatter-Fraktion
bekommt auch etwas geboten. Köpfe müssen natürlich rollen und da das
Special-Effects-Team damit offensichtlich nich ausgelastet war, gibt es noch
weitere Möglichkeit sich vom Können der Crew zu überzeugen. Zum Glück ist
das ganz gut in Szene gesetzt worden, man darf ja nicht vergessen, dass es
sich bei „Headhunter“ um einen recht kostengünstigen Film handelt.
Wie
bereits erwähnt ist der Film nichts besonderes, funktioniert aber anständig
und ist somit auch definitiv eine Empfehlung wert. Paul Tarantino hat hier
einen netten B-Movie geschaffen und man darf gespannt sein, ob er einen
weiteren Film nachlegt oder wieder eine längere Pause macht. |